Plinio Correa
de Oliveira
Santo do Dia
– 24.5.64
Heute feiern wir das Fest der seligen Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, und des heiligen Gregor VII., Papst und Bekenner.
Diese Anrufung der Muttergottes wurde von Pius V. in die Lauretanische Litanei aufgenommen, zum Gedenken an den Sieg über die Türken bei Lepanto. Das Fest wurde von Pius VII. zum Dank für seine Rückkehr nach Rom nach seiner Gefangenschaft durch Napoleon gestiftet.
Der heilige Gregor VII., Papst und Bekenner, bekräftigte und verteidigte durch seine Lehre und sein Wirken die Rechte des Papstes über die Kirche und der Kirche über die weltliche Gesellschaft – ein Beispiel für Unnachgiebigkeit, Mut und Vertrauen in übernatürliche Kräfte. Seine Reliquie wird in unserer Kapelle verehrt. 11. Jahrhundert.
Bezüglich Unserer Lieben Frau, Hilfe der Christen, möchte ich Folgendes zu ihrem Festtag sagen: Jedes liturgische Fest in der Heiligen Kirche bewirkt, dass die Gläubigen an diesem Tag Gnaden empfangen können, die mit dem Fest verbunden und ihm angemessen sind. Das heißt, dieser Tag hat etwas Übernatürliches an sich; wir empfangen etwas, das dem Fest entspricht. Und was könnten wir heute, im Einklang mit diesem Fest, erbitten? Wir könnten die Muttergottes um die Gnade bitten, das unvorstellbare Ausmaß ihrer Hilfe zu verstehen.
Im Allgemeinen spiegelt das, was uns widerfährt, gewissermaßen das wider, was der heilige Franz Xaver sagte. Er sagte, die Sünde sei ein großes Übel. Doch die Sünde an sich, betrachtet, ist das Misstrauen des Sünders gegenüber Gott. Wenn er weiterhin auf Gott vertrauen würde, als wäre er kein Sünder, dann führt die Sünde chronischer Untreue, die wir begehen, die Sünden der Vergangenheit, die Unzufriedenheit mit uns selbst, zu einer Art chronischen Misstrauens gegenüber der Gottesmutter. Und nicht nur gegenüber der Gottesmutter, sondern auch gegenüber Gott, allen Engeln und Heiligen.Der Gedanke ist folgender: Ich bin so schlecht, ich habe so viel gesündigt; außerdem bin ich so unbedeutend, so wertlos, dass ich mich fürchte, mich Ihr anzunähern um Hilfe zu bitten. Doch das Gegenteil ist der Fall: Gerade, weil ich die Heilung so dringend brauche, muss ich um viel bitten. Es ist, als würde ein Gelähmter, einer jener, die den Herrn um Heilung bitten, oder ein Aussätziger denken: Ich bin so aussätzig, dass ich nicht einmal den Mut habe, um Heilung zu bitten. Dann wird er es auch nicht tun. Die Denkweise ist genau umgekehrt: Ich brauche die Heilung so dringend, dass mir nur das Bitten bleibt. Und deshalb werde ich darum bitten, damit mein Leid mir einen besonderen Anlass zum Bitten gibt. Denn das Verständnis dieser Wahrheiten soll unserem geistlichen Leben jene Salbung und jene Süße verleihen, die den wahren Gläubigen der Muttergottes eigen ist.
Die Gnade, um die wir sie bitten müssen, ist daher das Verständnis dieser Wahrheiten: dass, ganz gleich, wie entsetzt wir über unsere Sünden und inneren Schwächen sein mögen, es wahr bleibt, dass Sie uns hört, wenn wir unsere Augen zu ihr erheben. Dieses feste und unerschütterliche Vertrauen ist die Gnade, um die wir heute bitten müssen.
Die deutsche Fassung dieses Artikels „Unsere Liebe Frau
Hilfe der Christen“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses
Blogs gestattet.
Aus dem portugiesischen von „Nossa
Senhora Auxiliadora“.
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Hilfe der Christen“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com
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