Plinio Correa de Oliveira
“Heiliger des Tages” vom 20. Juni 1967
Auszug über den heiligen Aloysius Gonzaga, entnommen aus
Dom Guéranger, „L’Année Liturgique“:
„Gott offenbarte der heiligen Maria Magdalena von Pazzi den heiligen
Aloysius Gonzaga und machte sie auf seine außergewöhnliche Heiligkeit und sein
unbekanntes Martyrium aufmerksam; ein Martyrium der Liebe.
Die Heilige sagt: „Wie groß ist die Herrlichkeit des Aloysius, des Sohnes
des Ignatius! Ich hätte es nicht geglaubt, hätte Jesus es mir nicht gezeigt.
Ich konnte nicht glauben, dass er im Himmel solch große Herrlichkeit besaß! Wer
kann je den Wert und die Kraft innerer Bindungen erklären? Die Herrlichkeit des
Aloysius ist so groß, weil er im Verborgenen wirkte; in inneren Werken.
Ein Vergleich ist unmöglich. Aloysius richtete zu Lebzeiten seinen Blick
stets auf das Wort Gottes. Und deshalb ist er so groß.
Aloysius war ein unbekannter Märtyrer. Er war unendlich liebenswert.“ Er
wurde zum Märtyrer, weil er erkannte, dass er nicht so sehr liebte, wie er es
sich wünschte. Wie sehr er doch auf Erden liebte! Deshalb besitzt er Gott heute
im Himmel in einer unermesslichen Fülle der Liebe.
Schon als Sterblicher schoss er Pfeile der Liebe in das Herz des Wortes.
Und nun, im Himmel, ruhen diese Pfeile in seinem eigenen Herzen. Denn diese ihm
gebührende Botschaft der Göttlichkeit – Pfeile dieser Liebestaten und der
Vereinigung mit Gott – besitzt er nun wahrhaftig in Frieden“.
Es ist ein wunderschöner Kommentar. Und er hat den Wert,
ein Kommentar einer Heiligen zu sein, nachdem sie die Offenbarung der Seele des
heiligen Aloysius bekommen hat.
Sie sehen, welchen Gedanken sie hier ausdrückt. Sie sieht
den heiligen Aloysius nicht direkt unter dem Symbol der Reinheit, sondern als
Märtyrer der Liebe Gottes. So zeigt sie, dass der heilige Aloysius im Verborgenen
seines Herzens wirkte; und nur wenige Menschen erkannten das Außergewöhnliche
an ihm.
Er hatte einen Gewissensführer, einen geistlichen
Begleiter – und dieser war der große heilige Robert Bellarmin, Kirchenlehrer. Sie
sehen: ein heiliger Lehrer, der Begleiter eines anderen Heiligen ist, der im
Himmel leuchtet.
Die heilige Maria Magdalena de Pazzi sagt weiter, dass
seine höchste Herrlichkeit darin bestand, dass er vor allem unaufhörlich Taten
der Liebe zu Gott vollbrachte, die wie Pfeile waren, die er auf das göttliche
Herz abschoss; Pfeile, die vor Liebe brannten und im Himmel eine Verbindung
herstellten, eine außergewöhnliche Beziehung zwischen ihm und Gott, unserem
Herrn.
Nun, andererseits litt er auch. Und er erlitt ein wahres
Martyrium. Ein wahres Martyrium der Liebe. Denn er erlitt wahre Qualen, weil er
Gott nicht so liebte, wie Gott geliebt werden sollte, und weil er sah, dass die
Menschen Gott nicht so liebten, wie Gott es verdiente geliebt zu werden.
Man sieht auf manchen Drucken das Unbefleckte Herz
Mariens, umgeben von Dornen; es ist die Muttergottes, die leidet, weil die
Menschen Gott nicht so lieben, wie sie ihn lieben sollten. Und das große
Martyrium, die große Trauer der Muttergottes, bestand darin, den Mangel an
Liebe zu Gott bei den Menschen zu sehen.
Wenn diese Seelen unseren Herrn geliebt hätten, wenn sie
diese Unermesslichkeit des Mangels an Liebe zu unserem Herrn betrachtet hätten
– aber Mangel an Liebe bedeutet hier nicht, keine Liebe zu haben; es bedeutet
Hass – diese Unermesslichkeit des Hasses …, einen Hass gegen alles, was von
Gott, unserem Herrn, ist.
Erst heute habe ich mich zu diesem Thema geäußert. Wenn
wir die Lage der Heiligen Kirche und der Welt bedenken und welches Verdienst
unser Martyrium der Liebe hat!
Keine Gnade in nichts finden, keine Freude in nichts finden,
keine Befriedigung in nichts finden, sich nicht um seine eigene Person zu
kümmern, um die eigenen Interessen. Immer nur an diese schmerzlichen Gedanken zu
denken: Gott, so erhaben, weiß sich in unserer Nähe so klein zu machen, aus
Liebe zu den Menschen, zu uns. Das fleischgewordene Wort, die Gottesmutter, die
heilige katholische Kirche, von den Menschen gehasst. Wie gewaltig ist das, und
doch ist es wahr.
Es ist etwas, was ich nicht vollständig erklären kann.
Aber es gibt eine Umkehrbarkeit im Geisteszustand der
wahrhaft weisen Seele, die ihr eine Erhabenheit und Ernsthaftigkeit verleiht,
die in ihr jene einzigartige moralische Wirkung entfaltet, dass sie, je höher
sie steigt, einerseits stark, andererseits aber auch freundlich, zugänglich,
gütig und freudig wird.
Es ist ein Seelenzustand, den ich nicht genau definieren
kann, der aber wahre Freude in sich birgt. Solange wir so sind, kann man von
Freude sprechen. Nicht in dem Sinne, wie die Welt sie heute versteht. Freude
ist kein Geisteszustand, dessen einziger, wichtigster, notwendiger Ausdruck
Lachen ist.
Der freudige Mensch ist nicht der Mensch, der lacht. Doch
er ist ein Mensch, der eine Art Größe, ein inneres Wohlbefinden in sich trägt,
dass selbst mit den größten Qualen und tiefstem Leid bestehen kann.
Es ist ein Zustand der Erhabenheit, der Güte, der
Freundlichkeit, der ihn zu jeder Größe befähigt; vom Größten bis zum Kleinsten.
Fähig zu jeder Gewalt und aller Unnachgiebigkeit; vom Größten bis zum
Kleinsten.
Fähig auch zu aller Geduld, aller Güte, aller
Flexibilität und aller Anpassungsfähigkeit gegenüber dem, was nicht böse ist.
Denn dem Bösen müssen wir stets widerstehen. Wenn wir dem Bösen begegnen,
kämpfen wir immer und gewähren ihm weder Waffenstillstand noch Gnade. Doch wir
sind fähig zu jeder Form von Freundlichkeit, Kompromissbereitschaft und stiller
Güte gegenüber dem, was nicht böse ist.
Dahinter verbirgt sich jener Geisteszustand, der wahre
Freude ist. Nicht der Wunsch zu lachen, sondern das Gefühl, wie ein Mensch sein
sollte. Sich in Harmonie mit Gott, unserem Herrn, zu fühlen; sich in der seiner
Seele angemessenen Statur, in der seiner Seele angemessenen Proportion und in
der Erfüllung der seiner Seele angemessenen Aufgabe zu fühlen.
Hier liegt etwas, das aus Ernsthaftigkeit, Würde,
Freundlichkeit und Gelassenheit besteht. Etwas, das wenig lacht. Etwas, das
lächelt, aber nur wenig. Etwas, das auch wenig weint. Doch es besitzt eine
innere Stabilität, eine innere Gelassenheit, die das Fundament der wahrhaft
katholischen Seele bildet.
Nun, es ist dieser Geisteszustand, der in besonderem Maße
zum Leiden fähig ist, ein Geisteszustand, den nur übernatürliche Vision schenkt
und der die Seele in ein wahres Heiligtum verwandelt.
Dieser Geisteszustand, der so würdig ist, Verehrung und
Zärtlichkeit hervorzurufen; dieser Geisteszustand, der die Menschen entzücken
sollte, ist genau dieser Geisteszustand, den der moderne Mensch verabscheut. Er
hasst ihn, er meidet die Gesellschaft derer, die so sind. Es widerstrebt ihm,
sie anzusehen. Denn er muss sich in einer Art permanenter Unordnung fühlen, in
der er alles andere als das ist.
Wenn er weinerlich sein will, weint er; wenn er
sanftmütig sein will, ist er sanftmütig; wenn er gewalttätig sein will, ist er
gewalttätig; wenn er wie ein Clown grinsen will, ist er es. Sanftmütige,
weinerliche, gewalttätige, Clowns, so unterschiedlich sie auch sein mögen,
passen sich letztendlich einander an.
Obwohl sie einander angreifen, hassen sie einander nicht
so sehr wie jemanden, der jenen Geisteszustand besitzt, von dem ich vorhin
sprach – einen ernsten, sakralen Geisteszustand.
Es ist ein Zustand, der dem ähnelt, wenn die Kathedrale
Notre-Dame – sagen wir – denken und fühlen könnte. Der innere Zustand ihrer
gesamten Umgebung, die Erinnerung, das Übernatürliche, mit dem durch die
Buntglasfenster gefilterten Licht, mit der Heiligkeit zwischen den
aufsteigenden Schiffen, mit jener Geradlinigkeit, jener schlanken Leichtigkeit,
die sich nach oben erhebt, mit der Stärke der Säulen, mit dem Widerstand des
Granits; diese Kathedrale würde in sich ein Wohlbefinden spüren, das nichts anderes
vermitteln kann. Es ist etwas Unbeschreibliches, das keine andere
Geisteshaltung verkörpert.
Wir sehen es sehr deutlich im Mariensaal zum Ausdruck
kommen. Genau, der Mariensaal ist der Raum, in dem man diesen Geisteszustand
sehen und fühlen kann, und deshalb behandeln Sie diesen Raum wie ein wahres
Heiligtum. Denn dort wohnt ein Geist, der diesem gleicht. Ein Geist, der den
Geist der Mäßigung verkörpert, die Summe all dessen, was einen guten Geist
ausmacht; und der eine erhabene, doch ruhige Stabilität schenkt, die keine
Erschütterungen fürchtet und ganz auf die Ewigkeit ausgerichtet ist.
Dies sieht man im Geist des heiligen Aloysius. Und dies ist
die Seele voller Weisheit, gleichsam von innen betrachtet. Es ist das Innere
einer Seele voller Weisheit.
Hier findet sich diese großartige Beschreibung: Der heilige Aloysius, der Reine; der heilige Aloysius, der Keusche. Der heilige Aloysius hielt sich von allen maßlosen und unreinen Eindrücken fern, die ihn von seiner Erhabenheit hätten abbringen können. Seine Seele erhob sich weit über die Horizonte bloßer Reinheit hinaus.
Es steht geschrieben, selig sind die Reinen, denn sie schauen
Gott. Gott zu schauen, selbst auf dieser Erde, bedeutet, rein zu sein. Und dies
kennzeichnet die Reinen, die die Reinheit ernst nehmen, die danach streben und
die ihre Sünden im Blut des Lammes tilgen, die vollkommen makellos bleiben –
falls sie jemals einen Makel in ihrem Leben hatten.
Diese also besitzen die Seele mit der nötigen
Erhabenheit, Gott zu schauen, wie es der heiligen Maria Magdalena de Pazzi,
einer großen Mystikerin, zuteilwurde.
So verstehen wir die Größe des heiligen Aloysius im Himmel. Die Größe, die ihm gerade deshalb zuteilwurde, weil seine Seele einem Heiligtum, einer Kathedrale und einer gotischen Burg glich. So haben wir unseren großen heiligen Ludwig. Und so finden wir die Quintessenz der Tugend der Reinheit. Die Tugend der Reinheit, letztlich in der Seele.
* * * *
Außer dem heiligen Aloysius haben wir die Aufzeichnung, die ich nur lesen werde, über den heilige Leutfred. Dies ist ein Auszug aus „Ernest Hello, Physiognomie der Heiligen“:
„Ein außergewöhnlicher Heiliger, wenig bekannt, ein großartiges Vorbild für unsere lauwarme Zeit. Er wurde in Neustrien geboren; er stammte aus einer guten Familie, die er verließ, um Priester zu werden. Nach vielen Kämpfen gründete er die Abtei vom Heiligen Kreuz. Er wurde wegen seines unabhängigen Geistes verfolgt. Er empfing die Gabe der Wunder und der Prophetie. Er war äußerst streng. Weil er keine Haare hatte, verspottete ihn eines Tages eine Frau. Der Heilige sagte zu ihr: Warum machst du dich über einen Naturfehler lustig? Dein Hinterkopf soll es ebenso sein.
Bauern arbeiten am Sonntag auf dem Acker. Der Heilige hob
seine Augen zum Himmel und sprach: Herr, möge dieser Acker ewig unfruchtbar sein,
niemals trage er Korn oder Frucht! Sein Fluch war wirksam. Brombeersträucher
und Disteln bezeichneten fortan das verwunschene Feld und bedeckten es ganz.“
Großartig!
„Der heilige Leutfred besaß einen brennenden Eifer für die
Gerechtigkeit; aber noch stärker glühte das Erbarmen in ihn.“
Es ist das Prinzip, worüber wir
besprochen haben. Unermesslich gerecht, unermesslich barmherzig; die Tugenden
gehen Hand in Hand.
„Der Zorn des heiligen Leutfred durch
den er die Flammen der Nächstenliebe entfachte. Die Kraft seiner Verwünschungen
und die Kraft seiner Liebe, seine Liebe zu den Armen, sein Hass auf
Ungerechtigkeit, sind die beiden parallelen Linien, die sein Leben prägten.
Einer seiner Ordensbrüder war
gestorben; und bei ihm fand man drei Münzen. Er hatte sein Armutsgelübde
gebrochen. Leutfred befahl, ihn auf profanem Boden zu bestatten.“
Wunderbar!
„Danach zog er sich für vierzig Tage in
Exerzitien zurück; er betete und weinte um die Seele dessen, den er scheinbar
verstoßen hatte.“
Sehen Sie. Die vermeintlich
verständnisvolle Haltung wäre: „Ach, der Arme, vergib ihm!“ Nein! Er befiehlt,
ihn in profaner Erde zu begraben, doch damit nicht genug. Er begibt sich auf
eine spirituelle Einkehr. Er folgt dem Beispiel unseres Herrn Jesus Christus.
„Und nach diesen Tagen offenbarte ihm
der Herr, dass seine Barmherzigkeit die Seele erlöst hatte, die seine
Gerechtigkeit verurteilt hatte.“
Das Höllenurteil aufgeschoben
aufgeschoben, bis dieser Heilige seine Buße vollbrachte.
Manche werden einwenden: „Aber wenn er
schon tot war …“ Das stimmt. Aber wer weiß, ob Gott die Seele nicht bis zum
Abschluss der Buße mit dem Leib vereint gelassen hat? Wer weiß das? Wer kann
Gottes Barmherzigkeit ermessen? Wie sehr unterscheidet sich das doch vom
Liberalismus! …
„Sein Zorn gegen den Teufel war
gewaltig.“
Die Menschen fürchten sich vor dem
Teufel, anstatt Versuchungen zu widerstehen. Ich habe nur wenige Menschen
gesehen, die den Teufel mit Hass bekämpfen, also mit Wut gegen ihn ankämpfen.
Ich habe das nur bei sehr wenigen erlebt.
Wir sollten den Teufel hassen. Und wenn
er uns nahekommt, sollten wir einen größeren, brennenden Hass empfinden als
gegen jeden anderen Menschen auf Erden. Denn er ist der erklärte Feind Gottes,
der erklärte Feind unserer Seele, der alles Böse begehrt; und wenn wir in
Versuchung geraten, sollten wir ihm mit einem kämpferischen Hass begegnen, wie
der Erzengel Michael.
Wie gut ist das eigerichtet, wie man so
sein soll.
„Einst kam ein Mönch in seine Zelle, um
ihn zu warnen, dass der Teufel in der Kirche sein Unwesen treibe. Der Heilige
erkannte seinen alten Feind, eilte zur Kapelle und bekreuzigte die Türen und
Fenster, als wolle er die Ausgänge versiegeln.“
So ist es richtig; zuerst alles
verriegeln. Der Teufel soll sich in Acht nehmen. Das ist weise. Wir könnten ein
Bild des heiligen Leofred anfertigen, denn er ist überaus prächtig! Es erfüllt
meine Seele!
„Und er ging auf den zu, der dem Teufel
ähnelte, und schlug mit Zorn“.
Das ist es, großartig!
„Der Teufel wollte fliehen, doch die
Ausgänge waren alle versperrt. Der Körper, den er sich angeeignet hatte, hätte
sich plötzlich auflösen können. Doch es scheint, als sei ihm dies verwehrt
worden. Gott wollte ihn durch die Schläge des heiligen Leutfred demütigen.“
Gibt es etwas Besseres als dies? Ich
finde es erstaunlich: materiell gegeben, spirituell gefühlt; und unter dem
Zeichen des Kreuzes. Denn die Seele des Teufels ist fähig, den Schmerz zu
empfinden, den die Schläge des Heiligen verursachen. Denn Feuer, das materiell
ist, verbrennt die Seele des Teufels. Genau wie im Übrigen im Fegefeuer das
Feuer die Seelen verbrennt, die dorthin kommen.
Der heilige Leutfred schlug auf den
Körper ein, den der Teufel benutzt hatte.
Und diese Schläge – welch eine
Demütigung! Sie quälten den Teufel wahrlich. Es quält ihn, wenn wir schlecht
über ihn reden. Wenn wir ihm ein paar Schläge versetzen und seine Qualen
vergrößern können, ist das gut, das ist gut. Besonders, wenn er angreift. Peng!
Wir kontern und geben der Muttergottes die Ehre, dass unser Hass auf ihn größer
ist als sein Hass auf uns.
„Gott zwang ihn, durch den Glockenturm zu fliehen, damit
er seine Niederlage sühnen konnte.“
Stellt euch das vor! Gezwungen, unter
den Schlägen durch den Turm zu fliehen. Und ich möchte sehen, wie der heilige Leutfred
den letzten Schlag ausführt.“
Ich stelle ihn mir vor, alt, mit weißem
Bart, weißem Haar, aber noch immer sehr gut erhalten; mit braunen Augen. Doch
stark; eindringlich mit einer einzigartigen Gelassenheit und einem tiefen Hass.
Und diese Marionette stöhnt und keucht, bis man sie schließlich durch den Turm
fliehen sieht. Unerbittlich.
Es wäre lohnenswert, in eine Haus
unserer Bewegung eine Kapelle einzurichten, die dem heiligen Leutfred geweiht
ist.
Hätte ich die Ehre – die ich nicht
verdiene –, die Farm Morro Alto zu besitzen, würde ich vorschlagen, ihn
zusammen mit der heiligen Therese vom Kinde Jesu zum zweiten Schutzpatron der
Farm zu ernennen. Sie würden ein perfektes Ensemble bilden.
Ich habe von Sühne gesprochen, ich habe
von der Vereinigung mit der Muttergottes gesprochen. Merkt euch gut: Es gibt
keine Sühne und keine Vereinigung ohne den Zorn, der aus Liebe geboren ist.
Wollen wir die Intensität unserer Liebe messen? Lasst uns für die Intensität
unseres Zorns kämpfen. Denn nur so zählt unser Zorn.
Und vollkommener Zorn gleicht
vollkommener Liebe. Vollkommene Liebe erfasst alles. Vollkommener Zorn erfasst
alles. Vollkommene Liebe nährt sich nur vom Zorn, und vollkommener Zorn nährt
sich ebenfalls nur von der Liebe. Vollkommene Liebe lebt von der Betrachtung
des Liebenden, und vollkommener Zorn lebt von der Betrachtung dessen, was
hasst. Und der Akt der Liebe ist die Vollkommenheit der Liebe; der Akt des
Zorns ist die Vollkommenheit des Zorns.
Dringend zu urteilen, vorausschauend zu
urteilen, laut zu urteilen, spektakulär zu urteilen, vollständig, so dass dem
Gegner nichts mehr bleibt – das muss im Hinblick auf die Revolution geschehen,
ein Ausdruck eines Zorns, der niemals schläft.
Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Das
kann man von der Liebe sagen. Es ist wie bei einer Mutter mit einem sehr
kranken Kind; sie schläft, aber ihr Herz schläft nicht.
Wir sollten von uns sagen können: Wir
schlafen, aber unser Hass auf den Teufel schläft nicht. Und dass wir selbst im
Schlaf eine lebendige Fackel des Hasses gegen die Revolution und gegen die
Feinde der Gottesmutter sind.
Und dann könnten wir sagen: Ich
schlafe, doch mein Herz wacht und wartet auf den Augenblick, in dem ich die
Gottesmutter noch mehr verherrlichen kann.
Aus dem Portugiesischen mit Hilfe vom Google Übersetzer
Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals
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