Donnerstag, 17. September 2026

Der Wert des Leidens

Plinio Correa de Oliveira

 


Ich begann den Wert des Leidens zu begreifen, den ich zuvor nicht verstanden hatte. Jeder ist entsetzt über das Leiden; die Menschen fliehen davor; und ich begann zu verstehen, dass der Einfluss der Kirche nur so lange in den Seelen wirkte, wie sie zu leiden wussten. Leiden ist für die Seele in etwa wie Feuer für eine Flüssigkeit, die gereinigt werden muss, wie Metall, das vom Erz getrennt werden muss: Sie leidet, aber sie leidet mit Ergebung, mit Würde. Das schenkt der Seele eine Ruhe, eine Harmonie, eine Stärke, die kein Vergnügen aufwiegen kann. Welch ein Wohlgefühl christlichen Leidens!




Manchmal stand ich vor Kruzifixen, vor Bildern des Herrn Jesus, und beim Anblick dieser Bilder dachte ich: Es ist geheimnisvoll! Er ist von Schmerz gezeichnet, aber ich erkenne in ihm eine Ausgewogenheit, eine Stärke, eine Geschlossenheit, eine Ergebung, die mich sagen lässt: Nie war ein Mensch so beneidenswert wie der Gottmensch in der Tiefe seines Leids. Es ist daher notwendig, den Mut zu haben, das Meer des Schmerzes zu durchdringen und ihn zu ertragen. Wenn etwas aus Liebe zu Gott getan wird, durchdringt uns eine besondere Süße, wohnt in uns, ist einzigartig und gehört zum Wohlbefinden eines Kindes der Kirche und eines Gegenrevolutionärs.

 

(Keine Angaben über Ort und Anlass des Textes)

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