Samstag, 31. Mai 2014

Das Kostbare Blut Christi

Betrachtung über das Fest des kostbaren Blutes Christi

Plinio Corrêa de Oliveira

Ich muss gestehen, dass unter den Festen, mit denen man Unseren Herren Jesus Christus ehrt, vielleicht keines so sehr meinen Geist anspricht und mich so sehr oder so tief beeindruckt wie das Fest des kostbaren Blutes. Dieses Fest beeindruckt mich und ich habe eine sehr große persönliche Neigung zur Verehrung des kostbaren Blutes.
Der Grund dafür liegt im Folgenden: Wir sollten einmal klar erwägen, was das Blut ist und was vergossenes Blut bedeutet, um recht zu verstehen, was das Blutvergießen Christi für uns bedeutet.
Wir wissen alle, dass das Blut Teil unseres Körpers und damit Bestandteil unserer Person ist. Deshalb schulden wir dem Blute Christi alle Anbetung, die wir Christus selbst schulden.
Das Blut ist Teil unserer Person, es befindet sich in unserem Organismus als in seinem naturgegebenen Ort. Deshalb ist jeder Bluterguss, alles was das Fließen des Blutes aus unserem Organismus verursacht, etwas Verhängnisvolles. Es gibt zum Beispiel Krankheiten, die sich durch Blutverlust bemerkbar machen. Das  bedeutet, dass etwas im Organismus nicht in Ordnung ist, und uns ein heftiges Alarmzeichen sendet, um anzuzeigen, dass die Zustände im Organismus nicht Normal sind.
Vergossenes Blut weist nicht nur auf Krankheiten hin, sondern zeugt auch, durch den Gewaltzustand, dass es sich außerhalb des Körpers befindet, von Kampf und Verbrechen. Schwerlich wird man von vergossenem Blut sprechen können, ohne an das von Kain vergossene Blut Abels erinnert zu werden, das nach den Worten der Heiligen Schrift um Rache zu Gott emporschrie. Die Vorstellung von vergossenem Blut, von verbrecherisch vergossenem Blut, von auf dem Boden fließendem Blut, von eigentlich in einen Organismus gehörendem Blut, das aus diesem herausgerissen wurde und damit ein Wesen zutiefst verwundet hat, erscheint uns als etwas Ungerechtes, Gewaltsames, Frevelhaftes, als eine überaus heftige Störung der Ordnung, und schreit daher zu Gott nach einer Wiederherstellung der Ordnung. 
Wenn wir nun an das unendlich kostbare Blut Unseres Herrn Jesus Christus denken, an dieses im Leib Unserer Lieben Frau erzeugte Blut, an das Blut, das aus diesem Leib strömt, den es nie hätte verlassen dürfen, an dieses Blut, das wie alles im Leib Jesu in hypostatischer Union mit Gott verbunden war und das gewissermaßen als Symbol seiner ganzen Würde aus seinem heiligen Organismus heraustritt — etwa so wie der Wein, der aus der Traube quillt, den Saft dieser Traube und damit das, was sie an wertvollstem besitzt, darstellt — an dieses Blut, das das Blut Davids, das Blut der Jungfrau Maria, das Blut des Gottmenschen ist, und das nun im Verlauf einer ganzen Reihe unsagbarer, gottesmörderischer Gewaltanwendungen bei der Geißelung, bei der Dornenkrönung, beim Kreuztragen, bei Qualen aller Art, und — schlimmer noch — bei seiner Seelenqual, als er im Ölgarten den Todeskampf zu erleiden begann und aus seinem ganzen Körper Blut austrat, sich auf die Erde ergoss und damit von der himmelschreienden Schmach zeugte, die dem Gottmenschen angetan wurde; dann erkennen wir, wie weit die menschliche Bosheit gehen kann, wie groß das Geheimnis der Schlechtigkeit ist, wie weit die Duldsamkeit Gottes geht; es soll uns daran erinnern und verstehen lassen, was es mit der gefallenen menschlichen Natur auf sich hat, vor allem, wenn sie von der Sünde und dem Teufel geleitet wird, und wozu sie fähig ist, da sie vor nichts zurückscheut und sich bis zum schrecklichen Ende treiben lässt.
Gegenüber dem Bösen gilt es also, höchst misstrauisch zu sein. Darum die Mahnung: „Wachet und betet!“ Man muss sich stets misstrauisch verhalten, denn das Böse ist zu allem fähig; es kann die schlimmsten Schandtaten begehen, weshalb man bei ihm auf alles gefasst sein muss. Darum darf man ihm gegenüber auch alle vorbeugende Gewalt anwenden, die das Gesetz Gottes und der Menschen zulässt. Alles, was uns aber angesichts des Bösen einschläfert, was uns in einen dümmlichen Optimismus verfallen lässt, was uns den Widerstand auf später hinausschieben lässt, ist nichts anderes als ein wahres Verbrechen, denn sogar so weit vermochte das Böse zu gehen und hat damit bewiesen, dass es zu allem fähig ist. Das Böse strebt nach jeder Art von Bosheit und ist in der Lage, bis in die tiefsten Tiefen der Ordnung des Bösen vorzudringen.
Diese Art von Betrachtung passt nicht zu unserer gutmütigen, naiv friedfertigen Wesensart, denn diese möchte lieber paktieren und über Trennendes hinwegsehen. Doch angesichts des kostbaren Blutes müssen wir bedenken, wie weit die Revolution gehen kann. Die Revolution schreckt vor nichts zurück. Das Leiden Unseres Herrn war ja schließlich schon ein Ausdruck der Revolution und zwar der schlimmsten von allen, denn es war die Revolution, die sich gegen den Gottmenschen selbst erhoben hat. 
Angesichts dieses vergossenen Blutes gilt es, auch auf die Barmherzigkeit Gottes hinzuweisen, die dieses Blut in unerhörtem Ausmaß vergossen wissen wollte. Das ganze Blut, das sich im Leib Unseres Herrn Jesus Christus befand, wurde vergossen, ganz so als sollte damit gezeigt werden, dass dieses Blut rückhaltlos bis zum letzten Tropfen hingegeben wurde. So unermesslich groß war der Wunsch Unseres Herrn, uns von der Sünde zu erlösen, dass kein einziger Tropfen zurückblieb. Und dabei hätte ein einziger Tropfen seines Blutes ausgereicht uns zu erlösen. Er aber wollte sein ganzes Blut hingeben. Sogar der letzte Rest, der noch in seinem Herzen verblieben war, ist durch den Lanzenstoß des Longinus zusammen mit Wasser herausgelaufen. Um uns zu erlösen, wollte er, dass nichts von seinem Blute zurückbliebe.
Dieses Übermaß an Blut, dieses Übermaß an Leiden, diese völlige Hingabe seiner selbst bis zum Äußersten erinnert an das Wort des Herrn: „Eine größere Liebe hat niemand als der, der sein Leben für seine Freunde hingibt.“ Am Fest des kostbaren Blutes steht uns sein kostbares Blut mit dieser Aussage vor Augen: „Niemand kann besser unser aller Freund sein, als der, der sein Leben für uns hingibt.“
Doch er hat noch mehr für uns getan, denn er hat nicht nur sein Leben für uns hingegeben, sondern wollte den ganzen Tod der Schläge, den ganzen Tod der Angst, den ganzen Tod eines jeden Bluttropfens erleiden, der aus seinem heiligen Leib trat. Deshalb war jeder Tropfen, der auf die Erde fiel, ein kleiner Tod, denn es ist ein Tropfen des Lebens, das entweicht. Er wollte all diese kleinen Tode durchmachen, um zu zeigen, bis zu welchem unendlichen Punkt seine Freundschaft zu uns reicht.
Darauf ist unser Vertrauen in seine Barmherzigkeit zurückzuführen. Wenn ihm so viel daran lag, uns zu erlösen, müssen wir auch einsehen, dass wir den Vater vertrauensvoll um Vergebung bitten dürfen, denn Christus hat uns ja mit diesem seinem Blut bedeckt und indem wir uns auf sein Blut berufen, können wir mit Vertrauen vor den ewigen Vater treten. Andererseits können wir uns aber auch ein Bild von dem schrecklichen Schicksal der Verdammten machen.
Um uns vor diesem ewigen Schicksal zu bewahren, hat sich der Herr so tief erniedrigt. Wie schrecklich muss das Böse gewesen sein, von dem er uns befreien wollte. So können wir an einem Tropfen des Blutes Unseres Herrn Jesus Christus ablesen, wie tief die Hölle sein muss.
Man kann sich auf dieses Thema nicht einlassen, ohne auch ein anderes anzusprechen. Denn jede Betrachtung über das Blut Christi erinnert einen notgedrungen an die Tränen Mariens, die zusammen mit dem Blute Jesu vergossen wurden. Nach dem Willen Unseres Herrn sollte Unsere Liebe Frau nicht einen einzigen Tropfen ihres Blutes vergießen. Denn, obwohl er alles mit sich selbst anstellen ließ, hat er doch nicht zugelassen, dass die Mächte des Bösen auch nur mit der Fingerspitze seine unbefleckte Mutter anrührten.
Sie hat also keine körperlichen Qualen zu erleiden brauchen und kein Blutstropfen von ihr ist der Menschheit zugute gekommen. Es hätte dies auch nicht die erlösende Kraft des unendlich kostbaren Blutes Christi, sondern wäre lediglich eine Art Ergänzung gewesen, denn die Erlösung sollte voll und ganz durch das Blut Unseres Herrn bewirkt werden. Und doch hat Unsere Liebe Frau eine Art Blut vergossen, nämlich ihre Tränen. Da man die Tränen als das Blut der Seele ansehen kann, und da wir wissen, dass Maria in ihrer Seele den ganzen Schmerz seines Todes erlitten hat, ist es uns unmöglich, an das Blut Christi zu denken, ohne gleichzeitig der Tränen Mariens zu gedenken, die sich mit seinem Blut vereinigt haben und die damit den ersten Tribut der Christenheit darstellten, mit dem Jesus sein Leiden durch das Leiden der Gläubigen ergänzt wissen wollte, damit die Seelen in großer Zahl das Heil fänden.
Schließlich gilt es auch, an die heilige Eucharistie zu denken. Das Blut Christi, das einst in den Straßen, auf den Plätzen, im Prätorium des Pontius Pilatus, auf dem Kalvarienberg vergossen wurde, ist ganz und gar in der heiligen Eucharistie zugegen. Und wie viele von uns werden das Blut Christi gestern, heute, morgen und an vielen anderen Tagen in sich aufgenommen haben! 
Wenn wir also den Leib und das Blut Unseres Herrn Jesus Christus empfangen, sollten wir uns daran erinnern, dass wir in uns dieses kostbare Blut, das für uns vergossen wurde, aufnehmen. In unserem Innern ist es wie das Blut Abels, das hier allerdings nicht nach Strafe für uns schreit, sondern Barmherzigkeit auf uns herabrufen soll. Daher sollen wir die Eucharistie voller Vertrauen und voller Freude empfangen, denn wir empfangen dabei ja das Blut Christi, das zum Himmel emporsteigt und dort für uns Fürbitte leistet.

Mittwoch, 21. Mai 2014

Jerusalem, Jerusalem!

Eine antiegalitäre Betrachtung des Universums zeigt uns, wie es wahrhaftig ein Königshof mit vielen unterschiedlichen Adeligen ist: einige sind adeliger, weil sie mehr Adel in ihrem Wesen haben und andere sind weniger adelig, weil sie weniger Adel in ihrem Wesen haben.
Jemand könnte mich bitten: „Aber geben Sie doch ein Beispiel“. Und ich gebe ein leichtes Beispiel: Der Pfau und die Henne.
Es gibt im Pfau einen offensichtlichen Adel: Im Rad, dass er aufschlägt, in der wunderbaren Schönheit seiner Federn, auch im schillernden blaugrünen Farbton seines Halses...
Im Pfau ist alles bewundernswert außer seinem Kopf, doch dieser bildet den kleinen und lebendigen Zentralpunkt, der dem Rest Bewegung und Leben gibt, soweit dies bei einem Wesen ohne Vernunft sein kann. Sein Gang ist der einer Königin. Seine Art ist adelig, ruhig, er fürchtet sich vor nichts; wenn er rennt, rennt er mit einer gewissen Würde; wenn er hält, ist er nicht atemlos.
Nun, die Henne ist eine Misere durch das Fehlen von Adel. Lächerlich ist ihr Rennen, lächerlich ist ihr Gackern, sie rennt hysterisch; die abscheulichen Würmer, die sie auf dem Boden findet, werden mit Fresssucht geschluckt, ihre Freude ist die eines Vielfraßes.
Die Henne hat nur eine adelige Seite: es ist die Mutterliebe, mit der sie, selbst unter Lebensgefahr, jedes ihrer Küchlein verteidigt. Unter diesem Aspekt hat sich selbst der Erlöser mit der Henne verglichen, als Er sagte: „Jerusalem, Jerusalem, das du die Propheten tötest und die steinigst, die zu dir gesandt sind; wie oft wollte ich deine Kinder sammeln, wie die Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt, und ihr habt nicht gewollt“ (Lk 13,34).
Es ist richtig, dass der Pfau und die Henne irrationale Wesen sind. Deshalb besitzen sie keinen Adel im wirklichen Sinne des Wortes, im bildlichen Sinne aber doch.


Aus CATOLICISMO, August 1995

Fatima und die Notwendigkeit des Leidens


Zwei der drei Seherkinder von Fatima — Jacinta und Francisco — sind jung gestorben, weil es der Opferseelen bedurfte, um den Plan Unserer Lieben Frau fruchtbar werden zu lassen. Ihr Leben wurde zum Beweis dafür, dass nichts Großes ohne Leiden entsteht. Tatsächlich ist das Leid eine Hilfe für die Seelen, die zu sehr mit sich selbst beschäftigt und nicht bereit sind, sich zu öffnen. Wir sollten das Leid als etwas Normales im Leben des Menschen ansehen und es mutig und tapfer auf uns nehmen. Wir müssen in das Opfer einwilligen, um auf diese Weise dem Mythos Hollywoods vom Happy End entgegenzutreten.

Jacinta und Francisco starben nach dem Plan Unserer Lieben Frau noch im Kindesalter, wie Sie es vorausgesagt hatte. Lucia, die dritte Seherin, lebte dagegen noch viele Jahre. Aus welchem Grund mussten Jacinta und Francisco so früh sterben? Der Grund dafür ist durchaus bekannt, denn sie haben offen darüber gesprochen.
Der Grund ist darin zu sehen, dass die Muttergottes in Fatima die Menschen aufgefordert hat, ihre Leiden aufzuopfern. Es war ein Aufruf, sich als Opferseele mit dem ganzen Geheimnis von Fatima zu verbinden und durch eigenes Leid und Schmerz die übernatürliche Fruchtbarkeit zu bewirken, die Unsere Liebe Frau den Ereignissen von Fatima geben wollte. Genau dies geschah auch mit den beiden Kindern, die unter außerordentlich schwierigen und mühseligen Umständen starben und deshalb viel leiden mussten.
Diese Leiden waren deshalb notwendig, weil alle großen Werke Gottes zur Rettung der Seelen die Teilnahme des Menschen verlangen. Im Allgemeinen geschieht dies mit Hilfe von Menschen, die bereit sind zu kämpfen, zu leiden und zu beten, damit Gottes Werk in Erfüllung gehe.
Das bedeutet, dass Opfer notwendig sind, da sonst nichts Großes verwirklicht werden kann.
Die ganze Bedeutung dieses Grundsatzes wurde in Fatima besonders deutlich hervorgehoben. Unsere Liebe Frau hat direkt in das Geschehen eingegriffen und große Wunder gewirkt, besonders das „Sonnenwunder“. Sie hat dies getan, um die Tatsache zu unterstreichen, dass die Botschaft von Fatima eine der wichtigsten, wenn nicht sogar die wichtigste Botschaft ist, die es in der Geschichte je gegeben hat.
Bei dieser Gelegenheit und unter den gegebenen Umständen hat Unsere Liebe Frau das Opfer zweier Seelen verlangt, die bereit seien, sich selbst für die Erfüllung des Planes der göttlichen Vorsehung zu opfern. Damit wird deutlich, dass das Apostolat des Leidens wahrhaft unersetzlich ist und es der Kirche ermöglicht, auf die Seelen einzuwirken.
Ein deutscher Maler hat Unseren Herrn einmal als guten Hirten dargestellt, der an die Tür eines einfachen Hauses klopft. Eines Tages meinte jemand: „Sie haben aber da einen Fehler gemacht, denn die Tür hat außen keine Klinke und kann daher nur von innen geöffnet werden.“ Darauf gab der Maler zur Antwort: „Es stimmt, aber das ist kein Fehler. Diese Tür stellt nämlich das menschliche Herz dar. Jesus klopft an, aber der Riegel kann nur von innen geöffnet werden. Es gibt nun aber gewisse Seelen, die nur für sich selbst aufmachen und für sonst niemanden. In diesem Fall kann keiner etwas machen, denn sie sind wirklich verschlossen.“
Auf diese Art von Menschen können nur Gebet und Opfer einwirken. Sie öffnen sich der Gnade und finden zum Leben, wenn sie leiden und das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus mit Liebe tragen. So beginnen sie zu verstehen, dass es normal ist zu leiden. Der Mensch wird in dem Maße groß, in dem er leidet. Die großen Menschen der Geschichte sind die, die aus Liebe zu Gott großes Leid ertragen haben.
Dies meint selbstverständlich nicht nur passives Leiden, wie etwa wenn man einem andern erlaubt, uns zu schlagen. Es schließt auch aktives Leiden ein, indem man zum Beispiel die Initiative zu leiden selbst ergreift. Dies kann geschehen, indem man einer schlechten öffentlichen Meinung entgegentritt oder die Menschenfurcht bekämpft. Kurz gesagt geht es darum, das Leid uneingeschränkt anzunehmen, es furchtlos und tapfer zu ertragen und die Initiative zu ergreifen, sich für ein Ideal einzusetzen. Das bedeutet leiden schlechthin und wir sollten danach streben, dies zu tun.
Hollywoods Mythos vom Happy End erweist sich als ein großes Hindernis, wenn es darum geht, Leid und Opfer hinzunehmen. Nicht alles geht gut aus wie im Kino.
Nicht alles ist Vergnügen und Erfolg. Wir sollten daher das Leid nicht als ein siebenköpfiges Ungeheuer betrachten, das ungerufen in das menschliche Leben eindringt. Wir sollten im Gegenteil erkennen, dass ein jeder leidet und dass ein Leben ohne Kreuz wertlos ist. Der hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort geht sogar so weit zu behaupten, dass ein Mensch, der nicht leidet, um ein Kreuz bitten sollte. Wenn Gott einem Menschen nämlich keine Leiden schickt, sollte dieser um sein ewiges Heil besorgt sein.
Dies alles kommt im Opfer der seligen Jacinta und Francisco klar und deutlich zum Ausdruck.
In diesem Sinne sollten wir uns oft an sie wenden, damit sie uns bei Unserer Lieben Frau das wahre Verständnis für das Leid erwirken mögen, das für all die Gläubigen unerlässlich ist, die gern großzügige, engagierte Katholiken werden möchten.
Vortrag „Santo do Dia“ 19.06.1965