| Ein kleiner Junge bewundert eine mittelalterliche Ritterrüstung From bygoneamericana. Photo taken by Wayne Miller, USA in 1955. |
Der Gipfel des Egalitarismus
ist, z.B. zu sagen: „Soviel ist auch nicht notwendig. Es hätte ein gewöhnliches
Rad sein können. Warum hat diese anmaßende Frau [die Königin von Dänemark] dieses
Kristallrad angeschafft?“
Es ist das Rasseln des Schwanzes
der Viper des Egalitarismus.
Es ist die Eigenschaft einer
anti-egalitären Mentalität, immer das Erhabenere, das Höhere zu wollen, zu
sehen, zu wünschen und zu lieben und es so vom weniger Erhabenen, vom
Gewöhnlichen zu trennen.
Der anti-egalitäre,
hierarchische Geist sucht das Höchste, aber er verachtet und hasst einfache
Dinge nicht, und wenn ein nicht egalitärer Mensch arm ist, lebt er gelassen in
seiner Armut, ohne diese zu verachten. Der Anti-egalitäre verachtet also nicht
den Armen, sondern das Vulgäre.
| Das Innere des heiligen Hauses Mariens, der Mutter Gottes, so wie es heute in Loreto, Italien, zu sehen ist. |
Das Haus der Heiligen Familie in Nazareth war extrem arm, aber nicht vulgär. Alles war übersichtlich, ordentlich, alles in Ordnung, alles sauber, alles akkurat, alles erhaben, wenn auch in der Armut. Das ist es nicht, was der Anti-Egalitäre verachtet. Er hält sogar die würdige Armut selbst für eine gute Sache. Was er hasst, was er verachtet, ist das Zerzauste, das Unordentliche, das Gewöhnliche aus Liebe zum Schmutzigen, aus Liebe zum Vulgären, aus Liebe zum Ordinären, aus Liebe zum Gewöhnlichen. Genau das hasst er.
Hier wäre also ein erster
Punkt: Mann sollte sich selbst prüfen und dann versuchen ständig in sich selbst,
diesen Geisteszustand kultivieren, der wiederum unseren Geist zu den Höhen der
Liebe Gottes führt. Dies ist also die erste Note des anti-egalitären Geistes.
Aus dem Portugiesischen.
Auszug eines Vortrages „Santo do Dia“ vom 19. April 1966
© Nachdruck oder
Veröffentlichung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
Diese deutsche Fassung „Selbst,
wenn er arm ist…“ erschien erstmals in www.p-c-o.blogspot.com
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