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Dienstag, 1. Juli 2025

Der Heilige Johannes, der Täufer

 

Plinio Correa de Oliveira
Santo do Dia – 24.6.64

Heute ist das Fest der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers.

Es wäre interessant, in seinem Leben nach Merkmalen zu suchen, die ihn als perfekten Apostel der Endzeit des Heiligen Ludwig Grignion von Montfort auszeichnen. Nicht weil es die Endzeit war, sondern weil es die Endzeit einer bestimmten Ära war.

Der Heilige Johannes der Täufer war der von Gott gesandte Mensch, um die Wege des Herrn zu ebnen, das Kommen Jesu Christi vorzubereiten und in der Endzeit zu wirken, die dem Kommen des Messias vorausging. Auch die Apostel der Endzeit müssen das Kommen des Herrn vorbereiten; sie müssen auch kämpfen, um das Kommen des Messias vorzubereiten. Es besteht eine Parallele zwischen dem Heiligen Johannes dem Täufer und ihnen, so wie es eine Parallele zwischen dem ersten und dem zweiten Kommen des Messias gibt.

Dieser Parallelismus wird im Evangelium deutlich, wenn unser Herr von den zwei Fällen Jerusalems spricht: Zuerst spricht er vom Untergang des Tempels von Jerusalem, als dem Untergang des materiellen Tempels von Jerusalem, dann aber bezeichnet er den Untergang des Tempels als das Ende der Welt, dessen Vorzeichen der Tempel von Jerusalem ist. Es gibt zwei Fälle Jerusalems, zwei Kommen Jesu Christi, zwei Gesandte, die kommen, um den Weg für Jesus Christus zu bereiten. Das erste Mal war es Johannes der Täufer, das zweite Mal wird es der Prophet Elias sein, der nahe Vorläufer Jesu Christi. So wie Elias der Prototyp des Apostels der Endzeit ist, der herausragendste, der glorreichste von allen, er ist ihr Paradigma, so ist auch Johannes der Täufer dasselbe. Der Prototyp des Apostels der Endzeit.

Wenn wir das Flammengebet des heiligen Ludwig Grignion betrachten, in dem er die Apostel der Endzeit beschreibt, verstehen wir die Psychologie des heiligen Johannes des Täufers besser. Wenn er von jemandem spricht, der hinausgeht und sagt: „Seid vorsichtig, sie brennen das Haus meines Bruders nieder, sie bringen meinen Vater um, Feuer, Feuer überall, usw., usw.“, ist dies eine sehr realistische Sicht auf die Situation ihrer Zeit, die die Lauen als pessimistisch bezeichnen würden, der Apostel der Endzeit.

Dasselbe finden wir bei Johannes dem Täufer. Ein Prophet, der auftritt und die moralische Situation seiner Zeit mit all dem Schlechten schildert. Er scheut sich nicht, den Pharisäern und Schriftgelehrten die Wahrheit zu sagen; er scheut sich nicht, das jüdische Volk für die Erniedrigung zu tadeln, in die es gefallen ist; er scheut sich nicht, Herodes selbst das Böse zu sagen, dass er getan hat, und stirbt deshalb als sein Opfer. Er ist ein Mann, der seine Pflicht erfüllt – ganz anders als die Mittelmäßigen –, die Wahrheit vollständig, lückenlos und mit aller Furchtlosigkeit zu sagen, und der in diesem Dienst stirbt.

Auf der anderen Seite steht der polemische Charakter seiner Mission. Aus der Beschreibung des Flammengebets geht hervor, dass die Apostel der Endzeit kämpferische, umstrittene Männer sein werden. Und der heilige Johannes der Täufer war sein Leben lang ein umstrittener und kämpferischer Mann. Sein Leben war nichts anderes als eine lange Kontroverse, um unserem Herrn den Weg zu bereiten. Ich hatte Gelegenheit, diese Passage aus dem Evangelium zu lesen, in der er die Botschaft des heiligen Johannes des Täufers an die Menschen kommentiert und zeigt, dass Johannes der Täufer, als er sagte: Tut Buße! Das griechische Wort dafür war Metanoia, also Mentalitätsänderung: Ändert eure Mentalität, sonst werdet ihr nicht gerettet.

Was er wollte, war eine Veränderung des Geistes. Und genau das will der Apostel der Endzeit. Diese tiefgreifende Metanoia, diese tiefgreifende Transformation, bei der es nicht nur darum geht, für diese oder jene Kleinigkeit Buße zu tun oder diese oder jene Kleinigkeit zu verbessern, sondern darum, den Kern der Mentalität zu erfassen und ihn von Grund auf zu verändern, und genau darum bat der heilige Johannes der Täufer. Und das ist es, was die Apostel der Endzeit von den Menschen verlangen werden, und deshalb werden sie abgelehnt und verfolgt, aber ihre Qualen werden verkürzt. Daneben sehen wir Demut. Der heilige Johannes der Täufer erkannte die Fehler der Menschen so, wie sie wirklich waren. Er hatte eine umfassende Vorstellung von der Schwere der Erbsünde. Nichts von diesem faden Optimismus in Bezug auf die menschliche Natur, der den [unverständlich] und den Schwächen der Mittemäßigen innewohnt, war vorhanden. Er nannte die Dinge beim Namen, weil er sah, was sie waren. Und wir glauben, wir sehen den heiligen Johannes den Täufer, wenn wir den heiligen Louis Grignion de Montfort sagen hören, die Menschen seien eitler als Frösche, wilder als Tiger, falscher als Schlangen usw. und er beschreibt vollständig, was der Mensch durch die Erbsünde ist. Wir glauben, wir hören den heiligen Johannes den Täufer.

Sie werde vielleicht fragen: Wo ist der marianische Ton bei Johannes dem Täufer? Wo ist die Gegenwart der Muttergottes in seinen Predigten?

Die Muttergottes sollte sich der Kirche erst später offenbaren. Sie begann sich bereits zu Lebzeiten unseres Herrn zu offenbaren, doch frommen Autoren zufolge wurde ihr Wirken in der Kirche intensiver und spürbarer, als unser Herr in den Himmel auffuhr, und dann blieb sie, um den Aposteln beizustehen Geschicke der Kirche zu lenken.

Es war nicht Johannes dem Täufer vorbehalten, die Muttergottes in seinen Predigten direkt zu offenbaren. Doch etwas sehr Wichtiges von der Muttergottes war in ihr: Als die Muttergottes die heilige Elisabeth besuchte, hatte er das Glück, die Stimme der Muttergottes zu hören, bei dieser Gelegenheit von der Erbsünde gereinigt zu werden. Als die Heilige Elisabeth sie begrüßt, sagte sie: „Mein Sohn bewegte sich in meinem Leib vor Freude.“

Er ist eine so glühende Marienseele, dass er mit den Worten der Muttergottes noch im Mutterleib einen Akt tiefer Verehrung für die Muttergottes vollbrachte. Und Ihre Stimme, als Vorläufer der Stimme des Lammes Gottes, das er verkünden sollte, ließ ihn vor Freude erzittern. Daher ist es der Apostel, der treue Jünger, ein vollkommener Verehrer Unserer Lieben Frau, der die Stimme Unserer Lieben Frau hört, darin das erste Echo der Stimme Unseres Herrn erkennt und vor Freude bei Ihrer Stimme erzittert.

Sie verstehen, dass die Freude, die er empfand, ihn sein ganzes Leben lang
begleitet haben muss; dieser geistliche Trost, den er durch das Hören der Stimme Unserer Lieben Frau erfahren hat. Und da er mit Unserer Lieben Frau verwandt war, ist es wahrscheinlich, dass er als Junge Kontakt zu Unserer Lieben Frau hatte, Sie kannte und dass er jedes Mal, wenn er Ihre Stimme hörte, vor Freude erzitterte, was die Fortsetzung der Freude war, die er empfand, wenn er Ihre Stimme hörte.

Wir müssen daher den heiligen Johannes den Täufer verehren, das Vorbild all unserer Ideale: das Vorbild des wahren und vollkommenen Verehrers Unserer Lieben Frau, des wahren und vollkommenen Verehrers Unseres Herrn. Demütig gegenüber unserem Herrn, wie es sich gehört, so sehr, dass er sagte, er sei nicht würdig, die Sandalen unseres Herrn zu lösen.

Und dieser großartige Ausdruck in seiner Beziehung zu unserem Herrn, ein reiner Ausdruck, das Gegenteil von Größenwahn: „Es liegt an ihm, zu wachsen, und an mir, Johannes dem Täufer, abzunehmen“. Denn er wurde nur geschaffen, um den kommenden Messias zu verkünden. Und als das Lamm Gottes gekommen war und der Messias den Menschen predigte, erfüllte sich seine Prophezeiung, und er ging ins Martyrium, während unser Herr auferstehen und seine Mission in der Geschichte erfüllen würde. Seht die bewundernswerte Demut all dessen, die Unauffälligkeit, das Nicht-Erscheinen-Wollen, das Nicht-Dasein-Wollen in den Stunden des Triumphs. Er geht den ganzen Weg bis zum Martyrium, doch sein Name steigt in gewaltiger Herrlichkeit zum Himmel auf, und seine Seele wird dann von der gesamten Christenheit bis ans Ende der Zeiten verehrt.

Bitten wir den heiligen Johannes den Täufer, uns all diese Haltungen zu schenken. Mach uns zu vollkommenen Verehrern Unserer Lieben Frau. Vor allem aber: Mögen wir ein inneres Ohr in unserer Seele haben, durch das wir, wenn wir die Stimme Unserer Lieben Frau hören, vor Freude erzittern. Möge eine Bitte Unserer Lieben Frau uns nie widerwillig, traurig, verärgert und mit dem Wunsch, ihr nicht zu antworten, treffen. Vielmehr möge jedes Wort, das Sie durch Gnade in unserer Seele zu uns spricht, ein Wort sein, das uns vor Freude erzittern lässt, selbst wenn es ein strenges Wort ist, selbst wenn es ein Wort der Entsagung, des Opfers und des Leidens ist. Mit der Freude, die Unser Herr am Ölberg in seiner Seele bewahrte, damit wir immer „Ja“ zu Unserer Lieben Frau sagen können. Dies ist die wesentliche Gnade, um die wir Johannes den Täufer heute bitten müssen.

 

 

Aus dem portugiesischen von „São João Batista“, Heiliger des Tages 24. Juni 1964

Die deutsche Fassung dieses Vortages „Der Heilige Johannes, der Täufer“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Mittwoch, 29. Dezember 2021

Regina Pacis - Königin des Friedens

Anm.: Dieser Artikel wurde von Plino Corrêa de Oliveira fünf Tage nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags, der den 2. Weltkrieg für beendet erklärte, veröffentlicht. Für den echten Frieden Christi auf Erden, wie ihn der hl. Ludwig von Montfort vorausgesagt und ersehnt hat, sollten die Katholiken mehr und vertrauensvoller beten, besonders am bevorstehenden „Weltfriedenstag“…

Es ist nicht ohne Absicht der Vorsehung, dass der Frieden (1945) gerade im Monat Mai unterschrieben wird, der von der allgemeinen Frömmigkeit der heiligsten Jungfrau Maria geweiht ist, und dies kurz nachdem der Heilige Vater der glorreichen Mutter Gottes die Fürbitte für den Frieden empfohlen hatte.

Dieser Krieg war vor allem ein ideologischer Kampf, in dem die katholische Meinung versuchte, sich zwischen die Stacheln eines schrecklichen Dilemmas zu zwängen: entweder Nationalsozialismus oder Kommunismus. Die Gottesmutter, die „alle Irrlehren in der ganzen Welt vernichtet“ hat, wollte, dass im Marienmonat eines der Spitzen gebrochen wird: der Nationalsozialismus ist tot. Jetzt müssen wir sie bitten, die andere Spitze zu brechen und den Kommunismus zu zerschlagen.

In diesem Zusammenhang sollte man nicht denken, dass der Friede dieser glorreichen Königin des Friedens nicht der der Sümpfe und Marschlande ist. Es ist der Friede des Himmels, der in seiner ganzen Pracht erstrahlt, während in der Hölle das Böse, gefesselt und zermalmt, ewige Qualen erleidet. Aus diesem Grund ist die Königin des Friedens die Königin des Sieges schlechthin, die die Schafe Christi inmitten schrecklicher Kämpfe zum Triumph führt.

Diese Kämpfe finden zwischen den Kindern Marias und den Kindern der Schlange statt, die durch eine unaufhebbare Feindschaft voneinander getrennt sind. Über diese Feindschaft schrieb der selige Grignion de Montfort:

* * *


„Inimicitias ponam inter te et mulierem, et semen tuum et semen illius; ipsa conteret caput tuum, et tu insidiaberis calcaneo ejus“
(Gen 3, 15). „Feindschaft will ich stiften zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; sie wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihrer Ferse nachstellen“.(*)

Nur einmal hat Gott eine Feindschaft gestiftet, welche fortdauern, ja sogar zunehmen soll bis ans Ende der Zeiten: die Feindschaft zwischen Maria, seiner würdigen Mutter, und dem Teufel und damit auch zwischen den Kindern und Dienern der heiligen Jungfrau und den Kindern und Gefolgsleuten Luzifers. Die furchtbarste und stärkste Gegnerin, welche Gott dem Satan gegenüberstellen konnte, ist Maria, die gebenedeite Jungfrau und Mutter des Erlösers. Gott verlieh ihr schon vom Paradiese an, obgleich sie nur in seiner Idee existierte, einen solchen Hass gegen diesen verfluchten Feind Gottes, einen so großen Eifer, die Bosheit dieser alten Schlange aufzudecken, und so große Macht, um diesen stolzen und ruchlosen Geist zu besiegen, niederzuwerfen und zu zertreten, dass dieser Maria mehr fürchtet, als alle Engel und Menschen, ja in einem gewissen Sinn mehr als Gott selbst. Damit soll gewiss nicht gesagt sein, dass die Feindschaft, der Hass und die Macht Gottes nicht unendlich größer wären als die der heiligen Jungfrau, deren Vollkommenheiten begrenzt sind. Es soll vielmehr besagen: 1. dass Satan in seinem Hochmut unendlich mehr leidet, von einer geringen und demütigen Magd des Herrn als von diesem selbst besiegt und bestraft zu werden, und das ihre Demut für ihn vernichtender wirkt, als die Allmacht Gottes; 2. zudem hat Gott der allerseligste Jungfrau eine solche Gewalt über die Teufel verliehen, dass diese einen ihrer Seufzer zugunsten einer Seele mehr fürchten als die Fürbitten aller übrigen Heiligen und durch eine einzige ihrer Drohungen mehr zu leiden haben als durch alle durch alle anderen Qualen, wie dies die Teufel selbst schon oft genug wider Willen durch den Mund der Besessenen bekennen mussten.

Was Luzifer durch seinen Stolz verloren hat, das hat Maria durch ihre Demut zurückerobert. Was Eva durch ihren Ungehorsam verdorben und eingebüsst hat, das hat Maria durch ihren Gehorsam wieder gutgemacht. Indem Eva der Schlange folgte, hat sie alle ihre Kinder mir sich ins Verderben gerissen und sie der Schlange überliefert; indem Maria sich vollständig Gott unterwarf, hat sie alle ihre Kinder und Diener gerettet und mit sich der göttlichen Majestät geweiht.

* * *

Gott hat aber nicht nur eine Feindschaft gestiftet zwischen Maria und dem Teufel. Gott hat auch Hass und Zwietracht gesät zwischen den wahren Kindern und Dienern Marias und den Sklaven Satans. Wahre Liebe ist zwischen ihnen unmöglich, da sie keine inneren Beziehungen zueinander haben. Wie Kain einst seinen Bruder Abel und Esau seinen Bruder Jakob verfolgte, treffliche Vorbilder der Verdammten und der Auserwählten, so haben auch die Kinder Belials, die Sklaven Satans, oder die Freunde dieser Welt, (das ist alles dasselbe) bisher die Kinder und Anhänger der allerseligste Jungfrau stets verfolgt und werden es in Zukunft noch mehr tun als je zuvor. Maria, die demütige Jungfrau, wird aber über ihren stolzen Feind immer den Sieg behaupten und zwar so glänzend, dass sie ihm sogar das Haupt, den Sitz seines Stolzes, zertreten wird. Sie wird jederzeit seine Schlangenbosheit und seine höllischen Anschläge enthüllen, seine teuflischen Pläne zunichte machen, und bis zum Ende der Zeiten ihre treuen Diener vor seiner grausamen Kralle beschützen.

Die Macht Marias über alle Teufel wird besonders in den letzten Zeiten offenbar werden, wenn Satan ihrer Ferse nachstellen wird, womit ihre demütigen Sklaven und ihre bescheidenen Kinder gemeint sind, welche Maria aufrufen wird, ihn zu bekämpfen. Es werden unscheinbare, arme Menschen sein den Augen der Welt, von allen erniedrigt, getreten und gedrückt, wie die Ferse im Vergleich zu den anderen Gliedern des Körpers. Aber dafür werden sie reich sein an Gnaden vor Gott, die ihnen Maria in Überfluss zuwenden wird. Infolge ihrer Heiligkeit werden sie groß dastehen in den Augen Gottes durch ihren Feuereifer über alle Geschöpfe erhaben sein. Machtvoll wird Gott sie unterstützen, damit die im Verein mit Maria durch ihre Demut der höllischen Schlange den Kopf zertreten und den Triumph Jesu Christi vervollständigen.

* * *

Aus diesen Gründen will Gott, dass Maria jetzt mehr erkannt geliebt und geehrt werde als jemals zuvor.

Aber wer werden Marias die Diener, Sklaven und Kinder sein?

Es werden Diener des Herrn sein, die in ihrem brennenden Eifer für die Ehre Gottes überall das Feuer göttlicher Liebe entzünden werden.

Sie werden, sicut sagittae in manu potentis (Ps 126,4), scharfe Pfeile in der Hand der mächtigen Jungfrau sein, um ihre Feinde zu durchbohren.

Sie werden Söhne Levis sein, wohlgeläutert im Schmelztiegel großer Trübsale und fest vereint mit Gott, werden sie in ihrem Herzen das Gold der Nächstenliebe, in ihrem Geiste den Weihrauch des Gebets, in ihrem Leib die Myrrhe der Abtötung tragen und überall den Armen und Geringen ein Wohlgeruch Christi sein, während sie bei den Großen, den Reichen und stolzen Weltkindern den Geruch des Todes hinterlassen werden.

Sie werden donnernde Wolken sein, die beim geringsten Hauche des Heiligen Geistes durch die Luft fliegen, sollen sie, ohne auf andere unzeitige Rücksicht zu nehmen und ohne sich selbst  durch freudige oder schmerzliche Ereignisse beeinflussen zu lassen, den Regen des Wortes Gottes und des ewigen Lebens verbreiten. Sie sollen donnern gegen die Sünde und gegen die Welt, und dadurch den Teufel und seinen Anhang niederschlagen; alle diejenigen aber, zu welchen sie vom Allerhöchsten gesandt werden sollen sie mit dem zweischneidigen Schwert des Wortes Gottes (vgl. Eph 6,17) durchbohren, sei es zum Leben, sei es zum Tode.

Sie werden als die wahre Apostel der letzten Zeiten auftreten, die der Herr der Heerscharen mit der Gabe des Wortes und mit der Macht ausstatten wird, Wunder zu wirken und glorreiche Siege über seine Feinde davonzutragen. Ohne Gold und Silber aber, was noch wichtiger ist, auch ohne Sorgen werden sie inmitten der anderen Priester und Kleriker wirken, inter medios cleros (Ps 67,14), und mit den Silberschwingen der Taube überall hinfliegen, wohin der Heilige Geist sie rufen wird, um zur Förderung der Ehre Gottes und des Heiles der Seelen tätig zu sein. Dort, wo sie gepredigt haben, werden sie nichts zurücklassen als das Gold der Liebe, welche die Vollendung des ganzen Gesetzes ist. (Röm 13,10)

Schließlich wissen wir, dass sie als wahre Jünger Jesu Christi in den Fußstapfen seiner Armut, Demut, Weltverachtung und Liebe wandeln und den anderen den schmalen Weg zu Gott in reiner Wahrheit zeigen werden. Dabei werden sie sich dem heiligen Evangelium und nicht nach den Grundsätzen der Welt richten, ohne Ansehen der Person, ohne Schonung, ohne unangebrachte Rücksicht oder Furcht vor einem Sterblichen, mag er auch noch so mächtig sein.

Sie werden in ihrem Munde das zweischneidige Schwert des Wortes Gottes führen, auf ihren Schultern die blutige Fahne des Kreuzes, das Kruzifix in der rechten, den Rosenkranz in der linken, die heiligsten Namen Jesu und Mariä in ihrem Herzen und die Bescheidenheit und Abtötung Jesu Christi in ihrem ganzen Wesen tragen.

* * *

Das sind die großen Männer, die kommen werden, die Maria auf Befehl des Allerhöchsten ausrüsten wird, um sein Reich über die Gottlosen, Götzendiener und Mohammedaner auszudehnen. Wann und wie wird dies geschehen? Gott allein weiß es! An uns ist es zu schweigen, zu beten zu seufzen und abzuwarten: Exspectans exspectavi (Ps 39,4).

(*) Das gesamte Zitat wurde aus dem „Goldenem Buch – Die Wahre Andacht zu Maria“ vom hl. Ludwig Maria Grignon von Montfort entnommen, Lins-Verlag, A-6804 Feldkirch, 1987, S. 35ff

 

Aus dem Portugiesischen übersetzt mit DeepL.com/Translator (kostenlose Version) von „Regina pacis“ in O „Legionário“ Nr. 666, vom 13. Mai 1945

© Nachdruck oder Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Diese deutsche Fassung von „Regina pacis“ erschien erstmals in www.p-c-o.blogspot.com