Donnerstag, 11. Februar 2010

Eine Lehre aus dem Wirken des hl. Augustinus

Ich möchte gerne noch etwas schönes über den hl. Augustinus darlegen. Es ist folgendes: Der Geist, mit dem dieser Mann seine Werke schrieb. Er schrieb seine Bücher, als das weströmische Reich bereits zusammenbrach und alles so aussah, dass mit dem Ansturm der Barbaren die katholische Religion komplett dahingefegt würde. Er war Bischof von Hippo im Norden Afrikas. Diese Region wurde dermaßen zerstört, dass bis heute der Katholizismus sich nicht wieder von den damaligen Verwüstungen erholt hat. Trotzdem schrieb er seine Werke in aller Ruhe für eine Zukunft, die er selbst nicht ausmachen konnte.
Als er im Sterben lag, brachen die Barbaren in Hippo ein. Übrigens gaben sie seinem Leichnam ncoh eine besondere Ehrerweisung. Die damalige Welt brach zusammen und es kam das Mittelalter. Seine Werke inspirierten die mittelalterliche Vorstellung des Staates, des Reiches und der Kirche. Er wurde zu einem allgemeinen Lehrer des Mittelalters.

Was war dafür notwendig gewesen? Der Glaube an Gott. Gott will, dass er schreibt und er schreibt umfangreiche Werke, sicher nicht für die Barbaren, die Hippo belagerten, sondern für dann, wann es Gott gefällt. Er hat das Werk vollendet ohne zu wissen, wann es jemals gelehrt würde.

Und als Gott Jahrhunderte später das Mittelalter einleitete, war es wie eine Lilie, die aus dieser Wurzel, die Werke des Augustinus, hervorging, insbesondere „Die Stadt Gottes“. Dies ist für uns, die wir in einem neuen Zeitalter von Barbaren leben – nicht aber von Barbaren, die mit Keulen und Lanzen daherreiten, sondern mit Atombomben - , eine hoffnungsvolle Meditation. Vollbringen wir unser Werk mit Vertrauen, mit Gewissheit und Glauben, und es wird irgendwann von Nutzen sein. Nie darf uns der Gedanke kommen, dass das, was wir tun können, nicht von äußerster Nützlichkeit sei. Wenn nicht für heute, dann für eine Zukunft, die in den Plänen Gottes steht.


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