Posts mit dem Label Liturgie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Liturgie werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 11. April 2022

Meditation für die Karwoche


Welche ist die Seelenhaltung des wahren gegenrevolutionären Katholiken in der Karwoche?

Die Kirche ist der mystische Leib Christi. Unser Herr Jesus Christus ist das Haupt dieses mystischen Leibes. Das heißt: Die Kirche ist eine von ihm gegründete hierarchische Gesellschaft, deren Haupt der heilige Petrus ist und deren örtliche Kirchenfürsten die Bischöfe sind. Der Papst ist der Monarch der Kirche, der den Fürsten und seinen Untertanen direkt befiehlt.

Die juristische Struktur der Kirche

Ein sehr wichtiger Punkt der katholischen Lehre ist folgender: Der Papst hat die volle Autorität über alle Bischöfe und auch über jeden einzelnen Gläubigen, direkt. Es geht nicht darum, dass der Papst den Bischöfen und durch die Bischöfe den Gläubigen befiehlt. Die Autorität des Papstes besteht direkt über alle und jeden einzelnen Gläubigen.

Wäre die Autorität des Papstes indirekt, wenn er einen Befehl erteilt und der Bischof sich weigert, wären die Gläubigen nicht verpflichtet, dem Befehl des Papstes zu folgen.

Wenn der Papst eine Anweisung gibt, muss der Bischof sie ausführen. Wenn er sie nicht ausführt, müssen die Gläubigen, die wissen, dass der Papst sie befohlen hat, sie ebenfalls befolgen. Die Autorität des Papstes wirkt sich also direkt auf die Bischöfe und direkt über jeden Gläubigen aus.

Dies ist die juristische Struktur der Kirche. Aber jenseits der juridischen Struktur der Kirche, die mit ihr ein Ganzes bildet, gibt es die Kirche als Mystischen Leib.

Was ist der Mystische Leib der Kirche?

Unser Herr Jesus Christus starb am Kreuz, und das Opfer, das er von seinem Leben darbrachte, war ein unendlicher Schatz der Gnade, der nicht berechnet werden kann. Und der für alle Gläubigen bestimmt ist, zu allen Zeiten, an allen Orten, bis zum Ende der Welt.

Diese Gnaden sind also für das Heil aller Gläubigen bestimmt. Und mehr noch: um diejenigen zur Kirche zu führen, die ihr noch nicht angehören, d.h. Häretiker, Schismatiker, Juden, Mohammedaner, Atheisten und alle anderen, die es gibt, aufgrund der Gnaden, die unser Herr Jesus Christus am Kreuz verdient hat.

Er ist der Erlöser der ganzen Menschheit. Miterlöserin ist die Muttergottes. Durch ihre Tränen hat sie dazu beigetragen, das Menschengeschlecht zu erlösen. Es ist also im Grunde das Blut Christi. Und weil er ihr diese höchst noble Rolle geben wollte, wollte er, dass ihre Tränen vom Ewigen Vater berücksichtigt werden, um die Menschheit zu erlösen, als ein Schatz für die Menschheit.

Er wollte aber auch, dass unsere individuellen Leiden, die wir aus Liebe zu Ihm erlitten haben, dass diese Leiden auch Teil dieses Schatzes der Kirche sein sollten. Deshalb sehen wir, dass die Heiligen so viel gelitten haben. Weil sie durch ihr Leiden auch etwas für den Schatz der Kirche beitragen und darstellen.

Der Schatz der Kirche

Dies wird in der Messe auf sehr schöne Weise symbolisiert. Beim Offertorium (Opferung) gibt der Priester einen Tropfen Wasser in den Wein, der verwandelt werden soll. Wasser kann nicht konsekriert werden, weil unser Herr Jesus Christus festgelegt hat, dass die Konsekration nur mit Brot und Wein vollzogen wird. Wenn der Priester Wasser konsekrieren will, geschieht nichts. Aber der mit Wein vermischte Wassertropfen bildet nun eine einzige Flüssigkeit mit dem Wein, und in der Wandlung wird es auch mitverwandelt.

Der Wassertropfen, der für sich genommen nicht in den Leib und das Blut unseres Herrn Jesus Christus verwandelt werden kann, wird jedoch verwandelt, wenn er mit dem Wein vermischt wird. Es ist das Symbol für das Opfer der Gläubigen.

Unser Opfer ist nichts wert. Aber vereint mit dem von Christus, unserem Herrn, und mit den Tränen Marias ist es auch etwas wert. Und es ist das Symbol, das uns ermutigt, in unseren Kämpfen, Verfolgungen, Mühen, Missverständnissen und Schwierigkeiten zu leiden. Lasst uns leiden und vorwärts gehen. Es vergrößert symbolisch den Wassertropfen. Das heißt, es erhöht den Beitrag, den unser Herr Jesus Christus auch für das Heil der Menschen unentbehrlich sein wollte. Er könnte darauf verzichten, aber er wollte uns die Ehre geben, mit diesem Schatz verbunden zu sein.

Wenn wir also leiden, denken wir daran: Dieses Leiden ist ein Wassertropfen. Aber dieser Wassertropfen wird sicherlich mit Seinen unaussprechlichen Leiden und den kostbarsten Leiden der Gottesmutter vermischt werden, um die ganze Menschheit zu erlösen.

Deshalb kenne ich auch niemanden, der etwas Besseres für die Kirche tun könnte, als für sie zu leiden. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es einige, die beten, und einige, die arbeiten, aber alle haben Angst vor dem Leiden, fast niemand will leiden.

Wenn die Gottesmutter uns also Leiden schickt, sollten wir es mit Freude annehmen. Wir werden für die Kirche nützlicher sein, als wenn wir eine schöne Rede halten, einen großen Verein gründen oder was auch immer: Wir leiden.

Eine Bank des Übernatürlichen

Die Gesamtheit dieses Schatzes ist die Gesamtheit der Seelen, die leiden. Unser Herr Jesus Christus erneuert mit dem heiligen Messopfer immer wieder unblutig seine Passion. Er vergießt kein Blut mehr, sondern erneuert seine Passion. Und wir, die wir letztlich direkt darunter stehen, vermehren dies ebenfalls, indem wir eine Art Bank des Übernatürlichen bilden.

Aber unser Herr Jesus Christus ist so viel mehr als alle anderen, dass er das Haupt dieses Schatzes ist. Und die anderen sind der Körper dieses Schatzes. Dies ist unser Herr. Das ist der Mystische Leib Christi.

Unser Herr ist Gott-Mensch. Als Gott gibt es für ihn keine Gegenwart, keine Vergangenheit und keine Zukunft. Alles ist simultan. Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft sind uns eigen, die wir einen materiellen Körper haben. Er sah also alles, was bis zum Ende der Welt sündig sein würde, und litt mit diesen Sünden. Er kannte jeden Menschen, jede Seele. Und während der Passion betete er für jeden Menschen, der existieren würde, für jede Seele, bis zum Ende der Welt. Und selbst für die Seelen, die die Gnade verweigerten und in die Hölle kamen, betete er.

Es ist etwas von außerordentlicher Großzügigkeit, von außerordentlichem Reichtum! Es ist etwas wunderbares!

In der Karwoche erleben wir die Passion unseres Herrn

In der Karwoche wird die Passion unseres Herrn gefeiert. Am Karmittwoch beginnt der intensivste Teil der Karwoche. In der Kirche wurde das Offizium der Finsternis gebetet - ich weiß nicht, ob es immer noch gebetet wird -, ein Offizium, das die Finsternis besingt, die die Welt erfüllt, weil unser Herr verfolgt wird.

Am Donnerstag dann die Messe, in der die Einsetzung der Heiligen Eucharistie gefeiert wird. Der Priester bringt nach der Messe das Allerheiligste in einer schönen vergoldeten Urne, das „Grabstätte“ genannt wird.

So wie unser Herr nach dem Abendmahl die Passion erlitten hat und gestorben ist, so läuten die Kirchen nach der Abendmahlsmesse nicht mehr die Glocken. Es gibt die rührende Zeremonie der Entblößung der Altäre, bei der der Priester von Altar zu Altar geht, die Blumen und Vasen wegnimmt, die Kerzen ausbläst und die Altäre entblößt zurücklässt, als ob der Gottesdienst für immer beendet wäre, weil Unser Herr in dieser goldenen Urne „tot“ ist. Alle Zeichen der Freude in der Kirche hören auf. Unser Herr ist tot.

Am Karfreitag gedenken wir seines Todes. Es ist der Tag, an dem das Kreuz feierlich aufgerichtet wird. Der Priester stellt ein großes Kreuz in der Nähe des Altars auf, wo sich die Gläubigen aufhalten. Und die Gläubigen, die Trauerlieder singen, gehen, einer nach dem anderen, um seine Wunden, seine Hände und Füße zu küssen. Sie streicheln auch die Wunde in seiner Seite, die von Longinus' Lanze geschlagen wurde.

Wenn der Bischof eintrifft, bleibt alles stehen. Er kommt in einem violetten Mantel, barfuss als Zeichen der Buße, und geht durch die ganze Kirche. Er kommt zu dem Kruzifix und küsst es ebenfalls. Dann geht er durch die Hintertür der Kirche hinaus. Danach herrscht Stille über alles.

Am Karsamstag beginnt die Kirche bereits mit der Freude über die Auferstehung. Um die Mittagszeit läuten die Glocken, um zu verkünden, dass Christus auferstanden ist! (so war es vor der Reform von Pius XII d.Ü.)

Hier in Brasilien gab es einen sehr schönen Brauch. Die Kinder stellten groteske Puppen her, die sie „Judas“ nannten. Und das war der Zeitpunkt, um Judas zu versohlen. Sie schlugen den Judas, während alle Kirchenglocken läuteten und läuteten. Es war die Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus!

Am Sonntag stand die Kirche in voller Blüte und siegreich da. Christus war auferstanden, die Messe wurde gefeiert.

Wir müssen jeden dieser Tage leben

Am Tag der Finsternis müssen wir die leidende Kirche lieben, wie sie heute leidet. Wir müssen die Finsternis, die die Welt umhüllt, auf unsere Tage übertragen. Die Dunkelheit der Sünde, der Unordnung, der Abscheulichkeit, die die Welt in jeder Hinsicht umhüllt, ist die Finsternis.

Am Gründonnerstag müssen wir dann an den Widerstand unseres Herrn gegen all diese Finsternis denken. Er hat die Heilige Eucharistie eingesetzt, damit er immer bei uns ist. Wir müssen die Heilige Kommunion mit besonderer Hingabe empfangen, aber wir müssen auch beginnen, seinen Tod zu betrauern. Aber trauern als Sünder, die wissen, dass wir ihn in der Vergangenheit beleidigt haben und unser ganzes Leben lang über unsere Sünden weinen.

Der heilige Petrus zum Beispiel hat sein ganzes Leben lang über seine Verleugnung geweint. Die Überlieferung besagt, dass er, als er starb - er wurde von den Römern kopfüber gekreuzigt -, sein ganzes Leben lang so viel geweint hatte, weil er unseren Herrn verleugnet hatte, dass er zwei Furchen in seinem Gesicht hatte, in denen seine Tränen flossen.

Auch wir müssen zwei Furchen in unserer Seele haben: die Trauer über die Sünden, die wir begehen, und die Trauer über die Sünden, die andere begehen. Aber es ist keine weinende Traurigkeit, es ist die Traurigkeit eines Mannes! Das heißt, Empörung über unsere Sünden haben!

Es ist nicht gut, sich über die Sünden anderer zu entrüsten, aber nicht über die eigenen zu empören. Ich bin der erste, denn ich habe gesündigt, und ich bin der Urheber meiner Sünde. „Quia peccavi nimis cogitatione, verbo et opere“, heißt es im Confiteor. Das heißt, weil ich in Gedanken, Worten und Taten schwer gesündigt habe, durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine größte Schuld! Darum bitte ich und bete zur seligen Jungfrau Maria... und das ganze Confiteor kommt.

Dieser Gedanke an unsere Sünden und die Sünden der anderen sollte unsere Seele besonders an diesen Tagen erfüllen.

Samstag ist der Tag, an dem Judas verprügelt wird. Wir müssen es der Muttergottes darbringen, damit sie unserem Herrn all unsere Werke zum Ausdreschen der gnostischen und egalitären Revolution vorlegt!

Der Ostersonntag ist die Hoffnung auf das Reich Mariens!

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von DeepL-Übersetzer von der Aufzeichnung einer Unterhaltung mit Mitgliedern am 19. März 1989. Sie wurde angepasst für die Veröffentlichung ohne eine Überarbeitung des Autors.

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist nur mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Diese deutsche Fassung „Meditation für die Karwoche“ erschien erstmals in www.p-c-o.blogspot.com


Freitag, 4. Juni 2021

Die Verehrung der Katholischen Kirche


(Frage: Was können wir tun, um eine echte Verehrung der katholischen Kirche zu haben?)

Jemand würde sagen: „Bete und du wirst sie bekommen“. Ich sage: „Betet, und ihr wird sie bekommen, aber das reicht nicht“. Wenn man betet, erhält man Gnaden. Und Gnaden sind progressiv: Je mehr man betet, desto mehr Gnaden erhält man. Doch wenn die Gnade kommt, muss man wissen, wie man sie nutzt. Wenn man sie nicht zu nutzen weiß, bring sie keine Frucht für die Seele.

Das heißt, die Gnade ist eine Kraft, sie ist eine geschaffene Teilhabe am ungeschaffenen Leben Gottes, wenn man sie empfängt. Die Gnade ist eine Kraft, die Gott unserer Seele gibt, um voranzukommen. Eine übernatürliche Kraft, die wir nicht in unserer Seele hatten. Wenn Er sie gibt, müssen wir vorangehen. Stehenbleiben, und abwarten bis wir von Gnaden überflutet werden, um dann uns zu entscheiden, ein bisschen zu gehen, das geht nicht. Man muss sich anstrengen, der Gnade entsprechen.

Wenn man um Liebe für die katholische Kirche betet, wie reagiert man auf diese Gnade? Wir müssen uns nach dieser Gnade sehnen. Die Frage ist ein Zeichen dafür, dass man sie will, es ist eine Äußerung von jemandem, der die Gnade bekommen will.

Um die Gnade zu nutzen, muss man sehr aufmerksam der katholischen Kirche gegenüber sein, sehen, was sie tut, was sie lehrt, wie sie betet, das ganze Leben der Kirche, ihre Geschichte, ihre Vergangenheit betrachten und bewundern. Wenn man etwas sieht, dies und das bewundert, aufmerksam beobachtet und versucht, das zu verstehen und zu lieben, dann entsteht die Vereinigung mit der katholischen Kirche.

Wenn einer die Absicht hat, ein großer Maler zu werden, wie würde er diese Kunst erlernen? Er würde in die großen Museen gehen, die Gemälde der großen Meister anschauen und dort lernen, wie sie malten; wie die Technik der Malerei ist, den Geist des Künstlers erforschen. Also schauen, lieben, sich begeistern. Dann würde ich anfangen zu malen. Man muss aber begeistert sein, man muss lieben, aufpassen, es gern haben und dann tun.

Betrachtung des Geistes der Kirche durch die sakrale Kunst

Genauso müssen wir die katholische Kirche beobachten, sie gern haben wollen – beides aus der Macht der Gnade –, sie gern haben und dann uns ihr hingeben.


Ein Beispiel: Eine Person nimmt an einer traditionellen religiösen Zeremonie teil. Die heutigen Zeremonien sind verunstaltet. Viele Zeremonien sind von einem Geist geprägt, der dem katholischen Geist widerspricht; es ist der Geist des Progressismus, dieser falsche Strom, der durch die heiligen Meere der katholischen Lehre, der katholischen Kirche fließt.

Aber auf der traditionellen Seite sieht man zum Beispiel die Verwendung von Weihrauch im Räuchergefäß: Der Messdiener reicht dem Priester, der das Allerheiligste ausgesetzt hat, das Räucherfässchen, damit er die Weihrauchkörner auf die Glut legen kann. Und es kommt ein gewisser guter Geruch und ein Rauch auf, aber ein schöner, edler, dezenter Rauch. Der Priester schwängt dreimal das Weihrauchfass zum Allerheiligsten und verneigt sich.

Wenn man diese Beschreibung hört, ruft man „Phänomenal“ und das ist sehr gut. Aber warum ist es phänomenal? Weil dort etwas vom Geist der Kirche sichtbar wird, wodurch man dann die Kirche versteht und liebt. Was vom Geist der Kirche erscheint da? Diese Art des Schlagens des Weihrauchfasses ist eine Art, die ähnlich ist des menschliche Herzschlages, das sich in aufeinanderfolgenden Schüben zu Gott erhebt und sagt: „Ich liebe dich, o Herr im Allerheiligsten Sakrament“! Das Weihrauchfass mit dem Rauch symbolisiert sehr gut das menschliche Herz, das edle Herz, das heilige menschliche Herz. Die Seele des heiligen Menschen kann mit dem Weihrauch verglichen werden.

Der Priester schwängt das Weihrauchfass dreimal: Es ist wie die menschliche Seele, die sich erhebend zu Gott bewegt. Nachdem er diese Anbetung geleistet hat, fühlt er sich unwürdig, denn niemand ist Gottes würdig. Deshalb verneigt er sich tief. Dann noch einmal... Da ist das Gefühl der Anbetung, des Respekts, der Verehrung, das auf diese Weise zum Ausdruck kommt. Dieses Gefühl lässt uns die Heiligkeit der Kirche erkennen; wir berühren so zu sagen die Heiligkeit der Kirche mit unserer Hand.

Nach einer Weile spielt die Orgel „Tantum ergo sacramentum, veneremur cernui...“ Der Orgelklang ist viel schöner und viel edler als der des Klaviers. Ein Klavier, eine Harfe, ein Cembalo – schöner als das Klavier – haben aber nicht die Klangschönheit einer Orgel. Jeder Ton einer Orgel ist, als würde ein Orchester diesen Ton spielen. Und es ist eine Note, gezeichnet mit Respekt und Würde, aber interessant, dass so viele Klänge darin vorhanden sind.

Die Orgel spielt nun das „Tantum ergo“, was auf Portugiesisch (Deutsch) bedeutet: „Lasst uns tiefgebeugt verehren ein so großes Sakrament“. Der Priester verneigt sich und alle Gläubigen verneigen sich „et antiquum documentum novo cedat ritui“: Dieser Bund wird ewig währen, und der Alte hat ein End. Vor dem Neuen Bund Unseres Herrn Jesus Christus, muss der Alte weichen. Hier ist ein Geist, eine Psychologie, eine Denkweise der Kirche vorhanden, dessen Bewunderung und Betrachtung uns zur Kirche führen. Das Schönste auf Erden ist, auf diese Weise die Äußerungen des Geistes der Kirche durch die sakrale Kunst und die Liturgie zu betrachten.

Das Wort des Predigers

Aber oft auch durch das Wort von Predigern, der heiligen Rednern. Wenn wir also Predigten der großen früheren Prediger lesen: St. Johannes Chrysostomus, St. Augustin – all dies ist ins Portugiesische (Deutsche?) übersetzt – da gibt es wunderbare Dinge. Ah! Es war die Kirche, die sie inspirierte. Wenn sie nicht der Kirche angehörten, egal wie talentiert sie wären, würde so etwas nicht herauskommen.

Was ist der Geist der Kirche? Ich spreche vom Geist der Kirche, was ist das? Es ist der Göttliche Heilige Geist, die dritte Person der Heiligsten Dreifaltigkeit. Der Geist der Liebe, als würde er gleichzeitig vom Vater und vom Sohn ausgehaucht. Sie lieben sich gegenseitig in einer solchen Liebe, dass eine weitere göttliche Person hervorkommt, die Gott Heiliger Geist ist.

Wir sehen, was für eine Schönheit das alles beinhaltet, was für eine Heiligkeit, was für ein Adel, was für ein Respekt, was für ein Friede, was für eine Liebkosung für unsere Seele, welche Würde, was für Wunderbares! Wenn wir auf diesen Punkt achten, freuen wir uns darüber und beginnen zu verstehen: Nur die Kirche ist die Quelle alles Guten, denn dort ist der Heilige Geist, ihre Seele.

Wenn wir tagsüber in eine Kirche gehen, um zu beten, bemerken wir manchmal den Kontrast der Umgebung: draußen ein Lärm, Busse, Hektik, Autos, Müdigkeit, Raserei, Korruption, alles zusammen. Wir betreten die Kirche und merken wie es da so friedlich ist, die Sonne scheint durch schöne bunte Glasfenster, schöne bunte Flecken bilden sich auf dem Boden, die wie Rubine aussehen, Smaragde... die Bilder der Heiligen stehen da unerschrocken, wie im Gebet. Das Allerheiligste Sakrament befindet sich in einer Kapelle nebenan. Es ist unser Herr Jesus Christus in Person, der da ist, so wie er in seinem irdischen Leben in Judäa war. Der Mensch fühlt sich von einen bestimmtem Geist, einen bestimmtem Eindruck umhüllt, und diesen Eindruck müssen wir so lange andauern lassen, während man ihn fühlt: man muss immer daran denken oder man muss ihn einfach fühlen. So erwirbt man den Geist der Kirche.

 

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer eines Teegesprächs vom 4. Juni 1989.

© Nachdruck der deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

„Die Verehrung der Katholischen Kirche“ erschien erstmals in deutscher Sprache in www.p-c-o.blogspot.com

 Foto Weihrauch: Fredrik von Erichsen; 2011