Plinio Correa de Oliveira
“Heiliger des Tages” 25. Juli 1965
Man hat einige Sätze an die Tafel
geschrieben – die, wie es scheint, von mir stammen –, welche die moralische
Beschaffenheit des vorausschauenden Menschen betreffen, und mich gebeten, diese
Sätze zu kommentieren.
Erstens: „Der vorausschauende Mensch
versucht, die Gefahr zu erkennen, solange sie noch klein und fern ist; denn was
klein ist, lässt sich leichter zerschlagen, und auf das, was in der Ferne
liegt, kann man sich zum Kampf vorbereiten.“
Zweitens: „Der vorausschauende Mensch
erschrickt nicht, wenn die Gefahr eintritt, denn er weiß bereits, was in jeder
Phase des Kampfes zu tun ist; er lässt sich nicht entmutigen, da er weiß, dass
er getan hat, was er tun musste.“
Drittens: „Nach dem Kampf reflektiert
der vorausschauende Mensch sein eigenes Vorgehen sowie das seines Gegners –
sowohl vor als auch während des Kampfes –, um daraus Erfahrungen und
Handlungsprinzipien zu gewinnen, die ihm bei der nächsten Auseinandersetzung
nützlich sein können.“
Ich wusste gar nicht, dass ich das gesagt
habe, aber ich kann dem voll und ganz zustimmen, denn es entspricht im Grunde
genau meiner Überzeugung.
Es ist so offensichtlich... Alles, was
dort steht, ist so einleuchtend, dass ich verstehen kann, wenn Sie sich fragen,
warum etwas so Offensichtliches überhaupt ausgesprochen wurde und nun wieder in
Erinnerung gerufen wird. Sollte man derart Offensichtliches nicht besser in
völliger und ewiger Vergessenheit ruhen lassen?
Dafür habe ich eine Erklärung: Es
kursieren nämlich eine Reihe von Ansichten, die – direkt oder indirekt – dieser
Aussage widersprechen. Und das möchte ich Ihnen aufzeigen.
Erste These: „Der vorausschauende
Mensch versucht, die Gefahr zu erkennen, solange sie noch klein und fern ist;
denn was klein ist, lässt sich leichter zerschlagen, und auf das, was in der
Ferne liegt, kann man sich im Kampf vorbereiten.“
Nun, die meisten Menschen haben diese
Gewohnheit nicht. Sie mögen zwar theoretisch zustimmen, dass es so sein sollte;
doch in der Praxis verhalten sich die meisten Menschen eben nicht so. Sie
lassen die Gefahr – die noch fern und klein ist – einfach wachsen, in der
Annahme, dass letztlich immer ein unvorhergesehenes Ereignis eintreten könnte,
das die Gefahr abwendet. Auf diese Weise erspart man sich die Mühe, sich Sorgen
zu machen oder sich darauf zu konzentrieren; die Sache erledigt sich
gewissermaßen von selbst.
Zudem hegen sie die Vorstellung, dass es
für alles eine „Lösung“ – eine Art Kniff oder Ausweg – gibt. Sollte die Gefahr
also tatsächlich groß werden, so müsse man – anstatt eine große Anstrengung zu
unternehmen oder eine entschlossene Gegenaktion vorzubereiten – lediglich einen
solchen Kniff anwenden; auf diese Weise ließe sich die Gefahr schon abwenden.
Nun, auch wenn dies bisweilen geschieht –
und tatsächlich kommt es vor –, so muss man doch feststellen, dass es eben
nicht immer so ist. Wer unter keinen Umständen eine Niederlage erleiden möchte,
dem bleibt nur ein einziges Mittel: äußerste Vorsorge. Denn wer nicht vorsorgt,
der erlebt eines Tages, dass die Gefahr – die er nicht kommen sah – plötzlich
anschwillt und ihn in ihren Würgegriff nimmt.
Kurz gesagt: Wer ein Gespür für
Verantwortung und Pflicht besitzt, der darf nicht auf diese Weise denken.
Stellen Sie sich zum Beispiel den
Vorsitzenden des Nationalrates der TFP vor. Er erkennt eine ferne Gefahr, die
der TFP droht. Denkt er nun: „Die Gefahr ist klein und liegt in der Ferne, ich
werde mich nicht damit befassen“, so kann die Gefahr plötzlich wachsen, und die
TFP könnte schwer getroffen werden – etwa durch eine Kampagne, durch Hass,
durch Verleumdungen oder Ähnliches.
Ich trage also – vor Unserer Lieben Frau –
die Verantwortung für die TFP. Sollte dies geschehen, so werde ich am Tag des
Gerichts zur Rede gestellt werden: „Du warst der Präsident; du hattest das Amt
angenommen, du hattest diese Verantwortung übernommen. Als die Gefahr vor
deinen Augen auftauchte – du hättest sie abwenden können, solange sie noch
klein war –, hast du geschlafen und sie nicht abgewendet. Was ist das Ergebnis?
Die Gefahr ist gewachsen, und die TFP hat Schaden genommen, weil du deine Bequemlichkeit
vorgezogen hast.“
Man hat nicht das Recht, so zu sein. Als
Präsident des Nationalrats trage ich eine Verantwortung vor Unserer Lieben
Frau, die es mir unmöglich macht, so zu sein; sie verbietet es mir, so zu sein.
Ich muss alle Gefahren, die noch in der Ferne liegen, alle kleinen Gefahren im
Blick behalten und mich gegen sie wappnen, als wären sie bereits groß und
unmittelbar. Auf diese Weise werde ich siegen. Ich werde siegen, wenn Unsere
Liebe Frau mir hilft. Doch Unsere Liebe Frau wird mir nicht helfen, wenn ich
nicht so handle.
Sie werden vielleicht einwenden: Aber wie
kann es sein, dass sie „nicht hilft“? Kann Unsere Liebe Frau denn kein Mitleid
mit Ihnen haben und Ihnen nicht beistehen?
Ich antworte: Das kann sie gewiss. Doch
sie könnte auch beabsichtigen, mich zu züchtigen – und geschehen lassen, was
durch meine eigene Trägheit verursacht wurde –, damit ich ein Gespür für meine
Verantwortung entwickle. Und wenn ich die TFP aus tiefster Seele liebe und
unter keinen Umständen zulassen möchte, dass sie Schaden erleidet oder in
Gefahr gerät, dann bin ich verpflichtet, auch kleine Gefahren vorauszusehen.
Ich muss mich wappnen – mit Argumenten, Dokumenten und allen erdenklichen
polemischen Mitteln –, um dem Gegner wirksam entgegentreten zu können.
Mehr noch: Die Treue zu den Grundsätzen
des Buches *Revolution und Gegenrevolution* führt uns zu der
Erkenntnis, dass wir selbst zum Zielobjekt geworden sind. Wir, die wir die
Sache der christlichen Zivilisation verteidigen, stehen im Fadenkreuz einer
uralten Verschwörung – einer Verschwörung, die, wie alle Verschwörungen, im
Geheimen agiert. Sie richtet sich gegen die gesamte christliche Zivilisation
und gegen die Kirche – die Seele, das Lebensprinzip und das Endziel dieser
Zivilisation. Unermüdlich, rastlos und beharrlich betreibt sie ihr Werk gegen
die christliche Zivilisation und die Kirche, wobei sie auf alle nur
erdenklichen Kniffe zurückgreift, um den Untergang jener Ideale herbeizuführen,
denen wir unser Leben gewidmet haben.
Wenn dies der Fall ist, dann befinden wir
uns mitten im Kampf gegen diese Verschwörung. Und wer gegen Verschwörer
vorgeht, darf nicht so handeln wie eine Privatperson, die keine Feinde hat –
oder zumindest keine haben muss – und die sich daher in relativer Sorglosigkeit
bewegen kann.
Es ist unsere Pflicht, ein Höchstmaß an
Vorsicht und Weitsicht walten zu lassen. Dies gilt – meine lieben Freunde, und
zwar in hohem Maße – auch für das geistliche Leben.
Nehmen wir an, ein kleiner Fehler beginnt
sich bei uns abzuzeichnen. Wenn wir diesen kleinen Fehler umgehend bekämpfen,
bleibt unsere geistliche Unversehrtheit gewahrt; Wenn wir einen Fehler erst
dann bekämpfen, wenn er bereits herangewachsen ist, stehen wir ihm schon
geschwächt gegenüber. Denn gegenüber einem schwachen Fehler ist der Mensch
stark; gegenüber einem starken Fehler hingegen ist der Mensch schwach.
Daher muss unsere Wachsamkeit beständig
auf unser Innenleben gerichtet sein. Wir müssen uns selbst gegenüber
misstrauisch sein. Die Person, der ich auf der Welt am meisten misstrauen
sollte, hat einen Namen, der Ihnen bekannt ist: Diese Person heißt Plinio
Corrêa de Oliveira. Plinio Corrêa de Oliveira sollte also Plinio Corrêa de
Oliveira misstrauen; denn er selbst ist es, der vor Unserer Lieben Frau die
Hauptverantwortung trägt. Und da ich weiß, dass ich in der Erbsünde empfangen
wurde und Fehler in mir trage, muss ich diesen Fehlern gegenüber, ein gesundes
Misstrauen hegen. Ich darf ihnen keinerlei Zugeständnisse machen und muss alle
Kniffe durchschauen, zu denen mich meine menschliche Schwäche verleiten könnte,
um meinen Fehlern nachzugeben. Nur so kann ich sie besiegen. Bekämpfe ich den
kleinen Fehler – diesen kaum wahrnehmbaren Kniff – nicht, so befinde ich mich
schon bald mitten im Strudel eines stürmischen Ansturms der Versuchung – und
könnte zu Fall kommen.
„Wachet und betet,
damit ihr nicht in Versuchung geratet.“
Das heißt: Man muss wachen! Wie oft habe ich das schon gesagt! Dies ist ein
Aufruf zur Tugend der Wachsamkeit.
Der zweite Grundsatz lautet: „Ein
vorausschauender Mensch erschrickt nicht, wenn die Gefahr naht, denn er weiß
bereits, was in jeder Phase des Kampfes zu tun ist; er lässt sich nicht lähmen,
weil er weiß, dass er getan hat, was er tun musste.“
Wenn ein Mensch vorausschauend handelt,
schon während die Gefahr erst im Entstehen begriffen ist, dann hat er bereits
seinen Plan gefasst. Wenn die Gefahr dann tatsächlich auftritt, ist er bereit,
sich ihr zu stellen – er weiß genau, was zu tun ist. Betet zu Unserer Lieben
Frau, erbittet den Beistand Unserer Lieben Frau, denn in all unseren Kämpfen
ist der Beistand Unserer Lieben Frau der entscheidende Faktor. Unsere
persönliche Anstrengung ist zwar unerlässlich, aber von zweitrangiger
Bedeutung; das Hauptelement ist der Beistand Unserer Lieben Frau. Wer diesen
Beistand erbittet, erwartet den Feind auf seinem Posten – und zwar mit
Gelassenheit, denn er weiß bereits, was zu tun ist.
Ist ein Mensch hingegen nicht wachsam, so
versucht er, gar nicht erst an die Gefahr zu denken. Doch plötzlich tritt die
Gefahr auf den Plan. Da ist sie. Er weiß nicht, was er tun soll – er hat ja
nicht darüber nachgedacht –, er ist völlig überrumpelt, findet keine geeigneten
Mittel, verfügt nicht über die nötigen Werkzeuge und läuft Gefahr, besiegt zu
werden.
Ein wachsamer Mensch, der eine Niederlage
erleidet, lässt sich davon nicht völlig niederschmettern; es ist ein Unglück,
doch Unsere Liebe Frau wird helfen. Er wird noch andere Siege erringen. Er hat
getan, was er tun musste; sein Gewissen ist in Frieden.
Ein Mensch hingegen, der ohne Wachsamkeit
besiegt wird, wird sich durchaus niederschmettern lassen: Er hätte die Gefahr
vorhersehen können, hat es aber nicht; er hätte vorbeugen können, hat es aber
unterlassen. Er wurde angegriffen, verlor die nötige innere Distanz und wurde
überwältigt. Für ihn ist eine solche Niederlage eine Schande. Er sollte
zumindest einen Akt der Reue vollziehen und Unsere Liebe Frau um Verzeihung
bitten; er sollte sich an die Brust schlagen und sagen: „Meine Mutter, Herrin
der vollkommenen Wachsamkeit, Turm Davids...“
Manchmal bemerke ich – selbst bei nahestehenden
Mitarbeitern – einen gewissen Unmut in ihrem Blick, wenn sie mit mir zu tun
haben und ich sage: „Nein... Kommen Sie mal her; setzen wir uns zusammen,
lassen Sie uns voraussehen, was bei dieser oder jener Gelegenheit geschehen
könnte... Erstellen wir einen Plan; überlegen wir uns eine
Verteidigungsstrategie, welche ist die beste Antwort.“ Ich spüre dann eine
gewisse Distanzierung, als wollten sie sagen: „Nein, das ist zu viel des
Vorausdenkens; das halte ich nicht aus.“ Da möchte ich am liebsten entgegnen:
„Mein Lieber, was hältst du denn überhaupt aus? Hältst du es etwa aus,
hinterher die Schläge einzustecken?“
Das dritte Element: „Nachdem der
Kampf vorüber ist, unterzieht der vorausschauende Mensch sein eigenes Vorgehen
sowie das seines Gegners – sei es vor oder während des Kampfes – einer
kritischen Betrachtung. Daraus gewinnt er Erfahrungen und Handlungsprinzipien,
die ihm bei der nächsten Auseinandersetzung von Nutzen sein werden.“
Zudem nimmt der wachsame Mensch niemals
jene Haltung ein, die Unser Herr im Evangelium verurteilt. Es ist das Gleichnis
von einem reichen Mann, der viel Geld verdient und auf seinem Land eine reiche
Ernte eingebracht hat. Er lagert den Ertrag in seine Speicher ein und sagt zu
sich selbst: „Wohlan, meine Seele, ruh dich aus! Du hast noch ein langes Leben
vor dir und reichlich Vorräte; keine Sorgen mehr...“ Doch Unser Herr sagt: „In
jener Nacht kommt der Tod wie ein Dieb und holt diesen Mann zu sich.“ Es fehlte
an Wachsamkeit.
Ein wachsamer Mensch wird daher auf dieser
Erde niemals Folgendes sagen: „Ich bin nun gegen alle Unglücksfälle
abgesichert: - Ich habe Geld erworben, mir einen Ruf geschaffen; ich bin im
Leben bestens eingerichtet...“ „...Sorgenfreiheit und Genuss, der Rest ist
nichts“ – denn er weiß, dass diese Erde ein Jammertal ist.
Das irdische Leben wurde von Gott – nicht
im Paradies, sondern auf dieser Erde – so eingerichtet, dass der Mensch stets
leidet. Und ganz gleich, wie sehr der Mensch sich auch bemüht, dem Leiden zu
entgehen: Es bricht doch über ihn herein. Daher sollte sich ein Mensch, der
vorübergehend glücklich ist und sich gegen Unglück gut gewappnet fühlt, stets
bewusst sein, dass das Unglück jederzeit in sein Haus oder sein Leben
eindringen und ihn völlig zugrunde richten kann.
Ich kenne den Fall eines sehr wohlhabenden
Herrn hier aus São Paulo. Er besuchte Pferderennen – er war ein großer
Liebhaber des Rennsports –, und während die Pferde auf der Bahn unterwegs
waren, nahm er sein Fernglas zur Hand, um das Geschehen zu verfolgen. In einem Moment
sah er plötzlich weder Pferde noch Fernglas – er sah überhaupt nichts mehr.
Dort, in festlicher Kleidung, wie sie damals bei Pferderennen üblich war,
inmitten seines Bekanntenkreises und bei bester Unterhaltung, ist er blind
geworden. Blind! Er verbrachte viele, viele Jahre in völliger Blindheit. Er
reiste nach Europa und nahm den damals besten Augenarzt aus São Paulo mit, in
der Hoffnung, in den großen europäischen Zentren der Augenheilkunde Hilfe zu
finden und sein Leiden – eine Netzhautablösung – heilen zu lassen. Ich weiß
nicht, ob es dafür heute eine Heilung gibt; in seinem konkreten Fall –
zumindest zu jener Zeit – gab es sie jedenfalls nicht.
Es schien, als sei dieser Mann dazu
verdammt, in seinem Leben immer wieder von bösen Überraschungen heimgesucht zu
werden. Im hohen Alter erkrankte er erneut. Er lag, bereits blind, in seinem
Bett. Ein Arzt untersuchte ihn – es waren stets erstklassige Ärzte, denn er
scheute keine Kosten für seine medizinische Versorgung. Doch man kam zu dem
Schluss, dass ihm eigentlich nichts fehle. Der Arzt und die Familie traten ein
Stück vom Bett zurück, als wollten sie gerade den Raum verlassen, ...während
sie sich über seinen Zustand unterhielten. Doch der Arzt meinte, es ginge ihm
sehr gut, er habe gar nichts, es fehle ihm absolut nichts. Plötzlich machte er
eine etwas heftigere Bewegung – und war tot.
Die erste Überraschung: Er erblindete. Die
zweite Überraschung: Er starb.
Genauso verhält es sich mit dem Hass, den
andere gegen uns hegen. Wir sehen uns mit Hass konfrontiert, an den wir im
Traum nicht denken würden. Der Neid ist eine gewaltige Macht; er verfolgt uns
auf Schritt und Tritt, stets darauf aus, uns zu schaden. Besonders die
„Ultramontanen“ sehen sich solchem Hass ausgesetzt – denn die Kinder der
Finsternis werden bis ans Ende der Welt den Kindern des Lichts nachstellen und
ihnen Fallen stellen.
Wenn also ein Kind des Lichts einen Kampf
hinter sich hat, sagt es nicht: „Nun gut, jetzt ruhe ich mich aus; es ist ja
alles wunderbar.“ Nein! Es sagt: „Ich werde nun meinen Kampf und den meines
Gegners analysieren; beim nächsten Mal werde ich erfahrener sein.“
Es gibt da einen sehr berührenden Aspekt.
Man erzählt, dass im hohen Alter Karls des Großen – ich weiß nicht mehr genau,
um welches Volk es sich handelte: ob es die Ungarn waren, die in Europa
einfielen, oder vielleicht schon die Normannen, die seine letzten Feinde im
Alter waren; ich entsinne mich nicht mehr genau, welcher Feind es war – [die
Feinde] noch einmal angriffen. Und er – der bereits ein Greis war –, als ihn
die Nachricht erreichte, dass sein Reich angegriffen wurde, da weinte er – er,
der große Kaiser, der große Held, der Vater Europas, des katholischen Europas.
Er rief aus: „Mein Gott! Selbst in meinem höchsten Alter noch dieser Kampf!
Hört das denn niemals auf?“ Und nach diesem Krieg folgte sogar noch ein
weiterer. Erst danach starb er – doch er blieb der große Kaiser.
Er selbst hatte enorme Kämpfe und
Rückschläge zu bestehen, bis es ihm gelang, das Weströmische Reich zu festigen.
So ist das Leben eines jeden von uns. Und
bis zum letzten Augenblick unseres Lebens müssen wir damit rechnen – als etwas
Wahrscheinliches –, dass Unglück eintritt, dass Kämpfe entstehen, dass Dinge
geschehen, die wir gerade nicht erleben wollen. Denn andernfalls wird jener
Feind, vor dem wir die Augen verschließen, über uns hereinbrechen.
Dies sind, meine Lieben, die Grundsätze
der Vorsorge, die hier an der Tafel dargelegt sind – Grundsätze, die sich die
Mitglieder der TFP in diesen Tagen der heraufziehenden „Bagarre“ mehr denn je
zu eigen machen müssen.
Eine Gestalt, die diesen Grundsatz in
herausragender Weise verkörperte, war jener große Präsident, den die
ecuadorianische Nation im vergangenen Jahrhundert hatte: Garcia Moreno. Er
starb im Ruf der Heiligkeit – ein Märtyrer im Kampf gegen den sektiererischen
Liberalismus. [...]

Präsident Gabriel Garcia Moreno
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