Donnerstag, 19. Juni 2014

Die 12 Versprechungen des Heiligsten Herzen Jesu

Plinio Corrêa de Oliveira

Die Versprechen des Heiligsten Herzen Jesu, die der hl. Margareta Maria mitgeteilt wurden, sind folgende:
1. Die, welche dieses heilige Herz verehren, werden nie verloren gehen.
Das ist ein Versprechen von unendlichem Wert, weil es unser ewiges Leben betrifft. Wer diese Andacht praktiziert, wird nie verloren gehen.
2. Die lauen Seelen werden eifrig werden und die eifrigen werden auf dem Weg zur Vollkommenheit voranschreiten.
Ich gebe zu, dass der erste Teil dieses Versprechen ein größeres Wunder ist als der zweite. Denn, dass eine eifrige Seele die Vollkommenheit erreicht, hat man des Öfteren gesehen, selbst darum, weil man in der Regel nur die Vollkommenheit erreicht, wenn man eifrig ist. Aber, dass laue Seelen eifrig werden, ist viel schwieriger, als eine ägyptische Pyramide mit dem kleinen Finger zu verschieben. Die Lauheit ist wie im Schlamm festgefahren sein, ein solch trostloser, abscheulicher, trauriger Zustand, aus dem man nur durch ein Wunder herausgezogen werden kann. Und das ist das Versprechen des Heiligsten Herzen Jesu.

3. Den Aposteln des Heiligsten Herzens wird die Gabe verliehen, auch die verhärtesten Herzen zu rühren.
Welch ein herrliches Versprechen für eine Zeit voller amtlicher Apostolatseinrichtungen. Man spricht viel von erfolgreichem Apostolat. Wer aber besitzt diese Gabe, die verhärtesten Herzen zu rühren? Wie anders wären viele Angelegenheiten in der Welt, wenn es Seelen gäbe, die die verhärtesten Herzen bewegen könnten. Wie leicht wäre es durch diese Andacht und durch die Verehrung des Unbefleckten Herzen Mariens dies zu erreichen! Wenn wir so oft bedauern, dass unser Apostolat nicht so schnell läuft, wie wir es wünschen, müssen wir das der Tatsache zuschreiben, dass keine Verbundenheit zwischen uns und dem Herzen Jesu und Mariä besteht. Welch eine ideale Erfindung! Doch sie wurde von Anfang an verschmäht.
Erinnern wir uns an den Bischof von Pistoia, der letzte General der Gesellschaft Jesu bevor sie durch Papst Klemens XIV. aufgehoben wurde: Er ließ ein Selbstbildnis malen, das er im Nobelsalon seines Palastes aufhängte (das war im 18. Jahrhundert), auf dem er sich darstellte, beim Zerreißen eines Bildes des Heiligsten Herzen Jesu.
4. Alle Wohnungen, in welchen das Bild des Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird, werden mit einer Fülle von Segen bedacht.
Für die Spendung von Segen in Fülle, reicht es ein Bild des Herzens Jesu zu verehren.
5. Getrennte Familien werden wieder vereinigt und ihnen wird Frieden geschenkt. Er wird all denjenigen beistehen, die in Not sind und sich an Ihn mit Vertrauen wenden.
Was von den Familien gesagt wird, gilt natürlich weit mehr für Seelenfamilien, damit sie die Einheit erlangen. Nicht nur eine Einheit in der es keine Streitigkeiten gibt, sondern eine immer tiefere Einigkeit der Seelen.
6. Er, Jesus, wird die süße Salbung seiner brennenden Liebe über alle Gemeinden auszugießen, welche ihn verehren und sich unter seinen besonderen Schutz stellen werden: Er wird die Züchtigungen seiner göttlichen Gerechtigkeit entfernen, um sie wieder eifrig zu machen, wenn sie lau geworden sein sollten.
7. Im Übermaß der Barmherzigkeit seines Herzens verspricht der Herr, dass seine allmächtige Liebe all denen, welche neun Monate nacheinander am ersten Freitag kommunizieren, die Gnade der endlichen Bußfertigkeit gewähren wird; sie werden nicht in seiner Ungnade, noch ohne Sakramentenempfang sterben und sein Herz wird für sie eine sichere Zuflucht in dieser Stunde sein.
Wir sehen, es sind Versprechen, jedes einzelne wunderbarer als das andere. Es sind unfassliche Versprechen, die so leicht eingelöst werden können.
Zum Schluss noch ein Wort des Heiligsten Herzen Jesu an Sr. Josefa Menendez vom 8. Juni 1923:
„Öffne mir dein Herz und lass mich hinein, denn ich selbst werde dich reinigen. Lege alles ab, damit du nichts von deinen Wünschen, deinen Vorlieben, deinen Urteilen zurückhältst. Dann füge dich ganz dem Willen dessen, den du liebst. Lass mich mit dir tun, was ich will und nicht was du erwartest. Du musst in meinem Willen so weit kommen, dass mein Wille in dir, der Deine sei. Ich will die vollständige Unterwürfigkeit und die Vereinigung deines Willens mit meinem Willen und meinem Belieben. Du hast mir alle Rechte zu dem gegeben durch dein feierliches Gehorsamsgelübde. Wenn die Seelen verstehen würden, dass sie niemals so frei sein werden, wie wenn sie sich mir so ganz hingeben und dass ich nie mehr bereit bin ihre Wünsche zu erfüllen, als wenn sie meinen Willen tun.“
Wenn wir sozusagen Gott befehlen wollen, brauchen wir uns nur durch Ihn regieren lassen, das heißt, wenn wir seinen Willen tun, wird er auch unseren tun.
(Vortrag am 4. Juni 1964)


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