Montag, 15. Juni 2026

Unsere Verbindungen zum hl. Antonius Maria Claret

Plinio Corrêa de Oliveira

Vortrag am 23.10.1966

 

Heute ist das Fest des Heiligen Antonius Maria Claret, Bischof und Bekenner, Erzbischof von Kuba, sagte die Bestrafung der Insel voraus. Paladin im Kampf gegen die Freimaurerei und für die päpstliche Autorität. Großer Verehrer Unserer Lieben Frau, gründete er die Kongregation der „Missionare, Söhne des Unbefleckten Herzens der Seligen Jungfrau Maria“ (die Cordi-Marianer). Wir sind auch in der Novene zum Fest Christkönig.

Der heilige Antonius Maria Claret wurde 1807 in Sallent (Spanien) geboren. Er war zuerst Weber und wurde dann Priester. Seine Berufung sah er darin, mit all seinen Möglichkeiten daraufhin zu wirken, dass die Menschen „Gott kennen lernen, ihn lieben und ihm dienen“

Es gibt mehrere Berührungspunkte zwischen ihm und uns. Erster Berührungspunkt war die sehr merkwürdige Frage nach dem Konflikt zwischen der Berufung eines Webers und der Berufung eines Priesters, in der er die Idee, Priester zu werden, aufgab und sich der Weberei in Barcelona widmete. Eines Tages bei einem Bootunfall ist er beinahe ertrunken. Er wurde an den Strand gespült, dort wurde ihm geholfen, er kam zur Besinnung und beschloss, Priester zu werden.

Dann der Kampf gegen die Freimaurerei. Der prophetische Charakter seiner Abreise aus Kuba nach mehreren Angriffen, da er ein sehr kämpferischer Heiliger war. Als er Kuba verlässt, sagt er voraus, was mit Kuba geschehen wird; und dann, was mit dem heutigen Kuba geschieht, was eine weitere Verbindung ist, die sich in dieser Perspektive herstellte.

Dann seine Verehrung der Heiligen Eucharistie und das Allerheiligste Sakrament, das unversehrt von einer Kommunion zur nächsten in seiner Brust verblieb, so dass er die ganze Zeit die Realpräsenz bei sich hatte, was einfach fabelhaft ist. Seine Aktion, die revolutionäre Königin gegen die Revolution aufzuhetzen, führte schließlich zur Absetzung der Königin, mit der er ins Exil ging. Die ultramontane Rolle im Vatikanischen Konzil. All dies sind sehr wichtige Fakten, die erklären, warum wir diesem Heiligen eine ganz besondere Verehrung entgegenbringen, seit wir von seiner Biografie erfahren haben.

Es muss aus einer sehr zutreffenden Sicht der Dinge gesagt werden, dass der Besuch seiner Kirche in unserer Nähe ein positiver Faktor dafür ist. Und es ist legitim, dass es dafür ein positiver Faktor ist, denn diese Dinge sind nicht rein theoretisch konstruiert, sondern haben historische Implikationen. Wir empfangen dort Gnaden, sein Bild ist immer gegenwärtig, aus den Händen seiner guten oder schlechten Söhne empfangen wir die Kommunion, die Vorsehung hat uns sichtbar in sein Haus geführt. Und es war die Tatsache, dass sich dort die Herz-Marien-Kirche befanden, die für die Martim-Gruppe den Ausschlag gab, in diesem Haus zu bleiben und es zu renovieren, anstatt umzuziehen. Nun handelt es sich um gute nachbarschaftliche Beziehungen, die Merkmale des Wohlwollens und Mitgefühls hervorbrachten und die tatsächlich ihre Aufnahme in unseren Kalender rechtfertigten.

Aber darüber werde ich noch weiteres sagen. Wir wissen, dass die Verehrung des Heiligen Herzens Jesu als der fortschrittlichste Ausdruck der Frömmigkeit, Barmherzigkeit und Güte unseres Herrn gegenüber Sündern gilt und dass Unser Herr offiziell die Ausweitung dieser Verehrung auf die ganze Welt wünschte. Es ist angemessen, da Unsere Liebe Frau andererseits die Mittlerin aller Gnaden und eine Brücke zwischen Gott und dem Sünder ist, sozusagen die Fürsprecherin, die feine Spitze dieses Äußerste der Barmherzigkeit, das die Verehrung des Heiligen Herzens Jesu ist, die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens sein sollte.

In diesem Sinne stellt die Verehrung des Herzens Mariens ein Plus-Ultra [Modell] der fürbittenden Barmherzigkeit etwas sehr Angemessenes für unsere Zeit dar, auch wenn das Herz hier nicht nur Mitgefühl ist, sondern auch Mitgefühl bedeutet. Und es ist nicht zu verstehen, dass die Muttergottes in einer mitfühlenderen Haltung gesehen wird als die Mutter – weil Maria als die Mutter betrachtet wird –, sondern dass die Mutter aus ihrem Herzen gesehen wird und als das angemessenste Symbol ihrer Zärtlichkeit, ihrer Barmherzigkeit und ihrer Zugänglichkeit und ihrer Gütigkeit betrachtet wird.

Es stellt sich heraus, dass diese Verehrung des Herzens Mariens damit in die Linie des Heiligen Louis Maria Grignion de Montfort fällt, obwohl er, der mehr oder weniger ein Zeitgenosse der hl. Margarete Maria war, kein einziges Mal das Heiligen Herzen Jesu erwähnt und deshalb erzählen sie uns nichts von der Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens, die etwas später erfolgte.

Darin liegt unsere merkwürdige Mission, das eine in das andere zu integrieren und die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens in der Perspektive der Verehrung des hl. Louis Grignion von Montfort, der zur gleichen Zeit der hl. Margarete Maria von Alacoque gelebt hat, nicht ein einziges Mal das heiligste Herz Jesu erwähnt und eben auch nicht von der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens spricht. Und hier ist das merkwürdige Anliegen, dass wir das eine in das andere integrieren und die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens der Apostel der Letzten Zeiten in der Perspektive des hl. Ludwig von Montfort einführen.

Die Tatsache, dass die Gottesmutter mit ihrem Herzen in Fátima erschien, ist ein weiterer Grund dafür.

Die Söhne des Heiligen Antonius Maria Claret benutzen einen Schild, der sehr merkwürdig ist und zu uns passen könnte. Auf der Vorderseite des Schildes ist ein Krieger mit Helm zu sehen, der mir wie der Erzengel Michael erscheint; innen das Herz; und darunter der folgende Satz: Ihre Kinder standen auf und proklamierten sie selig. Nun müssen wir die Kinder sein, die aufstehen und die Selige Gottesmutter verkünden und ihr Herz der ganzen Welt zeigen.

Zwischen dem Firmament der Frömmigkeit der von ihm gegründeten Kongregation und dem Schild, den diese Kongregation nutzt, und andererseits den Idealen, die wir haben, gibt es Verbindungen, die viel tiefer gehen als alles, was ich bisher gesagt habe. Und ohne dass wir in der Lage sind, den Grund des Problems zu ergründen, sollten sie mit besonderem Vertrauen um ihre Fürsprache bitten.

War er der Gründer der „Cordi-Marianer“ (der Herz-Marien Kogregation)? Es scheint nicht. Er war der Oberer der Cordi-Marianern, hatte aber einige Arbeit bei der Ausarbeitung der Statuten. Ich möchte nicht leugnen, dass er der Vater dieser Kongregation ist, denn es reicht aus, wenn der Heilige Stuhl ihr als Vater gegeben hat, damit er es geworden ist, auch wenn er es nicht war. Aber ich möchte sagen, dass seine Visionen über seine Kongregation möglicherweise nicht vollständig von den Claretinerpriestern verwirklicht wurden.

Hier ist der heilige Antonius Maria Claret und was ich über ihn sagen wollte.

 

 

 

 

Aus dem portugiesischen von „Nossos vínculos com Sto. Antonio Maria Claret“.

Die deutsche Fassung dieses Artikels „Unsere Verbindungen mit dem hl. Antonius Maria Claret“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com

© Veröffentlichung dieser deutschen Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

 

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