Donnerstag, 28. Juni 2018

Anbetung und Sühne


Plino Corrêa dde Oliveira

In diesen letzten Junitagen, dem Monat des Heiligsten Herzens Jesu, wäre es angebracht dass wir Katholiken uns in einem Akt der Anbetung und der Sühne dem Göttlichen Herzen zuzuwenden. Überall tobt der Kampf, in allen Nationen werden die Kräfte des Guten mit den Mächten des Bösen konfrontiert. Wie in den frühen Tagen des Christentums werden die Gläubigen zum Martyrium geführt: Einige werden gekreuzigt, andere lebendig verbrannt, andere ins Meer geworfen, andere von tierischen Menschen misshandelt, gefoltert und verstümmelt, mit dem Vergnügen den langsamen Tod ihres Opfers zu genießen. Kirchen werden zerstört, Priester getötet, die Gläubigen sind verstreut.
Auf den Befehl „Feuer!“ schießt eine Gruppe von Kommunisten am 28. Juli 1936 auf die Herz Jesu Statue, die auf dem Cerro de los Ángeles postiert ist.
Und wie wir in Spanien gesehen haben, wurde das zu Ehren des Heiligsten Herzen Jesu errichtete Nationaldenkmal auf dem Cerro de los Angeles (Hügel der Engel) beschossen, bevor es zerstört wurde. Und dermaßen erzürnte sich der Satanismus der Revolution, dass der Cerro de los Angeles von den Kommunisten in Cerro Rojo (Roter Hügel) umbenannt wurde.
Wo katholisches Leben noch möglich ist, müssen Katholiken Menschen ihrer Zeit sein und die Welt mit den gewaltigen Kräften, die ihnen zur Verfügung stehen, konfrontieren. In diesem Sinne nehmen Gebet und Buße den ersten Platz ein. In den Siegen Gottes und der Kirche sah man nie Desinteresse und Wohlergehen. Judith betete und fastete, bevor sie die Stadtmauern durchschritt, um zum Zelt des Holofernes zu gehen. Während Don Juan von Österreich in Lepanto gegen die Türken kämpfte, die das Christentum bedrohten, unterwarf sich die ganze Kirche mit dem Päpstlichen Hof strengsten Bußübungen.
Unter allen Katholiken gibt es eine innige Solidarität, die aus der Liebe unseres Herrn Jesus Christus kommt. Die Kirche ist ein einziger, lebendiger und sensibler (mystischer) Leib. Es gibt große und herrliche Teile dieses Körpers, die intensiv leiden. Wie können wir ihnen nicht unsere Unterstützung und den Trost unserer Gebete und unserer Opfer versprechen? Und warum sollten wir dem Heiligsten Herzen, dem Haupt dieses Körpers, nicht unsere Anbetung und Sühne darbringen?

Freie Übersetzung aus „Legionário“ vom 27. Juni 1937, Nr. 250, S. 2

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