Wenn Gott nur durch und mit der Hilfe von Menschen
auf die Menschen einwirken will, wie viele Menschen bräuchte er dann
normalerweise, um auf diese unzähligen Verdammten, Dämonen und lebenden
Menschen einzuwirken, die dem Teufel, von dem der selige Palau unaufhörlich
spricht, völlig ausgeliefert sind?
Wenn es nun so wenige Menschen gibt, die bereit
sind, Gott und der Muttergottes zu dienen, muss dies durch einen Überschuss an
Eifer, Hingabe, Mut, unermüdlichem Einsatz und entschlossener Kraft
ausgeglichen werden. So wird durch das Wirken weniger, das Wirken unzähliger
Verworfener und Gottesfeinde ausgeglichen.
Deshalb, wenn wir wenige sind, lasst uns danach
streben, von großem Wert zu sein, lasst uns danach streben, uns zu heiligen,
aber mit einer kämpferischen Heiligung, einer Heiligung in diesem aggressiven
Sinne des Wortes, die sich gegen den Widersacher stellt, um ihn zu stürzen, die
sich absolut nicht davor fürchtet, getreu dem Wort aus dem alten und so
poetischen Hymnus der Marianischen Kongregationen: „Wer im Schatten der
Unbefleckten kämpft, fürchtet nicht das Schwert von tausend Soldaten.“
Das heißt, wir kämpfen im Schatten Unserer Lieben
Frau, gegen wie viele es auch sein mögen, es spielt keine Rolle. Selbst wenn
die Zahl der Mitglieder der Gruppe auf die Anzahl derer, die sich derzeit in
diesem Auditorium befinden, reduziert wäre, würde es wenig ausmachen. Und
selbst wenn wir nur ein Zehntel der Anwesenden wären, würde es wenig ausmachen.
Wir sollten so sein, dass wir von einem Moment auf den anderen die Initiative
ergreifen können.
Natürlich bedauern wir, dass die Zahl der Diener
Gottes und Mariens so gering ist. Doch erfüllt von einer Art heiliger
Trunkenheit, einer Trunkenheit des Heiligen Geistes, angesichts dieser
Tatsache: „Wir sind so wenige, und doch hat uns die Muttergottes die gewaltige
Aufgabe nicht abgenommen. Lasst uns voranschreiten!“
Wenn also in den Ereignissen, die uns im Laufe
unseres Lebens begegnen, überraschende Tatsachen eintreten, wenn sich Umstände
ergeben, die uns in Versuchung führen zu denken, alles sei eine verlorene Sache,
müssen wir uns dem entgegenstellen, was eine Versuchung des Teufels sein mag,
selbst wenn wir nur zu fünft oder allein im Kampf gegen den Feind wären. (SD
7.11.94)
Aus dem Portugiesischen von Santo do Dia vom 7. November
1994.
Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals
erschienen in
www.p-c-o.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit
Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
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