AMBIENTE - BRÄUCHE - ZIVILISATIONEN
Plinio Corrêa de Oliveira
Dabei
ist, wie bei allem, ein gesundes Gleichgewicht notwendig. Und die katholische
Kirche ist Meister dieses Gleichgewichts, die Quelle aller Tugend.
Es gibt
keine Unvereinbarkeit zwischen Stärke und Zartheit der Seele, solange man das
eine und das andere richtig versteht. Und eine Seele kann gleichzeitig sehr
zart ohne Schwäche und sehr stark ohne Brutalität sein.
Wahrscheinlich
gibt es in Brasilien keinen frommen Menschen, der nicht „Die Seele jedes
Apostolats“ von D. Chautard gelesen hat, dem berühmten Trappistenabt, der
einige Zeit in unserem Land lebte, wo er – leider vergeblich – versuchte, in
Tremembé, Bundesstaat São Paulo, ein Kloster seines Ordens zu gründen. Es ist
unmöglich, die bewundernswerten Seiten dieses Buches zu lesen, dessen Salbung
uns manchmal an die „Nachfolge Christi“ erinnert, ohne die Schätze der
Zartheit zu spüren, die seine große Seele enthielt. D. Chautard war jedoch auch
ein großer Kämpfer. Als Kontemplativer aus Berufung erforderten die von der
Vorsehung zugelassenen Umstände, dass er sich an vielen Kämpfen beteiligte. Er
trat erfolgreich gegen Clemenceau an, den berühmten antiklerikalen Minister
Frankreichs, der mit dem Spitznamen „Der Tiger“ in die Geschichte einging und
im Ersten Weltkrieg den ganzen Mut und die Widerstandsfähigkeit des
französischen Volkes verkörperte. Und so drängte sich seine große Seele
Clemenceau auf, dass er D. Chautard einen Respekt entgegenbrachte, den er bis
zu seinen letzten Tagen bewahrte. Die Stärke des Menschen zeigt sich deutlich
in seiner kraftvollen Persönlichkeit, durchdrungen von der ganzen Ruhe eines
Kontemplativen, von der ganzen Entschlossenheit eines eisernen Willens und von
der ganzen Majestät eines robusten, tiefen Geistes, völlig durchdrungen von den
Dingen Gottes. Der Blick vereint sozusagen all diese Eigenschaften. Edler und
herrischer Blick, mit dem D. Chautard Heldentaten vollbrachte. Während einer Reise
durch den Orient fand er einen eingesperrten Löwen, blickte ihn aufmerksam an
und hypnotisierte das Tier ...
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Aus
dem Portugiesischen mit Hilfe vom Google Übersetzer aus „Catolicismo“
Nr. 52 – April 1955: Almas
delicadas sem fraqueza, e fortes sem brutalidade
Die deutsche Fassung dieses Artikels „Zarte Seelen
ohne Schwäche und stark ohne Brutalität“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit
Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
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