Frederico Abranches Viotti
Fünfzigster Jahrestag der
„Widerstandserklärung“ gegen die Entspannungspolitik des Vatikans gegenüber
kommunistischen Regierungen.
Katholischer Widerstand gegen den Hirten, der nicht die Herde verteidigt, sondern die Wölfe bevorzugt.
In diesem kindlichen Akt „sagen wir dem Hirten der Hirten: Unsere Seele gehört Euch, unser Leben
gehört Euch.“ Befehlet uns, was Ihr wollet. Saget uns nur nicht, dass wir
unsere Arme vor dem angreifenden roten Wolf verschränken sollen.“
Vor einem halben Jahrhundert veröffentlichte die TFP eine Widerstandserklärung gegen die Ostpolitik des Vatikans, die eine Annäherung der Kirche an kommunistische Regime vorsah.
Diese Widerstandserklärung bietet uns Katholiken
des 21. Jahrhunderts die Lösung und den Weg zu bestimmten Haltungen in Rom, die
die LGBT-Agenda und andere Themen befürworten, die heute von internationalen
Organisationen wie dem Weltwirtschaftsforum und den Vereinten Nationen so sehr
gefördert werden.
Widerstand ist keine Revolte
In jenem Jahr (1974) erklärte Monsignore Casaroli,
Sekretär des Vatikanischen Rates für öffentliche Angelegenheiten, in einem
Interview, dass „die in Kuba lebenden Katholiken innerhalb des sozialistischen Regimes
glücklich sind“.
Unterdessen wurden Kardinal Mindszenty (Ungarn)
und Kardinal Slipyj, der tapfere Großerzbischof der Ukrainer, vom Kommunismus
schwer verfolgt [und schmachteten in Gefängnissen].
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Der Besuch von Papst Franziskus bei Fidel Castro, ein aktuelles Beispiel für die psychologische Demobilisierung von Katholiken angesichts der kommunistischen Gefahr. |
Aus dem Originaldokument der Widerstandserklärung
von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira, veröffentlicht von TFP am 10. April 1974,
wiederholen wir:
Die Lösung liegt im Apostel
Paulus
Ja, Heiliger Vater –fahren wir fort – der heilige Petrus lehrt uns, dass es
notwendig ist, „Gott mehr zu gehorchen als den Menschen“ (At. V, 29). Ihr
werdet vom Heiligen Geist unterstützt und – unter den im Ersten Vatikanischen
Konzil festgelegten Bedingungen – sogar vom Privileg der Unfehlbarkeit
getröstet. Dies hindert die Schwäche, der alle Menschen in bestimmten
Angelegenheiten oder Umständen ausgesetzt sind, nicht daran, Eure Handlungen zu
beeinflussen und sogar zu bestimmen. Eine davon ist – vielleicht schlechthin –
die Diplomatie. Und hier liegt Eure Entspannungspolitik gegenüber den
kommunistischen Regierungen.
Heute könnten wir als Grund für den Widerstand
„Fiducia Supplicans“ hinzufügen, ein verwirrendes und widersprüchliches
Dokument, das die Segnung „wiederverheirateter“ und LGBT-Paare vorschlägt.
Wäre ein solcher Widerstand rechtmäßig? Kirchenlehrer,
Kirchenmoralisten und Kirchenrechtler – viele von ihnen zu Ehren von Altären
erhoben – bekräftigen die Legitimität des Widerstands. Ein Widerstand, der
keine Trennung, keine Revolte, keine Erbitterung, keine Respektlosigkeit
bedeutet. Im Gegenteil, es ist Treue, es ist Einheit, es ist Liebe, es ist
Unterwerfung.
Der Widerstand des Apostels
Paulus
„Widerstand“ ist das Wort, das wir bewusst gewählt haben, da es in der
Apostelgeschichte vom Heiligen Geist selbst verwendet wird, um die Haltung des
Heiligen Paulus zu bezeichnen. Als erster Papst ergriff der Heilige Petrus
Disziplinarmaßnahmen hinsichtlich der Beständigkeit im katholischen Kult von
überlieferten Praktiken der alten Synagoge, betrachtete der hl. Paulus dies als
einen schwerwiegenden Faktor der Lehrverwirrung und der Schädigung der
Gläubigen. Dann erhob er sich und leistete „Widerstand ins Angesicht des
heiligen Petrus, [weil er im Unrecht war]“ (Gal 2,11). Dieser aber sah in der
feurigen und unerwarteten Stellungnahme des Apostels der Völker, nicht ein Akt
der Rebellion, sondern der Einheit und der brüderlichen Liebe. Und da er genau
wusste, in was er unfehlbar war und in was nicht, gab er den Argumenten des hl.
Paulus nach. Die Heiligen sind Vorbilder für die Katholiken, In dem Sinne wie
der hl. Paulus widerstand, ist unser Zustand ein Zustand des Widerstands. Und
darin findet unser Gewissen Frieden.
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Paulus widersteht Petrus ins Angesicht |
Abschluss
Seien wir sicher und überzeugt vom Erfolg des
Widerstands, der sich der selbstgefälligen Trägheit und den Fehlern der
Komplizenschaft und des Sedisvakantismus widersetzt.
In diesem kindlichen Akt „sagen wir zum Hirten der Hirten:
Unsere Seele gehört Euch, unser Leben gehört Euch.“ Schicket uns, was Ihr
wollt. Sagt uns nur nicht, dass wir unsere Arme vor dem angreifenden roten Wolf
verschränken sollen.“
Beten wir an diesem Tag besonders zu den Aposteln
Petrus und Paulus um Fürsprache für den römischen Stuhl, für Papst Franziskus,
für die Heilige, Katholischen, Apostolischen und Römischen Mutter Kirche und
für alle katholischen Gläubigen, insbesondere für die verwirrtesten, damit sie
nicht entmutigt werden, nicht den Glauben verlieren und die in die Kirche
eingedrungenen Häresien nicht akzeptieren, sondern wissen, wie man Irrtümern
widersteht.
Erinnern wir uns besonders an das hoffnungsvolle
Versprechen Unserer Lieben Frau von Fátima und bitten wir darum, dass es so
schnell wie möglich in Erfüllung geht: Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz
triumphieren.
Erinnern wir uns auch daran, dass unser Herr Jesus
Christus versichert hat, dass die Pforten der Hölle seine Kirche nicht
überwältigen werden, und wenden wir uns an den Heiligen Josef, den Schutzpatron
der Universalkirche.
Durchdrungen von diesem Geist der kindlichen Liebe
und des offenen Widerstands gegen Irrtümer hat das Institut Plinio Corrêa de
Oliveira das Buch „Synodaler Prozess: eine Büchse der Pandora“ herausgebracht, in
dem es detailliert erklärt, wie wir uns gegenüber der aktuellen Krise in der
Heiligen Kirche verhalten sollten.
Laden Sie den Artikel von 1974 kostenlos herunter HIER
Aus dem Portugiesischen „Cinquentenário da
Declaração de Resitência“ 10. April 2024.
Diese deutsche Fassung „Fünfzigster Jahrestag der „Widerstandserklärung“ gegen die Entspannungspolitik des Vatikans gegenüber kommunistischen Regierungen“ erschien erstmals in www.p-c-o.blogspot.com
© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit
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