Plinio Corrêa de Oliveira
Vortrag
am 23.10.1966
Heute
ist das Fest des Heiligen Antonius Maria Claret, Bischof und Bekenner,
Erzbischof von Kuba, sagte die Bestrafung der Insel voraus. Paladin im Kampf
gegen die Freimaurerei und für die päpstliche Autorität. Großer Verehrer
Unserer Lieben Frau, gründete er die Kongregation der „Missionare, Söhne des
Unbefleckten Herzens der Seligen Jungfrau Maria“ (die Cordi-Marianer). Wir sind auch in der Novene
zum Fest Christkönig.
Der
heilige Antonius Maria Claret wurde 1807 in Sallent (Spanien)
geboren. Er war zuerst Weber und wurde dann Priester. Seine Berufung sah er
darin, mit all seinen Möglichkeiten daraufhin zu wirken, dass die Menschen
„Gott kennen lernen, ihn lieben und ihm dienen“
Es
gibt mehrere Berührungspunkte zwischen ihm und uns. Erster Berührungspunkt war
die sehr merkwürdige Frage nach dem Konflikt zwischen der Berufung eines Webers
und der Berufung eines Priesters, in der er die Idee, Priester zu werden,
aufgab und sich der Weberei in Barcelona widmete. Eines Tages bei einem Bootunfall
ist er beinahe ertrunken. Er wurde an den Strand gespült, dort wurde ihm
geholfen, er kam zur Besinnung und beschloss, Priester zu werden.
Dann
der Kampf gegen die Freimaurerei. Der prophetische Charakter seiner Abreise aus
Kuba nach mehreren Angriffen, da er ein sehr kämpferischer Heiliger war. Als er
Kuba verlässt, sagt er voraus, was mit Kuba geschehen wird; und dann, was mit
dem heutigen Kuba geschieht, was eine weitere Verbindung ist, die sich in
dieser Perspektive herstellte.
Dann
seine Verehrung der Heiligen Eucharistie und das Allerheiligste Sakrament, das
unversehrt von einer Kommunion zur nächsten in seiner Brust verblieb, so dass
er die ganze Zeit die Realpräsenz bei sich hatte, was einfach fabelhaft ist.
Seine Aktion, die revolutionäre Königin gegen die Revolution aufzuhetzen,
führte schließlich zur Absetzung der Königin, mit der er ins Exil ging. Die
ultramontane Rolle im Vatikanischen Konzil. All dies sind sehr wichtige Fakten,
die erklären, warum wir diesem Heiligen eine ganz besondere Verehrung
entgegenbringen, seit wir von seiner Biografie erfahren haben.
Es
muss aus einer sehr zutreffenden Sicht der Dinge gesagt werden, dass der Besuch
seiner Kirche in unserer Nähe ein positiver Faktor dafür ist. Und es ist
legitim, dass es dafür ein positiver Faktor ist, denn diese Dinge sind nicht
rein theoretisch konstruiert, sondern haben historische Implikationen. Wir
empfangen dort Gnaden, sein Bild ist immer gegenwärtig, aus den Händen seiner
guten oder schlechten Söhne empfangen wir die Kommunion, die Vorsehung hat uns
sichtbar in sein Haus geführt. Und es war die Tatsache, dass sich dort die
Herz-Marien-Kirche befanden, die für die Martim-Gruppe den Ausschlag gab, in
diesem Haus zu bleiben und es zu renovieren, anstatt umzuziehen. Nun handelt es
sich um gute nachbarschaftliche Beziehungen, die Merkmale des Wohlwollens und
Mitgefühls hervorbrachten und die tatsächlich ihre Aufnahme in unseren Kalender
rechtfertigten.
Aber
darüber werde ich noch weiteres sagen. Wir wissen, dass die Verehrung des
Heiligen Herzens Jesu als der fortschrittlichste Ausdruck der Frömmigkeit,
Barmherzigkeit und Güte unseres Herrn gegenüber Sündern gilt und dass Unser
Herr offiziell die Ausweitung dieser Verehrung auf die ganze Welt wünschte. Es
ist angemessen, da Unsere Liebe Frau andererseits die Mittlerin aller Gnaden
und eine Brücke zwischen Gott und dem Sünder ist, sozusagen die Fürsprecherin,
die feine Spitze dieses Äußerste der Barmherzigkeit, das die Verehrung des
Heiligen Herzens Jesu ist, die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens sein
sollte.
In
diesem Sinne stellt die Verehrung des Herzens Mariens ein Plus-Ultra [Modell]
der fürbittenden Barmherzigkeit etwas sehr Angemessenes für unsere Zeit dar,
auch wenn das Herz hier nicht nur Mitgefühl ist, sondern auch Mitgefühl bedeutet.
Und es ist nicht zu verstehen, dass die Muttergottes in einer mitfühlenderen
Haltung gesehen wird als die Mutter – weil Maria als die Mutter betrachtet wird
–, sondern dass die Mutter aus ihrem Herzen gesehen wird und als das
angemessenste Symbol ihrer Zärtlichkeit, ihrer Barmherzigkeit und ihrer
Zugänglichkeit und ihrer Gütigkeit betrachtet wird.
Es
stellt sich heraus, dass diese Verehrung des Herzens Mariens damit in die Linie
des Heiligen Louis Maria Grignion de Montfort fällt, obwohl er, der mehr oder
weniger ein Zeitgenosse der hl. Margarete Maria war, kein einziges Mal das
Heiligen Herzen Jesu erwähnt und deshalb erzählen sie uns nichts von der
Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens, die etwas später erfolgte.
Darin
liegt unsere merkwürdige Mission, das eine in das andere zu integrieren und die
Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens in der Perspektive der Verehrung des
hl. Louis Grignion von Montfort, der zur gleichen Zeit der hl. Margarete Maria
von Alacoque gelebt hat, nicht ein einziges Mal das heiligste Herz Jesu erwähnt
und eben auch nicht von der Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens spricht.
Und hier ist das merkwürdige Anliegen, dass wir das eine in das andere
integrieren und die Andacht zum Unbefleckten Herzen Mariens der Apostel der
Letzten Zeiten in der Perspektive des hl. Ludwig von Montfort einführen.
Die
Tatsache, dass die Gottesmutter mit ihrem Herzen in Fátima erschien, ist ein
weiterer Grund dafür.
Die
Söhne des Heiligen Antonius Maria Claret benutzen einen Schild, der sehr
merkwürdig ist und zu uns passen könnte. Auf der Vorderseite des Schildes ist
ein Krieger mit Helm zu sehen, der mir wie der Erzengel Michael erscheint;
innen das Herz; und darunter der folgende Satz: Ihre Kinder standen auf und
proklamierten sie selig. Nun müssen wir die Kinder sein, die aufstehen und die
Selige Gottesmutter verkünden und ihr Herz der ganzen Welt zeigen.
Zwischen
dem Firmament der Frömmigkeit der von ihm gegründeten Kongregation und dem
Schild, den diese Kongregation nutzt, und andererseits den Idealen, die wir
haben, gibt es Verbindungen, die viel tiefer gehen als alles, was ich bisher
gesagt habe. Und ohne dass wir in der Lage sind, den Grund des Problems zu
ergründen, sollten sie mit besonderem Vertrauen um ihre Fürsprache bitten.
War
er der Gründer der „Cordi-Marianer“ (der Herz-Marien Kogregation)? Es scheint
nicht. Er war der Oberer der Cordi-Marianern, hatte aber einige Arbeit bei der
Ausarbeitung der Statuten. Ich möchte nicht leugnen, dass er der Vater dieser
Kongregation ist, denn es reicht aus, wenn der Heilige Stuhl ihr als Vater
gegeben hat, damit er es geworden ist, auch wenn er es nicht war. Aber ich
möchte sagen, dass seine Visionen über seine Kongregation möglicherweise nicht
vollständig von den Claretinerpriestern verwirklicht wurden.
Hier
ist der heilige Antonius Maria Claret und was ich über ihn sagen wollte.
Aus dem portugiesischen von „Nossos vínculos
com Sto. Antonio Maria Claret“.
Die deutsche Fassung dieses Artikels „Unsere Verbindungen
mit dem hl. Antonius Maria Claret“ ist erstmals erschienen in www.p-c-o.blogspot.com
© Veröffentlichung dieser deutschen
Fassung ist mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen