7 Tage im Rückblick
O „Legionário“
In unserer letzten Ausgabe machten wir unsere Leser auf die
verabscheuungswürdige Haltung der chinesischen Kommunisten aufmerksam, die in
ihrem unglücklichen Heimatland einen Bürgerkrieg führen, angefeuert und
unterstützt von ihren Führern in Moskau.
Diese Woche wurden die Anzeichen einer sowjetischen Intervention in China
so deutlich, dass selbst Blinde die Realität nicht mehr leugnen können. Die
chinesische Regierung richtete offiziell eine Interpellation an die
sowjetischen Behörden und machte sie für die Geschehnisse in China
verantwortlich. Die Sowjets antworteten mit jenem schmeichelhaften Zynismus
eines Geheimniswahrers, dass sie alle strategischen Punkte in China räumen und
daher keine Verantwortung für die Geschehnisse tragen. Als wäre es absurd
anzunehmen, sie würden ihren chinesischen Genossen helfen. Gleichzeitig
berichten Telegramme aus China, dass die chinesischen Kommunisten die von den
Sowjets geräumten Stellungen sofort besetzen!
* * *
So entfacht die UdSSR den Krieg in China. Und dasselbe tut sie in Persien.
Auch in dieser Hinsicht lassen die Reden und Debatten im Unterhaus keinen Raum
für den geringsten Zweifel. Die unruhige persische Zone ist genau diejenige,
die von der UdSSR besetzt war. Berichte aus diesen Regionen betonen, dass die
kommunistische Propaganda dort so gut gemacht war, dass fast alle Einwohner zu
Bolschewiki wurden. Und die russische Verantwortung für den Fall ist so
eindeutig, dass die persische Regierung selbst bereits eine Gesandtschaft nach
Russland entsandt hat, um über die Einstellung der Kampfhandlungen zu
verhandeln. Es ist auch erwähnenswert, dass die Partei, die rebelliert hat,
eben jene Partei ist, die für ihre linken und kommunistischen Tendenzen bekannt
ist.
* * *
Angesichts dessen ist es berechtigt zu fragen, ob die sehr ernsten Unruhen,
die in Indien begonnen, und die Ereignisse in Indonesien selbst nicht hinter
den Kulissen einen Impuls aus Moskau erhalten haben. Es stimmt, dass die
Partei, die in Indien gegen die Briten kämpft, während des Krieges
pro-japanisch eingestellt war. Aber was soll diese Argumentation? Es gibt eine
Wahrheit, die man sich immer wieder in Erinnerung rufen sollte. Als die
Deutschen in Frankreich einmarschierten, waren die Beziehungen zwischen der
UdSSR und dem Deutschen Reich herzlich. Beide Seiten verarbeiteten friedlich
die Überreste des unglücklichen Polens. Was verrieten uns damals die
Telegramme? Die Leser des „Legionário“ erinnern sich, denn wir haben diesen
Sachverhalt ausführlich kommentiert und hervorgehoben. Die Telegramme
enthüllten, dass zahlreiche führende Mitglieder der französischen
Kommunistischen Partei Kontakt zu den Nazi-Besatzern hatten und sie aktiv
unterstützten. Dies waren typische Zeiten, als der „Handschlag“ zwischen
Ribbentrop und Molotow noch frisch war.
Daher gefällt uns die These von Herrn de Gaulle sehr, als er sich weigerte,
ein Schlüsselministerium seines glorreichen Vaterlandes vollständig und ohne
Kontrolle an Kommunisten zu übergeben. Seine These lautete, dass die
internationalen Ereignisse es durchaus verständlich machten, dass
Großbritannien und die Vereinigten Staaten einer französischen Regierung mit
Kommunisten in prominenten Positionen nicht trauten.
De Gaulle findet es verständlich, erklärbar, normal, dass das größte
Misstrauen gegenüber den patriotischen Gefühlen aller französischen Kommunisten
herrscht…
* * *
Aber kehren wir nach China und Persien zurück. Dort entfacht die UdSSR die
Fackel der Zwietracht. Und was tut sie im Westen? Sie annektiert friedlich
Mittel- und Osteuropa. Ist das alles? Nein. Sie protestiert lautstark gegen das
Atomwaffenmonopol.
Gibt es einen größeren Zynismus?
Heute sprechen wir von französischer Höflichkeit, britischer Pünktlichkeit,
spanischer Ritterlichkeit usw. Der Tag wird kommen, an dem wir auch vom
sowjetischen Zynismus sprechen werden. Ein erstaunlicher Zynismus, der weltweit
nur ein einziges „Ähnliches“ hatte: den Nazi-Zynismus.
* * *
Aus all diesen Gründen halten wir es schlichtweg für unvorstellbar, dass
England in der Volksabstimmungsfrage einen Kompromiss eingegangen ist, um die
Präferenzen der Griechen in der Frage Monarchie oder Republik unmittelbar zu
ermitteln.
Demokratisch betrachtet gibt es keinen reibungsloseren Weg, die Lage eines
Landes zu normalisieren. Es liegt auf der Hand, dass eine Verzögerung des
Problems und eine Schwächung der Monarchie nur den Kommunisten in die Hände
spielen. Genau das hat König Georg VI. in seiner hervorragenden Proklamation
deutlich gemacht. Und er hat vollkommen recht.
Aus dem Portugiesischen
mit Hilfe vom Google Übersetzer
Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals
erschienen in
www.p-c-o.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit
Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
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