Sonntag, 25. September 2022

Der heilige Kasimir, wahrscheinlich Sühneopfer für Polen

 


      Heute ist das Fest des Heiligen Kasimir, Bekenner. Er war der Sohn von König Kasimir IV. von Polen und lebte am Hof seiner Eltern. Er zeichnete sich durch Eifer, Verbreitung des Glaubens und Reinheit aus. Er starb im Alter von fünfundzwanzig Jahren, im fünfzehnten Jahrhundert.

      Zum heiligen Kasimir können wir uns fragen, welchen Sinn der frühe Tod eines jungen Mannes haben soll, der zum König berufen zu sein schien. Im Alter von fünfundzwanzig Jahren starb er als Heiliger und war fähig, König eines heiligen Reiches zu sein. Wie können wir die Pläne der Vorsehung auf diese Weise erklären?

      Es ist ganz einfach. Gott tut nichts, was nicht sinnvoll ist. Die Bedeutung dieser Aussage kann nur zwischen zwei Hypothesen schwanken: Erstens, Polen hat diesen König zur Strafe nicht verdient und Gott hat seinen König vorzeitig genommen. Wir dürfen nicht vergessen, dass schlechte Könige oft Strafen für schlechte Völker sind. Und dass man sogar vom Standpunkt der Vorsehung aus sagen kann, dass der böse König, der böse Bischof, der böse Papst oft nicht so sehr die Ursache für die Schlechtigkeit des Volkes sind als vielmehr die Frucht der Schlechtigkeit des Volkes; und dass Gott deshalb oft heilige Päpste, heilige Könige, heilige Bischöfe vorzeitig von der Regierung entfernt, um das Volk zu bestrafen. Betrachten wir zum Beispiel die lange Regierungszeit von Leo XIII. und dann die rasche - so rasche und doch so fruchtbare und außergewöhnliche - Regierungszeit des heiligen Pius X. Da haben Sie das große Geheimnis der Geschichte vor Augen.

      Eine andere Hypothese ist, dass Gott beschlossen hat, das Leben des hl. Kasimir als Sühneopfer für Polen zu verwenden. Polen verhielt sich damals nicht gut, und so wie Gott die heilige Theresia vom Kinde Jesu als Sühneopfer der barmherzigen Liebe erwählt hat, könnte er auch den heiligen Kasimir durch Seine Gerechtigkeit oder durch Seine Barmherzigkeit als Sühneopfer für das Königreich Polen erwählt haben. Dies sind Hypothesen, die uns jedoch zeigen, dass es in der Geschichte nichts gibt, was nicht der göttlichen Weisheit unterliegt, und dass selbst die unergründlichsten Tatsachen letztlich eine Erklärung in der Weisheit Gottes finden müssen.

 


Plinio Correa de Oliveira, Vortrag „Heiliger des Tages“: „Der hl. Kasimir, wahrscheinlich Sühneopfer“ am 4. März 1969.

Aus dem Portugiesischen übersetzt mit DeepL-Übersetzer (kostenlose Version). Der Originaltext ist die Abschrift der Aufzeichnung des Vortrags, die vom Urheber nicht revidiert wurde.

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Diese deutsche Fassung erschien erstmals in www.p-c-o.blogspot.com

Mittwoch, 14. September 2022

Beharrlichkeit im täglichen Gebet des Rosenkranzes

 

    Meine Lieben! Heute stelle ich mal eine Frage zum Gesprächsthema: Wer hat heute noch nicht das Gebet des Rosenkranzes beendet? Zwei. Ich schlage vor, dass diese sich zurückziehen und den Rosenkranz vervollständigen, damit es für sie nachher nicht zu spät wird.

     Hieraus können wir eine Folgerung ziehen:

     Wir geben den wichtigsten Dingen, einen Ehrenplatz! Und ein Ehrenplatz für uns ist unsere Verbindung zur Muttergottes.

     Stellen Sie sich einen Mann vor, der ins Meer gefallen ist, hält sich aber an ein Seil, das am Schiff befestigt ist, sonst würde er verloren gehen. Nun frage ich: Welche Bedeutung misst der Mann diesem Seil bei? Es besteht keine Gefahr, dass er Ruhe verliert, er achtet aber nicht auf die Sonne, noch auf die Fische, noch auf das Schiff... Er achtet nur auf das Seil!

     Die Gottesmutter ist unser Seil zu unserem Herrn Jesus Christus! Wir wissen genau, dass sie die Mittlerin aller Gnaden ist. Das heißt, dass wir alles, worum wir bitten, nur und immer durch sie erhalten. Alles, was unser Herr gibt, gibt er durch sie. Theologen gewöhnen zu sagen, das, was alle Heiligen im Himmel ohne sie erbitten, würden sie nicht erhalten, sie allein aber erhält alles auch ohne das zutun aller Heiligen. So mächtig ist die Rolle ihrer Bitte, ihres Gebets.

     Deshalb trägt sie eine sehr schöne Bezeichnung: Mediatrix - Mediatrix ist diejenige, die in der Mitte oder dazwischen steht, die vermittelt, die als Mittlerin fungiert – Mediatrix Omnipotens, das heißt, Allmächtige Fürsprecherin. Sie selbst ist nicht allmächtig, nur Gott ist allmächtig. Aber ihre Gebete sind allmächtig, denn Gott gibt ihr alles, worum sie bittet.

     Und so gibt es für uns nichts Wichtigeres, als unsere Verbindung zu ihr ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Und dazu gehört das tägliche Gebet des Rosenkranzes.

     Jemand könnte sagen: „Aber Herr Dr. Plinio, Sie drücken sich schlecht aus. Denn die Kommunion ist notwendigerweise wichtiger als der Rosenkranz“. Ja, in der Tat, wenn man es genau betrachtet, ist es das auch. Wenn ich aber die Heilige Kommunion empfange und keine Andacht zur Muttergottes habe, werde ich die wahre Andacht zur Muttergottes und selbst zum Allerheiligsten Sakrament nicht erlangen. Aber wenn ich die Muttergottes verehre und die heilige Kommunion aus irgendwelchen Gründen nicht empfangen kann, werde ich die heilige Kommunion sobald empfangen können!

     So steht Gott, der Herr, zwar unendlich hoch über der Gottesmutter, aber der Weg um Ihn zu erreichen, ist die Gottesmutter.

     Und deshalb rate ich sehr dazu, den Rosenkranz zu einer bestimmten Stunde des Tages zu beten. Dass wir zu dieser bestimmten Tageszeit alles stehen und liegen lassen und den Rosenkranz beten. Mein Rat ist, dass wir in Bezug auf den Rosenkranz gute Zahler sein sollten, und nicht nachlässige Zahler. Ein säumiger Zahler zahlt heute ein bisschen, in zwei Wochen wieder ein bisschen, in einem Monat wieder ein bisschen, und selbst dann bittet er um einen Aufschub, ich weiß nicht was, usw. usw.

     Wir sollten mit der Gottesmutter nicht so umgehen: über den ganzen Tag lang Rosenkranzteile in den Himmel tropfen lasen. Das Schöne ist das Gegenteil: den Rosenkranz zu beginnen und ihn dann zu beenden! Das ist das Schöne, das ist das Perfekte. Obwohl mein Leben sehr ausgefüllt ist, mache ich das jeden Tag. Jeden Tag! Jedenfalls wissen Sie, dass ich jeden Tag, wenn ich nicht gerade erkältet bin - das ist meine chronische Krankheit -, mich mit dem Auto ausfahren lasse, um den Rosenkranz zu beten. Und wenn ich nicht rausgehe, weil ich nicht rausgehen kann, bete ich den Rosenkranz zu Hause, sobald ich meine Mittagsruhe beendet habe, was auch immer passiert.

     Ich würde gerne wissen, dass meine Kinder das Gleiche tun! Aber Sie haben einen enormen Vorteil! Ihr lebt in Häusern, in denen das Allerheiligste Sakrament vorhanden ist. Es gibt keinen besseren Ort, um den Rosenkranz zu beten, als vor dem Allerheiligsten Sakrament. Am besten ist es also, vor dem Allerheiligsten zu beten.

     Dies ist jedoch keine Verpflichtung. Es gibt bestimmte Tage, an denen man es vorzieht, den Rosenkranz im Gehen zu beten; oder man zieht es vor, den Rosenkranz vor einem Bild der Muttergottes zu beten, oder auf irgendeiner anderen Art. Wir müssen mit der heiligen Freiheit der Kinder Gottes handeln, wir dürfen uns nicht wie an einer Leine führen. Wir sollten ... mit einer gewissen Gütigkeit uns selbst gegenüber handeln, mit einer gewissen Freiheit. Aber ich ziehe es vor, wann immer möglich, vor das Allerheiligste Sakrament zu gehen und zu beten.


     So ist es nun, heute habe ich die Frage gestellt und Sie haben mir die Antwort gegeben. Am Ende werde ich einen Kommentar zu der Antwort machen. Der Kommentar ist folgender: Ich bin mir sehr sicher, dass alle, die den Rosenkranz noch nicht gebetet haben, sich nicht bettfertig machen und dann im Bett den Rosenkranz beten werden... Sie wissen, was das Ergebnis ist, nicht wahr? Man fängt an zu schlafen, und im besten Fall wacht man um 5, 6 Uhr morgens auf, um ein weiteres Stück des Rosenkranzes zu beten, und man träufelt den Rosenkranz in der Nacht ab, so wie man ihn tagsüber abgetropft hat. Das ist nicht gut.

      Man sollte, im Gegenteil, den Rosenkranz beten, bevor man sich auszieht. Beten im Schlafanzug ist auch nicht gut. Vor einer Königin trägt man keinen Schlafanzug! Tragt den Habit! Sie haben so einen schönen Habit! Stellt euch eurer Königin vor, gekleidet in der Tracht ihrer Armee. Das ist doch viel schöner. Sie erhört uns besser. Und zwar bevor ihr in eure Zelle geht, bevor ihr das Gesicht wäscht, bevor ihr irgendetwas tut, betet den Rosenkranz zu ende.

     Wenn Sie wollen, können Sie hier drinnen eine Weile bleiben; die Kapelle ist wohl schon geschlossen, glaube ich. Bleibt hier und geht drinnen auf und ab, geht ein bisschen im Hof spazieren, was immer ihr wollt. Aber, aber, aber, betet den Rosenkranz! Und betet ihn noch heute vollständig, wer ihn unglücklicherweise noch nicht vollständig gebetet hat.

     Jemand würde sagen: „Herr Dr. Plinio, aber es wäre viel freundlicher, wenn Sie sagen würden, dass Sie uns den fehlenden Teil des Rosenkranzes erlassen ...“. Nein, nein... Ich werde einem Sohn, der darauf angewiesen ist, nach dem Seil zu greifen, nicht sagen: „Mein Sohn, heute bist du müde, greife nicht nach dem Seil, lass dich treiben!“. Das ist keine Freundlichkeit.

     Lasst uns also alle gemeinsam den Rosenkranz beten, ich habe meinen schon gebetet, die große Mehrheit hat ihn schon gebetet.... Es sind nur noch einige wenige, die ihn noch zu beten haben. Betet, und betet für uns.

     Ich habe bereits beim Mittagessen gesagt, dass wir vorsichtig sein müssen. Beten wir also alle zusammen drei Ave Maria, damit die Gottesmutter es denen, die noch nicht alles gebetet haben, leicht macht, den Rest des Rosenkranzes zu beten! Und sie möge uns die Gewohnheit geben, jeden Tag vor Einbruch der Nacht den Rosenkranz komplett gebetet zu haben.

Lasst uns also zusammen beten.

     (Es werden 3 Ave Maria gebetet)

     Regina Sacratissimi Rosarii, ora pro nobis.

     (Königin des heiligsten Rosenkranzes, bitte für uns.)

 

 

Aus dem Portugiesischen übersetzt mit Hilfe von Deepl-Übersetzer (kostenlose Version) von „Insistência em rezar o Rosário diariamente“ in einer Gesprächsrunde mit jüngeren Mitgliedern.

Diese deutsche Fassung „Beharrlichkeit im täglichen Gebet des Rosenkranzes“ erschien erstmals in  www.p-c-o.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Dienstag, 13. September 2022

Leidenschaft für die Wahrheit

 

      Im Folgenden geben wir einen Brief von Plinio Corrêa de Oliveira mit Ratschlägen zum geistigen Leben an einen jungen Mitarbeiter wieder. Diese Ratschläge können mutatis mutandis für alle nützlich sein, die für die Verteidigung der Wahrheit kämpfen.



Mein Lieber Freund,

      ich habe den Brief, den Du mir geschickt hast, mit großer Anteilnahme gelesen.

      Nimm es mir nicht übel, wenn ich dir sage, dass ich mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte, als ich las, dass du ein Mann wie ich werden wolltest. Ich versichere Dir in aller Aufrichtigkeit, dass Du davon nichts haben werdest, ganz im Gegenteil. Wenn ich Dir etwas Gutes wünschen kann, dann, dass dies nicht geschieht. Außerdem hat jeder von uns eine einzigartige und unverwechselbare Persönlichkeit und ist von Gott berufen, sein eigenes Ideal der Vollkommenheit zu erreichen. Von uns wird die Treue zur Wahrheit verlangt, die in uns ist, und dies ist für uns alle der einzige Weg, die Wahrheit zu erlangen.

Nur die Leidenschaft für die Wahrheit rechtfertigt die Existenz von Philosophen und Schriftstellern

      Apropos Wahrheit: Hier kommen wir zum entscheidenden Punkt all dessen, was Du mir in Deinem Brief mitteilst. Die Welt ist voll von Philosophen und Schriftstellern, aber es gibt nur eine Sache, die ihre Existenz rechtfertigt: die Leidenschaft für die Wahrheit. Ohne diese Leidenschaft sind Bücher und Philosophien nichts als Eitelkeiten, sehr gefährliche Eitelkeiten, die das Feuer auf der Erde entzünden und die Flammen der Hölle anfachen.

      Wer die Leidenschaft für die Wahrheit hat, ist bereit, sich ohne jede Einschränkung zu entäußern. Er wird die verführerischsten Ideen, die raffiniertesten Systeme, die tiefsten und leuchtendsten Erklärungen, die wertvollsten Intuitionen, die höchsten Befriedigungen der Intelligenz und schließlich die fesselndsten Formulierungen und die ästhetisch glücklichsten Bilder opfern, um streng die Wahrheit zu suchen und zu offenbaren, nur die Wahrheit, die für unseren menschlichen Zustand immer schwer ist, weil sie wesentlich transzendent ist.

Wer die Leidenschaft für die Wahrheit besitzt, setzt sich der Antipathie der Menschen aus

      Und nicht nur das. Die Wahrheit wurde nie von den Menschen hochgeschätzt, sie wird in unseren Tagen geradezu verachtet. Die Wahrheit ist eine und unveränderlich, aber die Menschen lieben das bunte Spektakel der aufeinanderfolgenden Scheinbilder; die Wahrheit ist ewig, aber die Menschen folgen den Moden; die Wahrheit ist ernst, und die Menschen sind frivol; die Wahrheit weist auf die Pflicht hin, während die Menschen Vergnügungen suchen; schließlich ist die Wahrheit hart, und die Menschen haben kein Schneid.

      Wer also die Leidenschaft für die Wahrheit hat, setzt sich notwendigerweise der Antipathie der Menschen aus, aber er wird die Wahrheit den zeitlichen Gütern, der Karriere, dem Ruhm und dem eigenen Ansehen vorziehen. Er wird von denjenigen verfolgt und angeklagt werden, die die Wahrheit prostituieren, indem sie sie zu einem einfachen Instrument ihrer Einbildung und Gier machen.

      Aber das ist noch nicht alles. Die Leidenschaft für die Wahrheit kann ihn dazu bringen, jahrelang zu schweigen, während andere sich mit ihren literarischen und philosophischen Werken vor den Augen der Öffentlichkeit und der Kritik profilieren. Er wird jedoch schweigen, bis der einzige Grund auftaucht, der ihn dazu bringt, sich zu offenbaren: um Zeugnis für die Wahrheit zu geben.

      Angesichts dessen, was ich soeben gesagt habe, könntest Du erwidern, dass ich nicht den Weg der Philosophie, sondern den der Heiligkeit aufgezeigt habe. So ist es. Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die geistliche Vollkommenheit für diejenigen, die die Berufung zu philosophischen Studien haben, Leidenschaft für die Wahrheit heißt. Für uns Katholiken ist die Wahrheit nicht nur eine erkenntnistheoretische oder metaphysische Frage, sondern sie ist die zweite Person der Heiligsten Dreifaltigkeit, das Wort Gottes, das Fleisch geworden ist, um uns zu erlösen.

      Und nun, da wir an diesem Punkt angelangt sind, können wir die Schlussfolgerungen ableiten, um die speziellen Fragen zu beantworten, die Du mir in Deinem Brief vorgeschlagen hast.

Das intellektuelle Leben ist eng mit dem geistlichen Leben verbunden und hängt von ihm ab

      Die erste ist, dass es keinen Unterschied zwischen Deinem geistlichen Leben und Deinem intellektuellen Leben geben darf. Da Du sagst, dass Du in allem den Willen Gottes tun willst, und du glaubst, dass du eine Berufung für philosophische Studien hast, dann mach dir keine Sorgen über die Zukunft oder darüber, wie du deinen Lebensunterhalt verdienen wirst: Erfülle deine Pflichten gewissenhaft und hoffe auf die Vorsehung. Hab Vertrauen, Gott vergisst diejenigen nicht, die ihm dienen.

      Aber Er prüft normalerweise das Vertrauen seiner Diener. Wenn Dir dies widerfährt, fühle Dich nicht im Stich gelassen: Dies sind die normalen Wege der Vorsehung. Wenn alles verloren oder gefährdet scheint, kommt die Lösung. Erwarte aber keine endgültigen Lösungen. Es wird immer ein gewisser Spielraum für Unsicherheit und Risiko bleiben. Das ist auch notwendig, denn Gott will, dass wir nur auf ihn vertrauen und nicht auf menschliche Machenschaften.

      Andererseits dürfen wir die Tatsache nicht aus den Augen verlieren, dass wir in dieser Welt im Exil leben und dass das gegenwärtige Leben provisorisch und unsicher ist. Es gibt also keine endgültigen Situationen auf dieser Erde, und wir sollten sie auch nicht anstreben. Wir müssen aus dem Glauben leben, und der Glaube ist notwendigerweise verborgen, da sein Gegenstand für die natürliche Vernunft unsichtbar und unzugänglich ist. Der heilige Petrus, der auf dem stürmischen Meer wandelte, ist das Bild für das christliche Leben. Ich weiß, dass dieser Weg schwierig ist. Es ist der schmale Weg des Heils, den unser Herr aufgezeigt hat. Es gibt keinen anderen.

Vermeidung einer Trennung zwischen Denken und Leben

      Zweitens musst Du, was Dein Studium betrifft, sorgfältig jede Trennung zwischen Denken und Leben vermeiden. Die Philosophie kann nicht wie jemand behandelt werden, der ein geometrisches Theorem löst. Mit anderen Worten: Der Philosoph kann sich nicht bequem „außerhalb“ der Philosophie positionieren und sie mit Eleganz und Distanz aufbauen. Im Gegenteil, er, sein Leben, sein Schicksal, das Schicksal der Menschheit, sind in den Verlauf der philosophischen Fragen verwickelt. Der Philosoph selbst muss das erste philosophische Problem sein, um das es geht, denn durch sein Wesen aus Fleisch und Blut steht der Philosoph mit seinen Füßen in der Wirklichkeit.

      Daher muss der Philosoph nicht nur über eine scharfe und entwickelte Intelligenz verfügen, sondern es ist unabdingbar, dass er eine reiche, kraftvolle und starke Persönlichkeit hat, in der die ganze Wirklichkeit weithin widerhallen kann. Um diese Stärke und Tiefe der Persönlichkeit zu erreichen, scheint es mir nützlich zu sein, dass Du neben den eigentlichen philosophischen Studien, über die ich später sprechen werde, Deinen Geist im Kontakt mit den großen Werken kultivierst, in denen bestimmte grundlegende Eigenschaften der menschlichen Seele zum Ausdruck kommen und deren häufiger Besuch eine unübertreffliche Erweiterung des Blicks auf alle Probleme bewirkt. Virgil, Dante, Shakespeare, die französischen Klassiker, sind in diesem Sinne zu verstehen. Nicht, dass sie untadelig wären, wohlgemerkt. Aber in ihnen allen fließt der herrliche Atem, der den Menschen groß macht.

      Ich sage auch nicht, dass Du solche Werke systematisch studieren solltest. Weit gefehlt. Es geht nicht darum, zu studieren, eine Aufgabe zu erfüllen, sondern zu genießen, zu verkosten. Wähle unter ihnen diejenige aus, die Dir am besten gefallen. Du kannst auch variieren, indem Du mal bei einer Passage des einen, mal bei einer Passage des anderen Textes eine Pause einlegst. Die Freiheit ist vollständig. Wichtig ist es, dass sie im Original gelesen werden.

      Es ist nicht nur die Lektüre großer literarischer Werke, die zum angestrebten Ziel führt, sondern auch die Betrachtung großer Gemälde und das Hören der Musik großer Meister wie Bach oder Händel. Bei alledem muss jedoch jeder seiner eigenen Neigung folgen, und ich möchte hier eher vorschlagen als beeinflussen.

Der hl. Thomas ist klarer als viele seiner Kommentatoren

      Um nun zu Deinen Studien zu kommen, muss ich sagen, dass ich die Unzufriedenheit und Verwirrung, die einige zeitgenössische Autoren, die sich als Thomisten ausgeben, bei Dir hervorgerufen haben, voll und ganz verstehe. Diese Autoren sind weder echte Philosophen noch Thomisten, und das Beste, was Du tun kannst, ist, sie vorerst beiseite zu lassen. Sie können Deinen Verstand nur verwirren und Dich auf gefährliche Pfade führen.

      Was Maritain betrifft, so ist er nur ein Vulgärwissenschaftler mit literarischen Qualitäten, aber ohne wissenschaftliche Seriosität. Diejenigen, die ihm folgen, sind oberflächliche Mentalitäten, die sich von seinen lyrisch-metaphysischen Formeln befriedigen und einlullen lassen, die einer genaueren Analyse nicht standhalten, weil sie bald die Ungenauigkeiten, Zweifel und Zweideutigkeiten offenbaren, mit denen sie beladen sind. Als ich in Deinem Alter war, gestehe ich, dass ich mich verführen ließ, weil sie meine Empfindsamkeit anregten. Aber Gott schenkte mir die Gnade, rechtzeitig zu erkennen, welches Gift sie enthielten.

      Wenn man mit den wirklichen Philosophen in Berührung kommt, schämt man sich für das müßige, inkonsequente, alberne und anmaßende Geschwätz gewisser pseudothomistischer Philosophen unserer Tage, die nichts anderes tun, als den Thomismus zu entstellen, indem sie ihn an die neuesten Moden anpassen (die sie nicht einmal verstehen), während sie die tiefsten Gedanken des heiligen Thomas mit der offenkundigsten Inkompetenz übersehen.

      Gehe direkt zur Quelle. Versuche, dich mit den Texten des heiligen Thomas vertraut zu machen. Keine Angst, der Doctor Angelicus ist klarer als nicht wenige seiner Kommentatoren. Alles hängt davon ab, sich an seinen Stil und vor allem an seine Disziplin zu gewöhnen. Dies wird jedoch nicht schwierig sein, vorausgesetzt, wir haben Einsatz und Demut.

      Für den Anfang empfehle ich Dir die Prima aus der Summa und das De Veritate. Lasse in der Prima die Fragen 2, 23 und 24 weg. Was das De Veritate betrifft, so gehe vorerst nicht über Frage 3 hinaus. Beginne nicht mit einem systematischen Studium, sondern tue das, was ich in Bezug auf die klassischen Werke empfohlen habe. Denke daran, dass es noch nicht darum geht, den heiligen Thomas zu lernen, sondern mit ihm vertraut zu werden. Wenn also ein Text Deiner Intelligenz einen größeren Widerstand entgegensetzt, bestehe nicht darauf, sondern suche nach einem anderen, der einfacher ist.

      Und nun möchte ich eine noch wichtigere Feststellung machen: Meditation und Reflexion sind mehr wert als Lesen. Versuche also, die Dinge so weit wie möglich selbst zu lösen, anstatt nach vorgefertigten Lösungen zu suchen. Halte Dich vor allem ausschließlich an die Texte des heiligen Thomas und lese nicht die Erläuterungen am Ende der Seite. Wenn Du Dich auf diese Weise an den Geist des heiligen Thomas gewöhnt hast, können wir an etwas anderes denken.

Authentisches geistliches Leben: die einzige Nahrung der Intelligenz

      Schließlich kommen wir zur letzten Schlussfolgerung, die von größtem Gewicht ist. Der wahre Philosoph ist nur möglich, wenn er sein Denken und seine Persönlichkeit von einem authentischen spirituellen Leben nährt. Mir scheint, dass die beste Grundlage immer noch die Exerzitien des heiligen Ignatius sind, mit der natürlichen Ergänzung der Nachfolge Christi. Gemäß der Orientierung, die ich meinen Vorschlägen gegeben habe, solltest Du vorzugsweise nur Originaltexte suchen, und zwar nur die Texte, keine Kommentare. Da die katholische Frömmigkeit grundsätzlich marianisch inspiriert ist, solltest Du stets die hervorragenden Werke des heiligen Ludwig Maria Grignion von Montfort zur Hand haben, und zwar möglichst alle.

Der Teufel fischt in den trüben Gewässern der Nervosität

      Ich denke also, dass ich die Schwierigkeiten, die Du mir in Deinem Brief dargelegt hast, nach bestem Wissen und Gewissen beantwortet habe, nachdem ich Gott um das Licht für eine so verantwortungsvolle Aufgabe gebeten habe. Du wirst in dieser meiner Antwort sicherlich viele Mängel finden: das ist der Teil des Menschen. Aber Gott wird die Unzulänglichkeiten ausgleichen, wenn man sich vertrauensvoll an ihn wendet.

      Sei zunächst einmal ruhig und gelassen. Ich glaube, in Deinem Brief eine gewisse Aufregung erkannt zu haben. Versuche, Dich nicht aufzuregen. Die Nervosität ist das trübe Gewässer, in dem der Teufel fischt, und er ist ein Meister darin, die Nerven zu reizen und das Gewissen zu quälen, indem er durch Einbildungen, Einflüsterungen, Anstiftungen, aber auch durch direkte Einwirkung auf den Körper, in welchem er körperliche Empfindungen wie Unbehagen, Angst, Widerwillen, Herzklopfen und anderes hervorruft. Lasse Dich von all dem nicht beeindrucken. Schau geradeaus, zu den Herzen Jesu und Mariens, und gehe zuversichtlich über die stürmischen Wellen.

      Und hier stehen wir, meine Freunde und ich, zu Deiner Verfügung für alles, was Du brauchst. Mache keine Umstände. Und vergesse mich nicht in Deinen Gebeten.

Dein in Jesus und Maria,

 


 Aus dem Portugiesischen übersetzt mit Hilfe von Deel-Übersetzer (kostenlose Version) von
 „Conselhos sobre vida intelectual“ in https://pliniocorreadeoliveira.info/OUT_001960_conselhosvidaintelectual.htm#.YyB-e2zMLIU

Diese deutsche Fassung „Leidenschaft für die Wahrheit“ erschien erstmals in  www.p-c-o.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Montag, 12. September 2022

Königin Elisabeth II. (1926 - 2022)

 


Paulo Roberto Campos

      Das britische Volk und das gesamte Vereinigte Königreich sind in Tränen aufgelöst, ebenso wie ein Großteil der Welt, da die britische Königin an diesem traurigen Tag, dem 8. September, von uns gegangen ist, wie ein Stern ersten Ranges, der die Welt weniger hell erscheinen lässt.


8.9.2022 - Das britische Volk versammelt sich vor dem Buckingham Palast, um seiner geliebten Königin zu gedenken - eine beeindruckende Demonstration der Verehrung.

      Als Hommage an Königin Elisabeth II. folgt hier ein Auszug aus einem Artikel von Plinio Corrêa de Oliveira für die Zeitschrift Catolicismo aus dem Jahr 1952 (Ausgabe Juni 1952).

      Der Autor unterstreicht die Tatsache, dass - trotz des egalitären Geistes, der alle Völker während eines revolutionären Prozesses von fünf Jahrhunderten infiziert hat - alles, was sich um Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen, Kronen und Throne, Paläste und Schlösser dreht, die Tiefen der Seele fast aller Menschen berührt und sie erhebt und begeistert.


Briefmarken zu Ehren der Regierungszeit von Königin Elisabeth II.

      „In allen Lebensbereichen zeigt sich heute der überwältigende Einfluss des Geistes der Gleichheit. Einst formten und färbten Tugend, Geburt, Geschlecht, Bildung, Kultur, Alter, Beruf, Besitz und andere Umstände die menschliche Gesellschaft mit der Vielfalt und dem Reichtum von tausend Reliefs und Farben.

      Aber heutzutage gibt es sozusagen keine einzige Veränderung, die nicht nivellierend wirkt, die nicht direkt oder indirekt die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft in Richtung eines absolut egalitären Zustands begünstigt.


       Während nun ein egalitärer Taifun mit beispielloser Wucht bläst, wird mitten in der Entwicklung dieses gewaltigen Weltprozesses eine Königin nach Riten gekrönt, die von einer absolut anti-egalitären Mentalität inspiriert sind.

      Diese Tatsache irritiert nicht, sie löst keine Proteste aus, sondern wird im Gegenteil mit einer großen Welle der Sympathie in der Bevölkerung aufgenommen. Die ganze Welt feierte die Krönung der englischen Herrscherin, als ob die Traditionen, die sie vertritt, ein gemeinsamer Wert für alle Völker wären. Die Menschen strömten von überall her nach London, um ein solch unmodernes Spektakel zu erleben. Männer, Frauen und Kinder aller Nationen, aus allen Sprachbereichen, drängten sich vor jedem Fernsehgerät - begierig und durstig, die Zeremonie zu sehen. [...]


      Wie können wir das Zittern der Freude, die Erneuerung der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, die apotheotischen Manifestationen, die endlosen Akklamationen der Krönungstage erklären? [...]

      Es gibt in der menschlichen Natur eine tiefe, dauerhafte und starke Tendenz zu dem, was glanzvoll, ehrenhaft und vornehm ist; und der heutige Egalitarismus verdichtet diese Tendenz und erzeugt eine tiefe Nostalgie, die bei jeder Gelegenheit explodiert. [...]

      Aber, wird jemand sagen, wäre es nicht angebracht, all diese Symbole zu modernisieren, all diese Zeremonien zu aktualisieren? Warum sollte man Riten, Formeln und Kostüme aus der fernsten Vergangenheit aufbewahren?

      Die Frage ist eine Frage der primären Vereinfachung. Riten, Formeln, Ko
stüme, um real existierende Situationen, Gemütszustände, Umstände auszudrücken, können nicht abrupt und per Dekret geschaffen oder reformiert werden, sondern nur allmählich, langsam, im Allgemeinen unmerklich, durch die Wirkung der Gewohnheit.[...]


      Es muss jedoch hinzugefügt werden, dass die bloße Tatsache, dass ein Ritus oder ein Symbol sehr alt ist, kein Grund ist, es abzuschaffen, sondern vielmehr, es zu bewahren. Der wahre traditionelle Geist zerstört nicht um des Zerstörens willen. Im Gegenteil, sie bewahrt alles und zerstört nur das, wofür es echte und ernsthafte Gründe gibt, es zu zerstören. Denn die wahre Tradition, wenn sie nicht eine Sklerose, eine starre Fixierung auf die Vergangenheit ist, ist noch weniger eine ständige Verneinung derselben.
[...]

      Genau mit dieser Tradition hat die heutige Welt gebrochen, um sich einen Fortschritt anzueignen, der nicht aus der harmonischen Entwicklung der Vergangenheit, sondern aus den Umwälzungen und Abgründen der Französischen Revolution stammt. Das Ergebnis ist eine nüchterne Welt, einfach in Symbolen, Regeln, Umgangsformen, Gelassenheit, in allem, was Ordnung und Unterscheidung im menschlichen Zusammenleben bedeutet. [...]

      Der zeitgenössische Mensch, in seiner Natur verwundet und misshandelt von einem ganzen Lebensstil, der auf Abstraktionen, Schimären und leeren Theorien aufgebaut ist, wandte sich in den Tagen der Krönung verzückt, augenblicklich verjüngt und ausgeruht, dem Trugbild dieser Vergangenheit zu, die sich so sehr von der schrecklichen Gegenwart unterscheidet. Nicht so sehr aus Nostalgie für die Vergangenheit, sondern für bestimmte Prinzipien der natürlichen Ordnung, die die Vergangenheit respektierte und die die Gegenwart in jedem Moment verletzt. Dies ist unserer Meinung nach die tiefste und wahrhaftigste Erklärung für die Begeisterung, die die Welt während der Krönungsfeierlichkeiten ergriffen hat“.


Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Deepl-Übersetzer (Kostenlose Version) von „Rainha Elisabeth II“ in https://ipco.org.br/rainha-elizateth-ii-1926-2022/

vom 9. September 2022

„Königin Elisabeth II. (1926-2022) erschien erstmals in deutscher Sprache in www.p-c-o.blogspot.com

© Nachdruck der deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Die Affäre Edward von Windsor

Plinio Corrêa de Oliveira

      Als ich den Titel dieses Artikels schrieb, war ich über den Ausdruck, den ich verwendet habe, erstaunt. Eine „Affäre“ des König von England! Die stabilste, älteste, respektabelste weltliche Autorität, die die heutige Welt kennt!!! Und mit dieser Autorität entsteht eine „Affäre“, eine intime „Affäre“, die streng moralischer Natur ist und die durch die Berührung mit politischen Interessen vergiftet zu werden droht und, wer weiß, die säkulare englische Monarchie unrettbar erschüttern wird!

      In einer Zeit, in der die Sturzwellen der kommunistischen Revolution die ganze Welt bedrohen, in der eine Welle des Aufruhrs gegen alle Mächte die Autorität aller Monarchen und Staatsoberhäupter in Frage stellt, mit welchen Augen betrachtet die katholische Kirche, die im Wesentlichen traditionalistisch ist, den Thron von England?

      Die Frage ist nicht leicht zu beantworten.

Die Insel der Heiligen

      Vor Heinrich VIII. war England eine der stärksten Bastionen der katholischen Kirche. Im gesamten intellektuellen, künstlerischen, politischen und sozialen Leben war der Einfluss der katholischen Prinzipien tief greifend. Die Zahl der Heiligen, die auf englischem Gebiet geboren wurden, war so groß, dass England den Beinamen „Insel der Heiligen“ erhielt.

      Besonders hervorstechende Merkmale dieses kraftvollen katholischen Geistes waren die zutiefst aufrichtige Verbundenheit des Volkes mit der Autorität des Königs und gleichzeitig der Stolz, mit dem sich dasselbe Volk gegen alle Versuche der Krone erhob, die Monarchie in eine Tyrannei zu verwandeln.

      Der Kampf der Engländer um ihre Freiheiten, der von den katholischen Historikern so entstellt wurde, trägt das charakteristische Stigma des katholischen Geistes, der großen Achtung vor der Autorität und der großen Liebe zur Gerechtigkeit. Die Engländer, die die Autorität liebten, gingen vor Heinrich VIII. nie so weit, die Monarchie zu zerstören, selbst wenn sie für ihre Freiheit kämpften. Als Freunde der Gerechtigkeit setzten sie ihre Rechte stets durch, ohne dass ihre Achtung vor der Autorität ihre Handlungsfreiheit einschränkte.

      Die englische Geschichte des Mittelalters kennt die meisten der Greuel nicht, die die Geschichte Frankreichs, Deutschlands oder Italiens in derselben Zeit kannte (Greuel, die, das muss am Rande erwähnt werden, im Vergleich zu denen, die die heutige Welt erlebt, unbedeutend waren).

      Die „Jaqueries“ (Bauernaufstände) in denen die Bauern die Feudalherren ausrotten wollten, die Revolutionen, in denen die Adligen die Könige ausrotten wollten, und die Kämpfe, in denen die Könige die Rechte des Volkes und des Adels zu vernichten suchten, hatten in England ein viel freundlicheres und vernünftigeres Aussehen. Der englische Feudalismus, ein bewundernswertes Beispiel für administrative Intelligenz, war das perfekteste politische System im mittelalterlichen Europa. In ihr sollte die wahre Geschichte des Feudalismus studiert werden.

      In den Kämpfen der Barone und des Volkes mit den Königen wurden die bestehenden Meinungsverschiedenheiten über die Regierung Englands schließlich beigelegt. Und so entstand mit dem Atem der Kirche die stabilste politische Struktur, die Europa je gekannt hat.

Der Verteidiger des Glaubens - das „schmutzigste aller Schweine“

      Die Stabilität dieses bewundernswerten Gebäudes, das auf katholischen Grundsätzen beruhte, wurde durch eine tiefe und leidenschaftliche Krise in Frage gestellt.

      König Heinrich VIII., der sich selbst zum Interpreten der Stimmung des englischen Volkes machte, schrieb ein Werk, das den Protestantismus widerlegte, der Deutschland in Brand zu setzen begann. Der Papst erkannte das Eingreifen des Königs an und verlieh ihm den Ehrentitel „Verteidiger des Glaubens“. Und Luther, der sich über Heinrich VIII. empörte, nannte ihn „das dreckigste aller Schweine“.

      Aber es stellt sich heraus, dass Heinrich VIII. in sich selbst dieselbe Schwäche spürte, die David in die Sünde und Salomo in die Verdammnis trieb.

      Im Leben des Königs hatte sich eine Romanze entwickelt – sagen. wir es so, um nicht etwas Schlimmeres zu sagen. Er wollte seine Ehe mit der Königin, seiner Frau, annullieren, um eine andere Dame seines Hofes zu heiraten. Da es ihm nicht gelang, vom Papst die Auflösung der Ehe zu erwirken, geriet er in ein grausames Dilemma: entweder dem Glauben abzuschwören oder der "Romanze" abzuschwören. Er schwor dem Glauben ab. Er wurde der protestantische „Verteidiger des Glaubens“. Und der Protestantismus segnete die unerlaubte Vereinigung desjenigen ab, der den Spitznamen eines „schmutzigstes aller Schweine“ erhalten hatte, nur weil er die Reformation angegriffen hatte.

Der Bruch

      Unsere Leser werden in den vorstehenden Ausführungen bereits eine gewisse Parallele zur letzten englischen Krise gesehen haben. Es ist interessant, dass Heinrich VIII. in Thomas Morus, seinem ersten Minister, einen unversöhnlichen Gegner seiner neuen Ehe fand. Thomas Morus war zutiefst katholisch und weigerte sich, dem Glauben abzuschwören. Er wurde zum Tode verurteilt. Er erlitt das Martyrium. Und heute erstrahlt er auf den Altären der Weltkirche mit dem Heiligenschein der Heiligkeit.

      Ohne dieser Analogie eine andere Bedeutung als die eines einfachen Zufalls zuschreiben zu wollen, hielten wir es für interessant, sie unseren Lesern zu zeigen.

Der Bruch mit Rom

      Heinrich VIII. brach mit dem Katholizismus und war bestrebt, in der anglikanischen Kirche so viele religiöse Wahrheiten wie möglich zu bewahren, die die katholische Kirche vertrat. Er lehnte nur das ab, was ihm unerlässlich erschien, um die Oberhoheit des römischen Papstes zu leugnen und die Ehescheidung zu rechtfertigen.

      Diese Tatsache erklärt, wie der Anglikanismus angesichts des realen Zerfalls des Protestantismus, der heute an Rationalismus und Atheismus grenzt und in dem es sogar kommunistische Sekten gibt, die sich als christlich bezeichnen (!), offenbar zusammenhält und diszipliniert bleibt.

       Gleichzeitig erklärt dies, wie die Monarchie, nachdem sie mit der katholischen Kirche gebrochen hat, immer noch eine Kraft bewahrt, die dem Keim des Anarchismus, der der protestantischen Doktrin zugrunde liegt, eigentlich widerspricht.

      Die relative Treue des Anglikanismus zum Katholizismus trug mit der Zeit all ihre logischen Früchte.

      Die Samen des Katholizismus, die der Anglikanismus beibehielt, waren der Saft, der bis dahin in der Struktur des britischen Staates zirkulierte und der die anglikanische Kirche zusammenhielt.

      Die Saat des Protestantismus, die der Anglikanismus aufnahm, trug ihre eigenen Früchte der Anarchie. Die Revolution, die Karl I. stürzte, war ein Vorspiel. Seitdem hat sich der Zerfall der monarchischen Institutionen immer mehr beschleunigt. Der Kampf zwischen „katholischer Ordnung“ und „protestantischer Anarchie“ in der anglikanischen Lehre wurde auf das politische Terrain projiziert, und zwar mit dem Kampf zwischen „Liebe zur Freiheit“ (die der Protestantismus in Liebe zur Anarchie umwandelte) und Liebe zur Autorität (d.h. Anhänglichkeit zur Monarchie). Die beiden Strömungen haben sich einen erbitterten Kampf geliefert. Und nur durch sie, erklären sich die

Größe und Dekadenz der Monarchie.

      Größe, denn keine weltliche Macht ist heute höher gestellt. Die Macht des englischen Monarchen beruht auf einem Prinzip und nicht auf einer faktischen Situation wie der des Nationalsozialismus, nicht auf einer momentanen Begeisterung, sondern auf einer tiefen Liebe des Volkes zu einer Dynastie, die mit der Geschichte des Landes verbunden ist.

      Dekadenz, weil diese Macht, mit so prächtigem Schein, nur noch ein Überbleibsel dessen ist, was sie einmal war, eine historische Reminiszenz im Rahmen der englischen Verfassung.

      Es gibt heute nur wenige Menschen, denen so viel Ehrfurcht und Respekt entgegengebracht wird wie dem König von England. Und doch gibt es nur wenige Staatsoberhäupter, die so wenig wirkliche Macht im politischen Leben des Landes haben.

Bishop Trevor Williams
photographed in Baker Photography
in July 2014 (Wikimedia commons)
Der anglikanische Klerus

      Der anglikanische Klerus befindet sich in einer vergleichbaren Situation, mit der des Königshauses. Von allen protestantischen Sekten ist er der am besten organisierte. Und doch ist die Anarchie, die in ihren Reihen herrscht, einfach ungeheuerlich. Unter Beibehaltung der traditionellen liturgischen Äußerlichkeiten, die dem Katholizismus so ähnlich sind, hat sich der Anglikanismus von einem ungeheuren Modernismus einnehmen lassen, der einige Würdenträger der anglikanischen Kirche anwidert, gegen den sie sich aber nicht wehren können, weil die protestantischen Prinzipien keine wirksame Reaktion zulassen.

      Es gibt anglikanische Pastoren - einer von ihnen hat darüber berichtet -, die Atheisten sind! Es gibt Bischöfe, die Mönche sind. Erst vor kurzem hat die anglikanische Kirche einer der verwerflichsten „Eroberungen“ des Modernismus zugestimmt, nämlich der Geburtenkontrolle, die sie nach langem Widerstand schließlich doch zugelassen hat.

      Angesichts dessen spaltet sich die anglikanische Kirche zusehends in zwei Strömungen, von denen sich die eine in Richtung einer Rückkehr zur Kirche und die andere in Richtung Rationalismus bewegt.

Die englische Krise

      Am Anfang dieses ganzen Prozesses der Dekadenz steht die „Affäre“ eines Königs. Am Vorabend der endgültigen Krise unserer Zivilisation, in jener Stunde, die Machiavelli die „23. Stunde“ unserer Zivilisation nennen würde, die „Affäre“ eines anderen Königs, der ihr vielleicht den Todesstoß versetzen wird. Die Fragen, die die königliche Krise auf die Tagesordnung setzte, waren zahlreich und grundlegend.

Edward VIII
      Die Haltung der Bischöfe, die gegen die Heirat des Königs mit einer geschiedenen Frau protestierten, zeugte in erster Linie von einer reaktionären Haltung des Anglikanismus gegenüber der Scheidung, durch deren Akzeptanz Heinrich VIII. mit Rom gebrochen hatte. Eine enorme Tatsache im religiösen Leben Englands. Eine Tatsache von fast monströser Ungereimtheit, wenn sie nicht die aufrichtige Sehnsucht nach einer Vollkommenheit bezeichnen würde, die mit der Trennung von Rom unwiederbringlich verloren war.

      Zweitens wirft sie die Frage der Trennung von Kirche und Staat auf, eine sehr heikle Frage, die die Krone selbst in die Schranken weist, da der König von England das geistliche und weltliche Oberhaupt seiner Untertanen ist. Wenn seine geistlichen und weltlichen Kräfte getrennt wären, was würde er dann sein?

Mrs. Wallis Simpson
      Drittens: die Verfassungskrise. Viele Rechtsextremisten würden sich wünschen, dass der König die Gelegenheit nutzen sollte, sich in einen gekrönten Hitler oder Mussolini zu verwandeln. Dass er das Parlament schließe, das liberal-demokratische Regime auslösche und ein neuer Ludwig XIV. werde, dem es in der Person von Miss Simpson nicht an der entsprechenden Montespan fehlen würde.

      Andere, angewidert von der königlichen Haltung, die die moralischen und edlen Traditionen gefährdet, die die Grundlage der Monarchie bilden, haben sogar von einer Revolution geträumt.

      Unterdessen schlafen die Kommunisten nicht.

Die Haltung der Katholiken

      Die katholische Kirche betrachtet die englische Monarchie mit Sympathie.

      Im Gegensatz zu dem, was man vermuten könnte, hat die Kirche mehr als einmal zur Konsolidierung des englischen Throns beigetragen, als sie die republikanischen Tendenzen des irischen Volkes erstickt hat. Denn in England ist die Monarchie das Kind der Kirche. Als rebellische Tochter, erleidet sie die notwendige Strafe. Aber wie Gott, der sie erleuchtet, „will die Kirche nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehre und lebe“. Aus diesem Grund versucht sie, die Monarchie und alles, was im englischen Regime gesund ist, zu erhalten.

      Mit großem Bedauern nimmt die Kirche daher die gerüchtereiche Affäre um die Beziehung zwischen Edward VIII. und Miss Simpson zur Kenntnis. Und sie war sehr erfreut mit der gefundenen glücklichen Lösung.

      Mit Bedauern, denn die Kirche tadelt, wenn nicht ausdrücklich, so doch zumindest stillschweigend, den König von England. Sie, die das einzige Bollwerk der Unauflöslichkeit der Ehe in der Welt ist, sie, die England verloren hat, um diese Unauflöslichkeit zu erhalten, kann, will und darf die Geste des Königs nicht gutheißen.

      Aber diese Missbilligung bedeutet nicht eine Geste der Missachtung der Majestät der königlichen Autorität.

      Die Kirche könnte die Gelegenheit nutzen, um die Anglikaner zu fragen, ob Edward VIII. viel besser ist als einige Päpste, über die so viele Protestanten gerne reden. Als Leiter einer Kirche hat er auch eine religiöse Verantwortung. Und Edward VIII. kann sie nicht ignorieren.

      Doch die Kirche schweigt zu diesem Thema. Denn in einer für England so schmerzlichen Situation würde die Kirche nicht die Peitsche des Scharfrichters einsetzen, um die Ketzerei und die Majestät der verfassungsmäßigen Macht zu schlagen.

      Wie der Vater im Gleichnis aus dem Evangelium hat sie nur eine Geste für die ehemalige Insel der Heiligen übrig: Sie öffnet ihre Arme für den verlorenen Sohn.

      Mit wahrer Freude sieht sie also, wie ein Prinzenpaar, das im ganzen Reich wegen der Autorität seiner häuslichen Tugenden beliebt ist, den Thron besteigt.

      Mit der Ablehnung von Miss Simpson als Königin hat England einen Schritt zurück gemacht, auf dem Weg der Scheidung.

      Mögen diesem Schritt bald weitere folgen, die sie so schnell wie möglich zurück ins Vaterhaus führen.

  

Aus dem Portugiesischen übersetzt mit DeepL-Übersetzer (kostenlose Version)von „O Caso de Eduardo de Windsor“ in Legionário vom 13. Dezember 1936.

Diese deutsche Fassung „Die Affäre Edward von Windsor“ erschien erstmals in
www.p-c-o.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.


Montag, 29. August 2022

Der Heilige Rosenkranz

 

Ursprung - Wirksamkeit - Rosenkranzmonat - Ablässe

Für den Katholiken ist es keine Frage der Vorliebe, der Neigung oder der Sympathie, noch weniger der Sentimentalität, Maria zu verehren. Es ist eine Frage von Leben oder Tod, denn es geht darum, ob man das ewige Heil tatsächlich will oder nicht. Wenn es wahr ist, dass der einzige notwendige Vermittler zwischen Himmel und Erde unser Herr Jesus Christus ist, so ist es auch wahr, dass keine Gnade dem Menschen ohne die Fürsprache der seligsten Jungfrau, der Mutter Gottes mitgeteilt wird, da es die göttliche Vorsehung so gewollt hat, die übernatürliche Ordnung zu ordnen.

Es ist daher von größter Wichtigkeit, dass die Gläubigen die heiligste Jungfrau Maria mit zärtlicher, kindlicher und fester Verehrung ehren, indem sie sich jener Mittel bedienen, die am besten dazu beitragen, in ihren Seelen Gefühle wahrer Liebe und tiefer Verehrung für die heilige Mutter Gottes zu bewahren. Unter ihnen ragt nach Ansicht der Päpste das häufige Beten des Rosenkranzes heraus, eine Reihe von geistigen und stimmlichen Gebeten, deren außerordentliche Wirksamkeit die Geschichte gezeigt hat. Die Gläubigen sollten immer mindestens ein Drittel des Rosenkranzes beten, aber es ist angebracht, dieser Andacht den Monat Oktober zu widmen, der besonders Unserer Lieben Frau vom Allerheiligsten Rosenkranz geweiht ist. Um diese Verehrung bei unseren gläubigen Lesern noch mehr zu beleben, wollen wir kurz an ihre Ursprünge und die Gunst, die der Heilige Stuhl mit ihr verbunden hat, erinnern.

URSPRÜNGE DES ROSENKRANZES

Einigen Autoren zufolge geht die Andacht des heiligsten Rosenkranzes auf die Anfänge des klösterlichen Lebens zurück. Diese Autoren sind der Meinung, dass die heilige Brigitta, Schutzpatronin Irlands, bereits im 5. Jahrhundert mit kleinen Holz- oder Steinkügelchen die von ihren Vorgesetzten auferlegten Gebete, im Allgemeinen Vaterunser und Ave Maria, zu zählen pflegte. Damit hätten wir einen Umriss dessen, was wir heute als „Rosenkranz“ kennen.

Auf jeden Fall verdanken wir dem heiligen Dominikus den Rosenkranz, wie wir ihn heute kennen, und die Verbreitung einer so heilsamen Andacht. Er, der Prediger der Prediger, fügte dem Vaterunser und dem Ave Maria die Meditation über die Freuden, Leiden und Triumphe der Jungfrau Maria hinzu.

HIMMLISCHE BESTÄTIGUNG

Im 13. Jahrhundert suchten die Albigenser ganz Norditalien und Südfrankreich heim, wandten die Gläubigen von der Kirche ab und brachten sie auf den Weg der Verdammnis. Vergeblich predigte der heilige Dominikus gegen die Irrtümer der Häresie. Eines Tages, als er die Jungfrau und Gottesmutter inständig anflehte, ihm bei seinem Kampf für die Kirche und die Seelen zu helfen, erschien ihm die Heiligste Maria und befahl ihm, den Rosenkranz zu predigen, als einzigartige Waffe gegen Irrtümer und Laster. Und in der Tat zog das Beten des Rosenkranzes die Gläubigen zur Meditation der Geheimnisse des Lebens Jesu Christi und der heiligsten Maria an, eine Meditation, die wirksam war, denn sie führte zu einem Aufblühen des Glaubens und einer Verbesserung der Sitten unter den Albigensern. Der Rosenkranz wurde dann zur Volksfrömmigkeit, zum A B C des Heils für die Ungebildeten, zum wunderbaren Kompendium der Heiligen Evangelien und des katholischen Lebens für alle Gläubigen.

ERLANGTE GNADEN

Nach der Bekehrung der Albigenser hat die Heilige Kirche immer auf diese mächtigste Waffe gegen alle ihre Feinde zurückgegriffen. Neben dem Sieg von Muret über die Albigenser (1213) hat der Heilige Rosenkranz die katholischen Kämpfer gegen die Türken bei Lepanto (7. Oktober 1571), bei Wien (1683), bei Ceuta und anderswo geschützt.

DAS WORT DER RÖMISCHEN PÄPSTE

Diese aufeinanderfolgenden Siege waren viele weitere Anlässe für die Päpste, diese wunderbare Verehrung zu loben und zu preisen. Nach dem heiligen Pius V., der das liturgische Fest des Heiligen Rosenkranzes eingeführt hat, hat vielleicht kein anderer Papst jemals diese Andachtsübung zur Gottesmutter so ausführlich gelobt und empfohlen wie Leo XIII. In unserer nächsten Nummer werden wir Auszüge aus seinen Enzykliken über den Rosenkranz bringen, in denen er aufzeigt, dass dies die katholische Andacht schlechthin ist.

DER MONAT DES ROSENKRANZES

Leo XIII. hat den Rosenkranzmonat eingeführt und zur Pflicht gemacht, d. h. das tägliche Beten des Rosenkranzes zumindest einen der drei Geheimnisse im Monat Oktober. Er solle am Morgen während der heiligen Messe oder am Nachmittag vor dem ausgesetzten Allerheiligsten gebetet werden.

ABLÄSSE

Derselbe Papst hat diese fromme Übung mit Ablässen bereichert, Ablässe, die in aufeinanderfolgenden Dekreten der Heiligen Apostolischen Pönitentiarie wie folgt festgelegt worden sind:

„Den Gläubigen, die während des Monats Oktober öffentlich oder privat mindestens den dritten Teil des Rosenkranzes andächtig täglich beten, wird gewährt:

Ablass von 7 Jahren, jedes Mal;

Vollkommener Ablass, wenn er am Tag des Festes der Heiligen Jungfrau Maria vom Rosenkranz (7. Oktober) und während der gesamten Oktav die gleichen Frömmigkeitsübungen machen, außerdem ihre Sünden beichten, die heilige Kommunion empfangen und eine öffentliche Kirche oder ein Oratorium besuchen;

Vollkommener Ablass, wenn sie nach der Oktav des Allerheiligsten Rosenkranzes mindestens zehn Tage lang dieselbe Übung praktizieren sowie die heilige Beichte und die Kommunion empfangen (S. C. Indulg. 23.7.1898 und 29.7.1899, S. Pen. Ap. 18.3.1932),

 

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Deepl-Übersetzer (kostenlose Version) von „O Santo Rosário“ in Legionário vom 1. Oktober 1939, S. 3.

Diese deutsche Fassung „Der heilige Rosenkranz“ erschien erstmals in  www.p-c-o.blogspot.com

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.