Abschlussrede zum 8. Kongress der Mitglieder der TFP, am 14. Februar 1971
von Plinio Correa de Oliveira
Brasilien zählt zu den Ländern mit den besten
Voraussetzungen für seine Entwicklung in den kommenden Jahrhunderten.
(...) Vor uns liegt die Weite Brasiliens, die Weite dieses Landes, eines der größten der Erde – es bietet die besten Voraussetzungen für seine Entwicklung in den kommenden Jahrhunderten, da wir über unser gesamtes Land und eine bewundernswert homogene Bevölkerung in Bezug auf ethnische, politische und territoriale Gegebenheiten verfügen. Unser riesiges Territorium zeichnet sich durch eine bewundernswerte Kontinuität aus. Es wird nicht durch etwas von einem Ende zum anderen durchschnitten, dass es in voneinander getrennte Gebiete unterteilt. Es bildet eine große geologische Einheit, eine große Einheit (...) eines Volkes, das zudem außerordentlich geeint bleibt.
Wenn man die Unterschiede zwischen den
Brasilianern aus dem Amazonasgebiet und denen aus Rio Grande do Sul, den
Brasilianern aus São Paulo oder Rio de Janeiro und denen aus Mato Grosso und
Goiás betrachtet, so stellt man fest, dass diese Unterschiede tatsächlich
unbedeutend sind. Das brasilianische Volk ist überall eins, homogen, wahrhaft
brasilianisch, geeint und zusammenhaltend, ohne Streitigkeiten, Rivalitäten
oder gegenseitige Abneigungen; ein friedliebendes Volk, das in den Bewohnern
der anderen Bundesstaaten wahre Brüder sieht und in einem beispielhaften
Frieden lebt, ohne jene geografischen und ethnischen Spaltungen, die die
Geschichte und das Leben anderer Nationen so oft zersplittert haben. São Paulo
selbst, dieses gewaltige São Paulo, das im 20. und 21. Jahrhundert
Anziehungspunkt für die größte Migrationswelle in Brasilien war, São Paulo, wo
die Nachkommen fast aller Völker der Erde zusammenleben, São Paulo verkörpert
einen zutiefst brasilianischen gemeinsamen Nenner, der diese Stadt der Arbeit
und des Fortschritts mit seiner souveränen Note prägt. Und der es den
unterschiedlichsten Völkern ermöglicht, hier in Frieden und Brüderlichkeit
zusammenzuleben, die das wahre Klima Brasiliens ausmachen.
Mehr noch als diese Brüderlichkeit, die aus dem
Wesen unseres Volkes und der nahezu vollständigen ethnischen Homogenität
erwächst – denn hier verschmelzen nach und nach so unterschiedliche Völker zu
einem harmonischen Ganzen –, mehr noch als diese Verbundenheit fällt in
Brasilien eine erstaunliche religiöse Verbundenheit auf. Die Vorsehung lenkte
die Migration nach Brasilien so, dass, selbst wenn dies nicht beabsichtigt war,
der Großteil der Einwanderer katholisch ist. Und Brasilien ist durch und durch eine
katholische Nation, in der der Anteil der Nicht-Katholiken nicht nur
zahlenmäßig unbedeutend ist, sondern auch in der Ablehnung, die es in der
übrigen Bevölkerung erfährt, in seiner Apathie und in seiner Unfähigkeit, den
Nationalgeist zu prägen, unbedeutend.
Wir verfügen daher über eine immense Einheit:
Einheit der Mentalität, Einheit des Glaubens, Einheit des Territoriums. In
dieser Einheit, einer wachsenden Bevölkerung, die zu den größten der Welt
zählt, und immensen, noch unerschlossenen wirtschaftlichen Ressourcen, die ein
wahrhaft unermessliches Potenzial darstellen, erhebt sich Brasilien an der
Schwelle zum 21. Jahrhundert mit dem Potenzial, die größte Macht des 21.
Jahrhunderts zu werden. Gleichzeitig kann es sich bereits eines der größten
Verdienste einer Nation zuschreiben: Kein anderes Land der Welt hat eine so
große katholische Bevölkerung wie Brasilien. Die zahlenmäßig größte Gruppe
innerhalb des authentischen Christentums, des katholischen Christentums, sind
die Brasilianer.
Eine großartige Zukunft erwartet uns daher. Die
Zukunft eines Volkes, das sich zum wahren Glauben bekennt, die wahren
Prinzipien kennt und somit die natürliche Ordnung, die nur die katholische
Religion in ihrer Ganzheit lehrt und durch die Sakramente die übernatürlichen
Kräfte zu ihrer vollen Erfüllung vermittelt, Brasilien, das von der
katholischen Kirche den Schatz der fundamentalen Prinzipien der christlichen
Zivilisation empfangen hat, besitzt alle Mittel, den kommenden Jahrhunderten
den Lauf des Schicksals aufzuzwingen, dem wir folgen müssen, um andere Nationen
auf diesen Weg zu führen und einzuladen. Umso leichter, meine jungen Freunde,
wenn die Vorsehung es so bestimmt hat, dass diese Homogenität Brasiliens die
Homogenität des gesamten lateinamerikanischen Kontinents sein sollte. Wenn es
die Homogenität all jener Nationen wäre, die von der Iberischen Halbinsel
stammen und diese weiten Landstriche bevölkern – Nationen, die untereinander
Schwesternationen sind, Nationen, die katholisch sind –, dann wäre
Lateinamerika ein gewaltiger Block unerschlossener Ressourcen, der größte
Schatz der Christenheit für die Zukunft.
Es ist daher von großer Bedeutung, dass sich in
diesem Land, das eine so entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Geschicke
von morgen spielen wird, zahlreiche junge Menschen aus dem ganzen Land
versammeln. Diese jungen Menschen, die von den Mitarbeitern und Mitgliedern der
TFP zu diesen Studientagen einberufen wurden, hatten das besondere Ziel, die
Missstände im Kommunismus, die Unvereinbarkeit der kommunistischen Lehre mit
der katholischen Kirche sowie die Mittel zur Bekämpfung des heimtückischen Wirkens
des Kommunismus und zur Bewahrung der christlichen Zivilisation – dieses
immensen Schatzes, der nicht nur Brasilien, sondern ganz Lateinamerika
repräsentiert und hier durch die Leiter der verschiedenen TFP-Organisationen
aus den südamerikanischen Ländern vertreten ist – zu untersuchen.
Was vor allem jene Menschen erstaunt, die die
Bedeutung unserer Geschichte und die tiefere Bedeutung der Ereignisse unserer
Zeit nicht verstehen, ist die Tatsache, dass unzählige junge Menschen,
begeistert von den Idealen der TFP, größte Entfernungen überwinden, ihren
Komfort und ihre Vergnügungen aufgeben, sich dem Studium und dem Gebet widmen –
einem Ideal, einem höheren Ideal, einem Ideal, das in dieses Triptychon passt:
Tradition, Familie und Eigentum.
Ein Ideal, dass sich im Wort „Tradition“
selbst bekräftigt. Das Wort Tradition, das Kontinuität mit der Vergangenheit
bedeutet und Treue zu Prinzipien verkörpert, die so viele Menschen für tot
erklären und die in unserer Zeit keine Chance auf Wiedergeburt haben – das Wort
Tradition, das viele als das Wort schlechthin betrachten, wenn es darum geht,
junge Menschen zusammenzubringen –, das Wort Tradition, das gerade dadurch
seine Faszination ausdrückt und unter den brasilianischen Jugendlichen eine
auserwählte Gruppe junger Männer kennzeichnet, die die Bedeutung dieses Wortes
verstehen und zu größtem Einsatz für es fähig sind.
Tatsächlich bedeutet das Wort Tradition Treue, es
bedeutet Reflexion, es bedeutet Erweiterung des Horizonts, es bedeutet
Herausforderung.
Wir leben in einer Zeit, in der alle Mittel der
Propaganda das Moderne verherrlichen. In einer Welt, in der alle
Propagandamittel – Radio, Fernsehen und Presse – unaufhörlich neue Moden, neue
Sitten, neue Wörter, neue Einstellungen und neue Ideen in einem stetigen Strom
immer extravaganterer Neuigkeiten verbreiten. Und in der eingetrichtert wird,
dass jede Reaktion gegen diese apokalyptische Produktion von als modern
bezeichneten Monströsitäten sinnlos, nutzlos und unbegreiflich sei.
Nun, gegen Fakten lässt sich nicht argumentieren.
Fakt ist: Die TFP hat die Straßen Brasiliens mit jungen Menschen gefüllt, die
die ewigen Prinzipien der katholischen Kirche verkünden. Durch ihr Auftreten,
ihre Kleidung und ihren Mut zeigen diese jungen Menschen deutlich, dass die
Tradition ein Prinzip voller Vitalität und Siegeskraft ist. Und dies beweisen
sie durch die großartigen Ergebnisse ihrer Kampagnen: Ehescheidung, die dank
des Eingreifens der TFP in Brasilien keinen Fuß fassen können; Die
kommunistische Unterwanderung des Klerus, die aufgrund des Vorgehens der TFP
einen landesweiten Protest auslöste; der Kampf gegen die sozialistische und
konfiskatorische Agrarreform, der durch das Wirken der TFP entfacht wurde,
zeigt deutlich, dass das Banner der TFP, das von jungen Menschen vor den Augen
des brasilianischen Volkes entrollt wird, Millionen von Brasilianern bewegt;
dass im Unterbewusstsein unzähliger Brasilianer eine Verbundenheit zur
Tradition, eine Faszination und Bewunderung für die Tradition schlummert; und
dass, solange jemand den Mut hat, aufzustehen, zu sprechen und zu verkünden,
diese Person unzählige Menschen hinter sich bringt; und diese Menschen hinter sich
zu vereinen, ermöglicht es ihnen, eine positive Reaktion hervorzurufen. Die
Reaktion der jungen Menschen beweist Brasiliens beständige Treue zu sich
selbst, Brasiliens Treue zu den Grundprinzipien der christlichen Zivilisation.
* Das Profil eines neuen Typs junger Menschen
Diese Arbeit, die sich so in ganz Brasilien
entfaltet, prägt das Profil eines neuen Typs eines jungen Menschen. Und genau
über diesen neuen Typus des jungen Menschen möchte ich heute Abend sprechen.
Es ist nicht die rebellische Jugend, nicht die angepasste Jugend, nicht die faule Jugend, die sich nicht traut, für sich einzustehen, nicht die gleichgültige Jugend, die nur für Arbeit und Karriere lebt; es ist eine andere Art von Jugend. Es ist die energiegeladene Jugend, die erfolgreiche Jugend, die mutige Jugend, die selbstlose Jugend, die Jugend, die gerne nachdenkt, die Jugend, die gerne Ereignisse und Fakten analysiert und sich im Lichte der katholischen Lehre eine eigene Meinung bildet, und vor allem ist es die Jugend ohne Menschenfurcht, die Jugend, die sich nicht am Lachen anderer stört, die Jugend, die sich nicht am Unverständnis anderer stört, die Jugend, die es nicht scheut, auf die Straße zu gehen und sich oft Beleidigungen anhören zu lassen, auf die sie trotz ihrer Überlegenheit nicht reagieren, die Aggression ertragen, die sie, wenn auch körperlich, mit Würde und Effektivität beantwortet; sie wissen, wie sie ihre Ehre verteidigen. Es ist diese Jugend, die auf diese Weise ein altes und falsches Bild vom „guten“ Jugendlichen in ganz Brasilien zerstört und ein neues und wahres Bild bekräftigt hat: das des wahrhaft katholischen Jugendlichen.
* Das falsche Bild vom „guten“ Jugendlichen: Es
ist das Begräbnis der Güte selbst.
Was ist das falsche Bild vom „guten“ Jugendlichen? Das falsche Bild vom „guten“ Jugendlichen – verbunden mit meiner fernen Jugend, habe ich diese Vorstellung übernommen, die, wie ich glaube, bis heute mehr oder weniger fortbesteht – ist das Bild eines schwachen, lächelnden, resignierten Jugendlichen, eines Jugendlichen, der nicht den Mut hat, Nein zu sagen, der nicht den Mut hat, mit jemandem zu diskutieren, der sich stets in den hintersten Ecken versteckt und vor jeder Situation flieht, in der er im Rampenlicht stehen könnte, der Meinungen vertritt, für die er sich schämt und mit denen er sich ständig in einem Minderwertigkeitskomplex gegenüber den verabscheuungswürdigsten Individuen seiner Generation befindet.
Dieser junge Mensch schämt sich also zu beichten
und die Kommunion zu empfangen, er schämt sich, den Rosenkranz zu beten, er
schämt sich, rein zu sein, er schämt sich, zuzugeben, dass er das Gegenteil der
Neuerungen unserer Zeit ist. Aber er ist doch so gut! ... Armer Kerl! ... So
still! ... Er bittet doch nichts sehnlicher, als in Ruhe gelassen zu werden und
in einer Ecke des Lebens zu leben. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als nicht
zermalmt und besiegt zu werden. Dafür hat er einen flehenden Blick! ... aus
tiefstem Herzen! Und als er drei Fusstritte einstecken muss, verkriecht er sich
in seine Ecke und weint! Das ist das falsche Bild des guten jungen Mannes, es
ist das Bild, das die Güte selbst begräbt. Denn wenn ein junger Mann, um gut zu
sein, all das aufgeben müsste, was die Strahlkraft der Jugend ausmacht; wenn
ein junger Mann, um gut zu sein, nicht streitlustig sein dürfte, nicht den Mut
hätte, laut und deutlich zu sprechen, nicht diskutieren, nicht argumentieren,
nicht vor einem Publikum mit unterschiedlichen Meinungen präsentieren dürfte, nicht
die Tugenden verkünden dürfte, die er praktiziert; wenn ein junger Mann, um gut
zu sein, nicht so sein, sondern ein unreifer Junge sein sollte, dann heißt das,
dass Güte nicht gleich Güte ist.
* Die katholische Religion ist keine Religion der
Schwachen.
Die Religion zeichnet dieses Bild von Jugend in
uns. Die katholische Religion ist keine Religion der Schwachen. Frömmigkeit ist
keinesfalls eine Schule, in der Männer verweichlicht werden. Wir überlassen den
Unisex den Modernen, wir überlassen die Scham der Geschlechterverwirrung den
Heiden. Der junge Katholik ist wahrhaft männlich. Im vollen Sinne des Wortes.
Ein Mann, der sich seiner Verantwortung bewusst ist. Er kennt seine Würde.
Seine Überzeugungen sind vom Glauben geprägt. Er ist stolz auf diese
Überzeugungen, stolz darauf, katholisch zu sein, stolz darauf, rein zu sein,
und er versteht, dass Unreinheit eine Schande und Reinheit eine Ehre ist. Er
versteht, dass Nichtglauben Blindheit bedeutet und dass nur die Gläubigen
wirklich sehen.
Und er versteht, dass derjenige, der ein Ideal hat
und dafür kämpft, viel mehr wert ist als derjenige, der eine Karriere anstrebt
und für diese kämpft. Denn wer für eine Karriere kämpft, verdient höchstens
Respekt. Wer für ein Ideal kämpft, verdient Verehrung. Er weiß, dass die Bösen
böse sind. Er weiß, dass die Welt von „Kindern der Finsternis“ bevölkert ist.
Er weiß, dass man diesen Kindern der Finsternis nur mit Energie begegnen kann,
und zwar mit einer Energie, die ihre eigene übersteigt. Angesichts all der
Unverschämtheit des Bösen weiß der wahre junge Katholik, wie er noch
unverschämter, ja heiliger unverschämter sein kann, wie er noch arroganter, ja
heiliger arrogant sein kann. Er weiß, wie er jedem die Wahrheit
unmissverständlich verkünden kann, wie er lauter und energischer sprechen kann,
sich ins Zentrum des Kampfes begibt und sich jedem entgegenstellt, wer es auch
sei.
Dies ist der wahrhaft gute junge Mann. Der
furchtlose junge Mann, der sich nicht schämt, unserem Herrn Jesus Christus
nachzufolgen. Von ihm kann man sagen, was unser Herr sagte: dass er sich am Tag
des Jüngsten Gerichts vor Gott schämen würde, wenn Menschen in seiner Gegenwart
wären, die sich schämten, ihm nachzufolgen. Und umgekehrt gilt: Wenn das
Jüngste Gericht kommt und unser Herr mit jenen jungen Männern ist, die sich in
der Zeit des Heidentums schlechthin nicht vor ihm schämten und ihre Treue zu
ihm vor den Menschen klar bezeugten, wird unser Herr sich für diese jungen
Männer ehren und verherrlichen, und diese jungen Männer werden von ihm direkt
in den Himmel aufgenommen werden.
* Der großartige Typus der TFP-Jugend
Das heißt, wir haben diesen großartigen Typus der
TFP-Jugend vor uns, den ich so oft auf den Straßen unserer Stadt gesehen habe,
auf dem Viaduto do Chá, wo Sie die Säulen besichtigt haben, die als
Sockel für Ihre Propaganda und Ihren Ruhm dienen. Wie oft haben wir sie mit
ihren roten Umhängen mitten auf der Straße gesehen, wie sie sich den
Menschenmengen zuwenden und unsere Prinzipien verkünden. Von den Dächern der
Wolkenkratzer wirft der eine einen Stein nach ihm, der andere ein Glas Wasser,
ein anderer pfeift, einer lacht, ein anderer bleibt stehen, ein anderer
unterschreibt ein Manifest oder kauft ein Buch oder unsere Zeitschrift, ein
anderer applaudiert, ein anderer lobt. Der Junge Mann der TFP spaltet die
Stadt. Er ist wie eine starke Brust, in der sich die Wasser der öffentlichen
Meinung in zwei verschiedene Ströme teilen. Er trennt das Gute vom Bösen,
unserem Herrn Jesus Christus folgend, von dem der Prophet Simeon sagte, er sei
auf diese Erde gekommen, damit die Gedanken vieler Seelen bekannt würden. Im
Kontakt mit den jungen Menschen der TFP finden die Spaltungen und die innersten
Auseinandersetzungen derer statt, die einander kennen. Doch gerade in diesem
Kontakt offenbart und definiert sich ein christliches Brasilien, ein Brasilien,
das Reinheit, Tradition, Eigentum und Familie liebt, geht in die Offensive
gegen seine Gegner, bewahrt die Institutionen, die er bewahren will, und
sichert so Brasiliens Weg in die Zukunft.
Meine lieben jungen Leute, die ihr diese
Studienwoche hier seid, ihr seht, dass dies in der Geschichte Brasiliens
beispiellos ist. Ich las einmal in einer Zeitschrift einen Soziologen, der das
Phänomen der TFP als so beunruhigend bezeichnete, insbesondere die Tatsache,
dass die Mitglieder der TFP mit solcher Freude, mit solchem Stolz, oft
öffentlich, das Gelächter ihrer Gegner ertrugen und angesichts des Applauses
der Massen gelassen und diskret blieben; dies sei so beunruhigend, dass es
einer gesonderten Untersuchung bedürfe. Dieser arme Mann kannte die Realität
der TFP nicht. Er kannte das tiefe Geheimnis dieser Vitalität der TFP nicht,
die so viele Menschen in Erstaunen versetzt. Dieses tiefe Geheimnis ist die
Gnade Gottes, die vom höchsten Himmel herabkommt. Es ist die übernatürliche
Kraft, die aus den Heiligen Sakramenten und der Verehrung der Muttergottes
schöpft und den Menschen zu Taten befähigt, die ihm die bloße menschliche Natur
nicht erlauben würde.
Vor allem aber haben wir den Glauben. Wir haben den Glauben, der Berge versetzt und für den kein Hindernis gilt; der Täler und Berge überqueren und Berge wie Ziegen springen lassen kann, wie die Heilige Schrift sagt. Vor uns liegt ein großes Vorhaben, eine große Errungenschaft, die wir vollbringen müssen: ganz Brasilien für die Sache von Tradition, Familie und Eigentum zu gewinnen.
Doch wir haben das Beispiel derer, die uns mit dem
Zeichen des Glaubens vorausgegangen sind. Sie waren anfangs wenige, aber sie
erfüllten in kurzer Zeit das Römische Reich. Wir müssen noch kühner sein als
jene, die vor einiger Zeit an der Sorbonne in Paris die größten Unruhen und
Gräueltaten verübten. Die Demonstranten an der Sorbonne hielten ein Schild mit
folgendem Spruch hoch, der großartig wäre, wenn er nicht für ihre schrecklichen
Ziele missbraucht würde: „Seien wir realistisch, verlangen wir das Unmögliche.“
Für einen Menschen, der sich wahrhaftig mit seinen Idealen identifiziert,
scheint alles möglich. Was ihm möglich erscheint, ist auch für uns möglich.
Denn wir vertrauen auf Gott, und Gott steht nicht auf ihrer Seite, sondern auf
unserer.
Die Schlussworte dieser Studientage könnten
durchaus lauten: Bis zu unserem nächsten Treffen kann sein, dass die Wellen
höherschlagen. Es kann sein, dass wir zeitweise den Eindruck haben, Terror und
Gewalt erschüttern unser Brasilien. Doch nichts kann unseren Glauben
erschüttern. Wir bleiben ruhig und furchtlos, bereit zu jedem Heldentum, jedem
Risiko und jedem Kampf, zu jeder Form der Hingabe an unser Ideal und an unseren
Herrn. Was gesagt wird, ist wahrhaftig; wir müssen fordern, wir müssen
realistisch sein, wir müssen fordern, was uns unmöglich erscheint, aber für
Gott ist alles möglich: dass Brasilien sich gemeinsam mit den anderen Nationen
des Kontinents erhebt, alle als eine Nation, und dass es in den Augen der
heutigen Welt das Reich Unserer Lieben Frau verkündet, damit sich die Worte der
Heiligen Schrift erfüllen: „Filius ejus surrexerunt et Beatissimam
praedicaverunf“ „Ihre Kinder standen auf und priesen sie selig.“
Es gibt die Verheißung in der Botschaft von Fatima, in der Unsere Liebe Frau sagt: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“ Dies sei unser Wunsch: dass der Triumph des Unbefleckten Herzens Mariens darin bestehe, dass sich ganz Lateinamerika vor den Augen der Welt erhebe, um die Seligkeit und das Reich Unserer Lieben Frau zu verkünden. So werde sie durch uns das Unmögliche vollbracht haben. Und die ses Unmögliche wird seinen Anfang in Wochen wie diesen genommen haben, in denen aus Großstädten wie aus Kleinstädten, aus bedeutenden wie aus unbedeutenden Bundesstaaten, aus allen Teilen Brasiliens junge Menschen kamen, getragen von einem Ideal, dem unvergänglichen Ideal der christlichen Zivilisation. Junge Menschen, die JA zu ihrer Berufung sagten, JA zum Ruf zum großen Kreuzzug des 20. Jahrhunderts, zum Kreuzzug für die bedrohte christliche Zivilisation; NEIN zu all den Faktoren des Zerfalls, der Korruption und der Zerstörung, die der Kommunismus in der Welt verbreitet. Dieses JA und dieses NEIN werden wie Echos des Ruhms bis ans Ende der Zeit widerhallen. Eure Stimme wird sich mit diesen triumphierenden Stimmen vermischen, eure Stimme wird im Himmel von den himmlischen Chören wiederholt werden. Sagen wir JA zu Unserer Lieben Frau und NEIN zu unserem Widersacher, und lasst uns den Sieg erringen.
Aus dem Portugiesischen
mit Hilfe vom Google Übersetzer
Die deutsche Fassung dieses Artikels ist erstmals
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