Freitag, 6. November 2020

Die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu: (I)

Ihr wahrer Sinn, Wichtigkeit und Aktualität

Plinio Corrêa de Oliveira

Apostolat ist nicht die Boshaftigkeit der Seelen zu vertuschen,

sondern sie in Gottes Barmherzigkeit reinzuwaschen.

Zur Einführung seines Kommentars über die am 15. Mai 1956 veröffentlichte Enzyklika „Haurietis aquas“ von Pius XII. beschreibt Plinio Corrêa de Oliveira wie die wahre Einstellung eines katholischen Redakteurs gegenüber dem Relativismus eines Nichtglaubenden sein sollte.


Zum Anlass des hundertsten Jahrestages der Einsetzung des liturgischen Festes des Heiligen Herzen Jesu veröffentlichte Papst Pius XII. die Enzyklika „Haurietis aquas“ (15. Mai 1956), über den wahren Sinn, Wichtigkeit und Aktualität dieser Andacht. Im Laufe seines Pontifikates veröffentlichte dieser Papst unzählige Dokumente, die große Aufmerksamkeit verdienen. Doch wir können sagen, dass ohne Zweifel diese Enzyklika in der Geschichte seines Pontifikates eines der leuchtendsten und wichtigsten Zeichen sein wird.

Wenn wir auch jedes päpstliche Lehrdokument mit Respekt und Freude aufnehmen, so bringen wir heute eine ausführliche Zusammenfassung dieses hervorragenden Dokumentes mit einem besonderen Gefühl des Wohlgefallens. Denn das Thema der Enzyklika befindet sich im Kern aller Probleme, die wir teils implizit, teils explizit oftmals behandelt haben.

Eine Beobachtung, die die Lektüre unserer Zeitung (Catolicismo) nahelegt, ist, dass sie äußerst bemüht ist in der genauen und vollständigen Beachtung aller Gebote des katholischen Lehramtes, sowie eine uneingeschränkte und gewissenhafte Zustimmung jedem Lehrakt der Heiligen Kirche entgegenbringt. Diese ständige Sorge um eine tiefbeständige Treue und Genauigkeit scheint vielen unklug oder gar unsympathisch. Sie meinen, dass die Pflicht zu Mitleid und Erbarmen, der Geist der Milde und der Gnade gegenüber den Ungläubigen, denen es so schwer fällt – gerade in unseren Tagen – den wahren Glauben anzunehmen, und gegenüber den Gläubigen, deren Beharrlichkeit immer größere Kämpfe erfordert, den katholischen Journalisten zu einer äußerst versöhnlichen Haltung verleiten sollte.

Statt den Irrtum und das Böse zu geißeln, sollte er eher über beide schweigen. Statt die Fahne der Vollkommenheit auszubreiten und die Leser auf die hohen, schwer zu erklimmenden aber betörenden Gipfeln der hohen Ideale hinzuweisen, sollten sie nur das notwendige zu ihrem Heil lehren. Dies würde sie zu Predigern einer minimalistischen Korrektheit machen, die nichts anderes ist als billige Mittelmäßigkeit. Wer sich die Aufgabe eines katholischen Redakteurs so vorstellt, wird unsere Haltung als kompromisslos, intolerant und unverständlich ansehen.

Wir sind die ersten, die es einsehen, dass diese Einwände, wenn sie nicht stimmen, sie jedoch viel Wahrheit enthalten. Auf den ersten Blick sticht hervor, dass die katholische Lehre sehr schwer zu praktizieren ist. Die Kirche hat wiederholt gelehrt, dass kein Gläubiger aus eigenen Kräften dauerhaft die Gesamtheit der Gebote befolgen kann. Daher scheint es vernünftig zu sein, jede Vollkommenheit in der Befolgung der Gebote als übertrieben anzusehen.

In Wahrheit findet sich die Lösung des Problems in einer anderen Gedankenordnung. Wenn es wahr ist, dass das Unvermögen der menschlichen Natur die Befolgung der Gebote dermaßen erschwert, dann müssen wir auch die unendliche Barmherzigkeit Gottes in Betracht ziehen. Nicht um damit zu folgern, dass Gott es mit der Sünde nicht so genau nimmt, Er, der die unendliche Vollkommenheit ist. Die Barmherzigkeit Gottes kann nicht darin bestehen, dass Er uns in unserem Verderben hilflos darben lässt, sondern darin uns daraus herauszuholen. Angesichts der Blinden, Aussätzigen, Lahmen, die Er auf seinen Wegen begegnete, beschränkte Er sich nicht auf ein Lächeln und weitergehen. Nein, Er heilte sie. Angesichts unserer Sünden will seine Barmherzigkeit uns von diesen liebevoll befreien und uns auf seine Schulter tragen. Was wir von der Barmherzigkeit Gottes erwarten, sind die notwendigen Hilfen, die uns befähigen, das Gesetz der Moral zu erfüllen. Dazu haben wir die Gnade, die uns durch die unendlichen Verdienste Jesu Christi erreicht wurde. Die Gnade befähigt unseren Verstand zum Glaubensakt. Sie verleiht unserem Willen eine solche Kraft, dass es ihm möglich wird, die Gebote zu befolgen. Die große Gabe Gottes für die Menschen – wir sagen es noch einmal – besteht nicht in der Gleichgültigkeit gegenüber unseren Fehlern, sie nicht zu tadeln und teilnahmslos uns in sie versinken zu lassen. Die große Gabe ist, uns die übernatürlichen Mittel zu geben, um die Sünde zu meiden und die Heiligkeit zu erlangen. Daher auch die große Verantwortung derer, die diese unschätzbare Gabe ablehnen.

Das ausdruckvollste Symbol dieser barmherzigen Liebe Gottes, der Menge seiner Vergebungen und der Beharrlichkeit mit der Er ständig die Menschen zur Reue auffordert, die notwendigen Gnaden zu erbitten, für die Übung der Tugenden, um durch das Gebet alle notwendigen Mittel zu erlangen zur Änderung seines Charakters, ist das Heiligste Herz Jesu. Im Heiligsten Herzen Jesu also erhält jede echte Kompromisslosigkeit gegenüber dem Bösen ihre Norm und Erklärung. Für einen katholischen Journalisten besteht die Güte nicht darin, den Sünder im Glauben zu belassen, dass sein Seelenzustand zufriedenstellend ist. Dem Sünder muss das ganze Grauen seiner Bosheit klargemacht werden, damit er sich von ihr lossagt. Er muss auf die Gipfel der Vollkommenheit hingewiesen werden, damit er sie zu erreichen wünscht. Denn alles ist ihm möglich, wenn er beharrlich um die Gnade Gottes bittet und mit dieser kooperiert. Auf diese tiefe und freudige Überzeugung, dass der Mensch mit der Gnade alles vermag, begründet sich die heilige Tugend der christlichen Kompromisslosigkeit. Jeder Akt der Barmherzigkeit ist eine große Gabe, beinhaltet aber auch eine große Verantwortung. Da der Mensch durch Gebet und durch die Treue zur Tugend die Gebote praktizieren kann und soll, gibt es offensichtlich für ihn keine Entschuldigung, wenn er in der Sünde verharrt. Pius XII. zeigt wie die Gnaden im Übermaß aus dem süßesten Herzen Jesu strömen. Gerade deshalb besteht die Formel für ein erfolgreiches Apostolat nicht im Verschweigen der im Menschen innewohnenden Bosheit, sondern in der Aufforderung sich an der göttlichen Quelle rein zu waschen, aus der die Ströme der Gnade entspringen. Dies ist die Aufgabe des katholischen Journalismus.

Nach der Veröffentlichung dieses monumentalen Dokumentes, das die Christenheit dem Heiligen Vater schuldig bleibt, fühlen sich unsere Herzen von dem aufmunternden Wunsch entbrannt, es möge mit der gleichen Tiefgründigkeit, mit der gleichen obersten Autorität, mit der ebenso tiefen Frömmigkeit dieser Enzyklika ein Dokument entstehen über den Kult zum Unbefleckten Herzen Mariens. Dies wäre eine harmonische und vollkommene Ergänzung des Briefes „Haurietis aquas“, für dessen Zusammenfassung hier auf die deutsche Fassung der Webseite des Vatikans zurückgegriffen wurde. (s. Link unten*). Untertitel sind von diesem Blog.

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EINFÜHRUNG

In der Einführung stellt der Papst fest: »Unmöglich können die Gnadengaben aufgezählt werden, welche die dem heiligsten Herzen Jesu erwiesene Verehrung in die Seelen der Gläubigen ergießt, sie reinigend, mit himmlischem Trost erquickend und zu allen Tugenden anregend. Eingedenk daher des weisen Satzes des Apostels Jakobus: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Lichtwelt“ [1], sehen Wir mit vollem Recht in dieser Andacht, die allenthalben auf Erden sich immer glutvoller durchsetzt, ein unschätzbares Geschenk, welches das menschgewordene Wort, unser göttlicher Heiland, der eine Mittler der Gnade und Wahrheit zwischen dem himmlischen Vater und dem Menschengeschlecht, der Kirche, seiner mystischen Braut, im Verlauf der letzten Jahrhunderte gewährt hat, in denen sie so viel Hartes zu bestehen und so viele Schwierigkeiten durchzukämpfen hatte.« Danach weist die Enzyklika auf Ausdrücke der Heiligen Schrift hin, die uns an die Gabe der Verehrung des Heiligen Herzens denken lassen: »Für die Zuhörer Jesu war es in der Tat nicht schwer, diese Worte, mit denen Er selbst eine aus seinem Schoße entspringende Quelle „lebendigen Wassers“ [2] versprach, auf die Aussprüche der das Messianische Reich vorausverkündenden heiligen Propheten Isaias, Ezechiel und Zacharias und ebenso auf jenen vorbildhaften Felsen zu beziehen, aus dem, von Moses angeschlagen, auf wunderbare Weise Wasser hervorquoll. [3]

Die göttliche Liebe hat ihren ersten Ursprung im Heiligen Geist, der die Liebe des Vaters und des Sohnes ist. Es besteht also eine sehr enge Verbindung zwischen der göttlichen Liebe, die treue Seelen entflammt, und dem Heiligen Geist. Daher die innige Natur des Kultes, den wir dem Heiligen Herzen Jesu schulden, einem bedeutenden Akt der Religion und der Entsprechung unserer Liebe mit der Liebe Gottes.

I – FUNDAMENTE UND VORBILDER DER VEREHRUNG DES HEILIGEN HERZEN JESU IM ALTEN TESTAMENT

* Unverständnis über die Natur der Verehrung
des Heiligsten Herzen Jesu unter gewissen Christen

Der Heilige Vater beginnt im ersten Teil der Enzyklika mit der Auflistung der Missverständnisse über die wahre Natur des Kultes des Heiligen Herzens Jesu, die unter gewissen Christen existieren. Er sagt darüber: » Wiewohl nun die Kirche die Verehrung des heiligsten Herzens Jesu allzeit so sehr schätzte und schätzt, dass sie sich bemüht, sie überall zum Blühen zu bringen und auf jede Weise unter den christlichen Völkern zu verbreiten, und sie auch gegen die falschen Lehren des sogenannten Naturalismus und Sentimentalismus mit aller Kraft zu schützen sich angelegen sein lässt, so ist es doch sehr zu bedauern, dass in vergangenen Zeiten und auch heute diese höchst würdige Andacht nicht die gleiche Ehre und Wertschätzung findet bei manchen Christen und zuweilen auch bei solchen, die sich als eifrige, nach Heiligkeit strebende Katholiken bekennen.

„Wenn du die Gabe Gottes kenntest“.[4] Mit diesen Worten, Ehrwürdige Brüder, mahnen Wir, die Wir durch Gottes geheimen Ratschluss zum Hüter und Verwalter jenes heiligen Schatzes des Glaubens und der Frömmigkeit erwählt wurden, den der göttliche Erlöser seiner Kirche anvertraut hat, mahnen Wir im Bewusstsein Unserer Pflicht alle jene, die zwar Unsere Söhne, und obwohl die Verehrung des heiligsten, über die Irrungen und die Nachlässigkeit der Menschen gleichsam triumphierenden Herzens Jesu seinen mystischen Leib durchdrungen hat, dennoch weiterhin von vorgefassten Meinungen sich leiten lassen und zuweilen so weit gehen, dass sie diese Andacht für minder geeignet, um nicht zu sagen, für schädlich erachten, um den geistigen, in unserer Zeit vordringlicheren Nöten der Kirche und des Menschengeschlechtes zu begegnen. Es fehlt nicht an solchen, welche die ursprüngliche Natur dieser Andacht mit den Sonderandachten, den vielfältigen, von der Kirche gebilligten und geförderten, aber nicht befohlenen Frömmigkeitsformen vermengen und ihnen gleichstellen, und sie daher als etwas Zusätzliches betrachten, das die Einzelnen, ein jeder nach seinem Belieben, üben können; es gibt auch solche, die behaupten, diese Andacht sei etwas Lästiges und besonders für jene von keinem oder nur geringem Nutzen, die im Reiche Gottes kämpfen hauptsächlich in der Absicht, mit ihren Kräften, Mitteln und der Ausnutzung ihrer Zeit zur Verteidigung, Weitergabe und Verbreitung der katholischen Wahrheit, zur Geltendmachung der christlichen Soziallehre und zur Förderung jener Akte der Gottesverehrung und jener Werke beizutragen, die sie heute für viel notwendiger halten; endlich fehlt es nicht an solchen, die, weit entfernt davon, diese Andacht als eine mächtige Hilfe für die rechte Bildung und Erneuerung der christlichen Sitten im privaten Leben des Einzelnen wie im häuslichen Zusammenleben zu betrachten, sie vielmehr wie eine durch die Sinne, nicht durch den Geist und die Seele genährte Frömmigkeit ansehen, geradezu mehr den Frauen angepasst, da sie in ihr etwas finden, was gebildeten Menschen nicht genügend entspreche. «

„Jesus Christus, barmherziger höchster Pontifex und treu,
um die Sünden des Volkes zu sühnen“

» Außerdem gibt es solche, die in der Erwägung, dass die Herz-Jesu-Verehrung vor allem Buße, Sühne und die übrigen Tugenden verlangt, die sie „passive“ nennen, weil sie keine greifbare Frucht trügen, sie nicht für geeignet halten zur Neuanfachung des religiösen Lebens in unseren Tagen, eines religiösen Lebens, das mehr auf eine offene und gestraffte Tätigkeit hinzielen müsse, auf den Triumph des katholischen Glaubens und auf den tatkräftigen Schutz der christlichen Sitten. Denn diese werden heute, wie alle wissen, leicht von den trügerischen Aufstellungen derer beeinflusst, die zu jeder Form der Gottesverehrung die gleiche Haltung einnehmen, nachdem sie im Denken und Handeln den Unterschied zwischen wahr und falsch aufgehoben haben, und die sich auch leider von den Grundsätzen des gottlosen Materialismus und des sogenannten Laizismus anstecken lassen. «

* Wertschätzung der Päpste der Verehrung
des Heiligsten Herzen Jesu

Der Heilige Vater stellt anschließend diese Fehler bezüglich der Andacht zum Heilige Herz Jesu, die Zeugnisse hoher Wertschätzung, die die Päpste nicht aufgehört haben, dieser Andacht zu geben, gegenüber. Und um nur die jüngsten zu erwähnen, erinnert Seine Heiligkeit an seinen Vorgänger Leo XIII., der lehrte, dass der Kult des Heiligen Herzens Jesu als „sehr bewährte Form der Gottesverehrung“ bezeichnete.

Leo XIII. bezeichnete die Verehrung des Heiligsten Herzen Jesu »als „sehr bewährte Form der Gottesverehrung“ und die als kraftvolles Mittel zur Heilung der Übel zu betrachten sei, die auch heute, und sicher in weiterem und schärferem Maße, den Einzelmenschen und die gesamte Gesellschaft quälen und beunruhigen. „Diese Andacht, sagte er, die wir allen raten, wird allen von Nutzen sein“. Und er fügte folgende Mahnungen hinzu, die auch auf die Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu Bezug haben: „Daher jene Gewalt der Übel, die seit langem im Geheimen wirken und die eindringlich fordern, dass man Hilfe bei einem suche, durch dessen Kraft sie vertrieben werden könnten. Wer könnte dies aber sein, wenn nicht Jesus Christus, der Eingeborene Gottes! „Denn kein anderer Name ist unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir das Heil erlangen sollten.“ [5] Zu ihm also muss man sich flüchten, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist.« [6]

Der heilige Vater Pius XII. zitiert auch seinen unmittelbaren Vorgänger Pius XI.: »„Liegt nicht in dieser ... Andachtsform der Inbegriff der ganzen Religion und die Wegweisung zur Vollkommenheit? Denn leicht führt sie unseren Verstand zur tiefen Erkenntnis Christi, und nachdrücklich vermag sie die Herzen zu immer glühenderer Liebe und immer engerer Nachfolge des Heilands anzuspornen“.» [7]

Und Pius XII. fährt fort: »Diese Früchte wurden in den Jahren Unseres Pontifikats – der nicht allein der Sorgen und Nöten, sondern auch unsagbarer Tröstungen voll war – weder an Zahl noch an Kraft und Schönheit vermindert, sondern eher vermehrt; denn es sind glücklicherweise verschiedene Werke in Angriff genommen worden, die der Wiederbelebung dieser Andacht dienlich und für die Nöte unserer Tage äußerst geeignet sind: Wir meinen die Vereinigungen zur Förderung der seelischen Kultur, der Religion und der Mildtätigkeit; die Veröffentlichungen zur Erläuterung der einschlägigen Geschichte, Aszetik und Mystik; die frommen Sühnewerke; und namentlich jene Zeugnisse innigster Frömmigkeit, welche die „Vereinigung vom Gebetsapostolat“ herausgab; ihrer Anregung und Förderung ist es vor allem zu danken, daß häusliche Gemeinschaften, Kollegien, Unternehmungen, zuweilen auch Nationen dem heiligsten Herzen Jesu geweiht wurden; ihnen haben Wir nicht selten durch diesbezügliche Schreiben, durch Ansprachen oder auch durch Rundfunkbotschaften Unsere väterlichen Wünsche entboten.« [8]

Anschließend stellt der Heilige Vater das Schema seiner großartigen Darlegung vor: »In der Absicht also, den Seelen der Christgläubigen heilbringende Nahrung zu bieten, durch die genährt sie die wahre Natur dieser Verehrung leichter und tiefer ersehen und ihre reichen Früchte erfahren können, werden Wir jene Seiten des Alten und Neuen Testamentes darlegen, in denen die unendliche Liebe Gottes gegen das Menschengeschlecht, in die wir niemals genug schauend eindringen können, geoffenbart und vorgelegt wird. Hierauf werden Wir zweckentsprechend die Grundlinien der Ausführungen berühren, welche die Kirchenväter und Kirchenlehrer überliefert haben. Zuletzt werden Wir darauf bedacht sein, den engen Zusammenhang ins rechte Licht zu stellen, der zwischen der dem Herzen des göttlichen Erlösers gebührenden Andacht und der Verehrung besteht, die seiner Liebe wie der Liebe der Heiligsten Dreifaltigkeit gegen alle Menschen geschuldet wird. Wir meinen nämlich: Wenn einmal die Hauptelemente, auf denen diese höchst würdige Andacht ruht, aus dem Licht der Heiligen Schriften und der von den Vorfahren überlieferten Lehre erläutert werden, so können die Christen leichter „in Freuden Wasser aus den Quellen des Erlösers“ [9] schöpfen.«

Die Gottesliebe ist der Hauptzweck der Andacht zum Heiligsten Herzen Jesu – Seine Vorbilder im Alten Testament

In der Darlegung der tiefsten Aspekte der Lehrvoraussetzungen der Andacht zum Heiligen Herzen Jesu sagt wörtlich die Enzyklika: »Damit jedoch alle um so richtiger die Beweiskraft verstehen können, welche die vorzulegenden Stellen des Alten und Neuen Testamentes für diese Andacht haben, muss ihnen der Grund ganz klar sein, warum die Kirche dem Herzen des göttlichen Erlösers den Kult der Anbetung zollt. Nun wisst ihr sicher, Ehrwürdige Brüder, daß es ein zweifacher Grund ist. Der eine, der auch für die übrigen hochheiligen Glieder des Leibes Jesu Christi gilt, beruht auf dem Grundsatz, dass sein Herz, als ein vornehmster Teil seiner menschlichen Natur, hypostatisch mit der Person des göttlichen Wortes verbunden ist; und dass ihm deshalb der gleiche Kult der Anbetung zu erweisen ist, womit die Kirche die Person des menschgewordenen Sohnes Gottes ehrt. Es handelt sich dabei um eine mit katholischem Glauben festzuhaltende Wahrheit, da sie schon auf den Allgemeinen Kirchenversammlungen von Ephesus und der zweiten von Konstantinopel [10] feierlich festgelegt wurde. Der andere Grund, der sich in besonderer Weise auf das Herz des göttlichen Erlösers bezieht und ebenfalls unter einer besonderen Rücksicht den ihm zu erweisenden Kult der Anbetung fordert, liegt darin, dass sein Herz, mehr als alle übrigen Glieder seines Leibes, ein natürliches Zeichen oder Sinnbild seiner unermesslichen Liebe zum Menschengeschlecht ist. „Es liegt im heiligsten Herzen – wie Unser Vorgänger unvergesslichen Andenkens Leo XIII. bemerkte – ein Sinnbild, ja ein ausdrückliches Bild der unendlichen Liebe Jesu Christi, das durch sich selbst uns zur Gegenliebe bewegt“.« [11]

»Es ist zweifellos, dass die Heiligen Bücher nie eine sichere Erwähnung tun von einem besonderen, dem physischen Herzen des fleischgewordenen Wortes als dem Sinnbild seiner brennenden Liebe erwiesenen Kult der Verehrung und Liebe. Wenn dies offen zuzugeben ist, so braucht es uns doch nicht zu verwundern, noch irgendwie Zweifel in uns hervorzurufen, dass die göttliche Liebe zu uns, der Hauptgrund jenes Kultes, im Alten wie im Neuen Testamente in solchen Bildern, welche die Herzen stark bewegen, verkündet und nahegebracht wird. Da diese Bilder schon in den Heiligen Büchern vorgelegt wurden, welche die Ankunft des menschgewordenen Gottessohnes vorher verkündeten, können sie als Vorzeichen des Sinnbildes jener edelsten göttlichen Liebe und des Hinweises auf sie: die Liebe des heiligsten und anbetungswürdigen Herzens des göttlichen Erlösers betrachtet werden.«

Der Papst verweist weiter auf verschiedene Stellen im Alten Testament, in denen von Gottes Liebe zu den Menschen die Rede ist. Und nachdem er zeigt, dass neben dem Gesetz der Furcht das Gesetz der Liebe auch im Alten Bund weit verbreitet war, geht er weiter: »Wir wundern uns also nicht, wenn Moses und die Propheten, die der hl. Thomas mit Recht „die Größten“ [12] des Auserwählten Volkes nennt, aus der klaren Einsicht, dass die Grundlage des ganzen Gesetzes in dieses Gebot der Liebe gesetzt war, alle zwischen Gott und ihrem Volk bestehenden Beziehungen und Bindungen mehr mit Gleichnissen beschrieben, die aus der gegenseitigen Liebe von Vater und Sohn oder der Gatten geschöpft waren, als mit strengen, der Oberherrschaft Gottes oder der von uns allen geschuldeten und erzittern machenden Knechtschaft entnommenen Bildern. Um Beispiele anzuführen: Als Moses sein berühmtes Lied über die Befreiung des Volkes aus der Knechtschaft Ägyptens sang und aussprechen wollte, dass dies durch Gottes Kraft geschehen war, verwendet er folgende ergreifende Sätze und Gleichnisse: „Gleichwie der Adler seine Jungen zum Fluge lockt und über ihnen schwebt, so breitete er (Gott) seine Flügel aus, und nahm es (das Volk) und trug es auf seinen Schultern.“ [13] Doch bringt vielleicht keiner der heiligen Propheten mehr als Oseas offen und stark die Liebe zum Ausdruck, mit der Gott zu jeder Zeit sein Volk geleitet. In den Schriften dieses Propheten, der unter den übrigen kleinen Propheten durch die Großartigkeit gedrängter Rede hervorragt, bekennt Gott eine solche Liebe zum Auserwählten Volk, eine gerechte und heilig besorgte, wie es die Liebe eines erbarmenden und liebenden Vaters ist oder eines Bräutigams, dessen Ehre verletzt wird. Es handelt sich um eine Liebe, die so wenig infolge der Niedertracht von Verrätern und unmenschlicher Verbrechen gemindert wird oder erkaltet, daß sie vielmehr diese zwar nach Gebühr bestraft, aber nur aus dem einen Grunde, die entfremdete und treulose Braut und die undankbaren Söhne – geschweige denn sie zu verstoßen und zu entlassen – nein, zu entsühnen, zu läutern und durch erneute und verstärkte Bande der Liebe wieder mit sich zu verbinden: „Als Israel jung war, gewann ich es lieb und rief meinen Sohn aus Ägypten ... Ich war wie ein Nährvater für Ephraim; ich trug sie auf meinen Armen, doch sie erkannten nicht, daß ich ihr Heiland war. Mit Banden der Güte zog ich sie, mit Fesseln der Liebe ... Von ihrem Abfall will ich sie heilen, herzlich sie lieben; denn mein Zorn ist von ihnen gewichen. Wie der Tau will ich sein, Israel soll gleich einer Lilie blühen und seine Wurzel schlagen wie des Libanon Zedern.« [14]

Nachdem er wunderbare Zitate aus Isaias und dem Hohenlied bringt, schließt Pius XII.: »Diese so zarte, nachsichtige und geduldige Liebe Gottes, die sich zwar über das Untat auf Untat häufende Volk Israel entrüstet, aber es dennoch niemals verstößt, scheint gewiß stark und erhaben, aber sie ist nur Ankündigung und Vorzeichen jener innigen Liebe, die der den Menschen verheißene Erlöser aus seinem liebenden Herzen über alle ergießen würde, und die das Vorbild für unsere Liebe und das Fundament des Neuen Bundes werden sollte. Fürwahr nur Er, der Einziggezeugte vom Vater und das fleischgewordene Wort „voller Gnade und Wahrheit“ [15], konnte, als er zu den von unzähligen Sünden und Armseligkeiten bedrückten Menschen gekommen war, aus seiner menschlichen, in Personeinheit mit der göttlichen Person verbundenen Natur heraus dem menschlichen Geschlechte eine „Quelle lebendigen Wassers“ eröffnen, welche die dürre Erde reichlich bewässern und sie zu einem blühenden und fruchtreichen Garten machen würde. Daß diese ganz wundersame Tatsache infolge der erbarmungsvollen und ewigen Liebe Gottes eintreten werde, scheint schon der Prophet Jeremias irgendwie mit folgenden Worten vorauszuverkünden: „Mit ewiger Liebe habe ich dich geliebt; darum habe ich dich in Erbarmung an mich herangezogen ... Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, da schließe ich einen neuen Bund mit Israels Haus und Judas Haus ... Dies wird der Bund sein, den ich schließen werde nach jenen Tagen mit Israels Haus, spricht der Herr: Ich lege mein Gesetz in ihr Herz und schreibe es in ihre Seele. So werde ich ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein ... Denn ihre Schuld vergebe ich ihnen, und ihrer Sünden gedenke ich nicht mehr“.« [16]

II – BEGRÜNDUNGEN DER HERZ-JESU-ANDACHT IM NEUEN TESTAMENT UND IN DER ÜBERLIEFERUNG

Dreifache Liebe des Erlösers zu den Menschen:
göttliche, geistige, menschliche

Im zweiten Teil der Enzyklika, nachdem er die „Liebe Gottes im Mysterium der erlösende Menschwerdung nach dem Evangelium“, zeigt er, dass »man beachten muss, dass seine Liebe nicht nur eine geistige war, wie sie Gott zukommt, insofern „Gott Geist ist“« [17]. Die alttestamentlichen Ausdrücke, die sich auf die Liebe Gottes zum Menschen beziehen und sie mit menschlicher ehelicher oder väterlicher Liebe vergleichen, sind sehr bewegend und weisen auf eine tiefe Realität hin, haben aber einen metaphorischen Charakter. Im Gegenteil, in Bezug auf unseren Herrn Jesus Christus, den wahren Gott und den wahren Menschen, die Ausdrücke des Neuen Testaments „nicht eine nur göttliche Liebe, sondern auch menschliche Empfindungen der Liebe bezeichnen“. So können wir in der Liebe des Erlösers zu uns die göttliche und die menschliche unterscheiden, die geistliche menschliche und die gefühlte menschliche Liebe, „was für alle, die sich katholisch nennen, ganz ohne Zweifel ist. Das Wort Gottes hat nämlich nicht einen unwirklichen Scheinleib angenommen, wie schon im ersten christlichen Jahrhundert einige Irrlehrer behaupteten, die vom Apostel Johannes mit folgenden ernsten Worten getadelt wurden: „Es sind viele Verführer in der Welt aufgetreten, die sich nicht zu dem in Fleisch erschienenen Jesus Christus bekennen. Das ist der Verführer, der Antichrist“ [18]; es hat wirklich die menschliche, individuelle, vollständige und vollkommene Natur, die im reinsten Schoße der Jungfrau Maria aus der Kraft des Heiligen Geistes empfangen wurde [19], seiner göttlichen Person verbunden. Es fehlte ihm also nichts an der menschlichen Natur, die sich das Wort Gottes zu eigen gemacht hat; es hat sie in der Tat angenommen ohne Minderung und ohne Änderung in dem, was das Geistige und das Körperliche betrifft: also ausgestattet mit Verstand und Willen und mit den übrigen inneren und äußeren Erkenntnisfähigkeiten, ebenso wie mit dem Strebevermögen der Sinne und allen natürlichen Antrieben. Dies alles lehrt die katholische Kirche als etwas, das von den Römischen Päpsten und den Allgemeinen Kirchenversammlungen feierlich bestimmt und bekräftigt ist.«


Weiter sagt Seine Heiligkeit: »Daß das Wort Gottes eine wahre und vollkommene Menschennatur als eigen angenommen und sich ein Herz aus Fleisch gebildet und einverleibt hat, das nicht weniger als das unsrige leiden und durchbohrt werden konnte – diese Tatsache kann, so sagen Wir, wenn nicht im Lichte der hypostatischen und substanziellen Vereinigung, und ebenso im Licht der Erlösung der Menschheit wie aus deren Ergänzung gesehen, wahrhaftig für manche zu Ärgernis und Torheit werden, wie es der ans Kreuz geschlagene Christus tatsächlich für das Volk der Juden und Heiden war. [20] Die gültigen Dokumente des katholischen Glaubens, in vollem Einklang mit den Heiligen Schriften, versichern uns, dass der Eingeborene Sohn Gottes die leidensfähige und sterbliche Menschennatur hauptsächlich aus dem Grunde angenommen hat, weil er das blutige Opfer, am Kreuze hängend, darzubringen wünschte, um das Werk des Heiles der Menschheit zu vollenden. Dies lehrt übrigens der Völkerapostel mit folgenden Worten: „Der heiligt und die geheiligt werden, sind ja alle von einem Vater. Darum schämt er sich nicht, sie seine Brüder zu nennen, da er spricht: Ich will deinen Namen meinen Brüdern kundgeben ... Und wieder: Siehe, hier bin ich mit den Kindern, die Gott mir gegeben hat. Weil nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, so nahm er gleichfalls beides an ... Darum musste er in allem seinen Brüdern gleich werden, um als barmherziger und treuer Hoherpriester vor Gott zu walten und des Volkes Sünden zu sühnen. Denn da er selbst gelitten hat und versucht wurde, kann er auch denen helfen, die versucht werden“.« [21]

Um diese Behauptungen zu untermauern, zitiert der Papst die Zeugnisse der Heiligen Väter, „dass Jesus Christus deshalb eine vollkommene Menschennatur und unseren hinfälligen und gebrechlichen Leib angenommen hat, um für unser ewiges Heil Sorge zu tragen und uns seine unendliche Liebe, auch die fühlbare, überzeugend zu offenbaren und zu öffnen.“. Pius XII. erwähnt wunderbare Texte der hl. Justinus, Basilius, Johannes Chrisostomos, Ambrosius, Hieronimus, Augustinus und Johannes von Damaskus.

Die natürliche Symbolik des Herzens Jesu und sein verhüllter Ausdruck in der Heiligen Schrift und in den Kirchenvätern

»Doch wenn auch die Evangelisten und die übrigen heiligen Schriftsteller das Herz des Erlösers nicht ausdrücklich beschreiben: das lebendige und mit Empfindungsfähigkeit nicht weniger als das unsere begabte Herz, und das infolge der verschiedenen seelischen Bewegungen und Regungen und infolge der brennenden Liebe seines doppelten Willens schlagende und zitternde Herz – so heben sie dennoch dessen göttliche Liebe und die damit verbundene Ergriffenheit der Sinne häufig hervor: also Verlangen, Freude, Kummer, Furcht und Zorn, wie sie sich in seinem Antlitz, aus seinen Worten, aus seinem Benehmen offenbaren. Besonders das Antlitz unseres anbetungswürdigen Heilands war ein Gradmesser und sozusagen ein treuer Spiegel jener Regungen, die, während sie die Seele verschiedenartig bewegten, wie sich gegenseitig steigernde Wellen an sein heiligstes Herz gelangten und es schlagend erregten. Denn auch hier gilt, was der Engelgleiche Lehrer, durch allgemeine Erfahrung belehrt, über die menschliche Psychologie und deren Folgerungen bemerkt: „Die Verwirrung des Zornes geht durch bis zu den äußeren Organen; und am stärksten bis zu jenen, in denen die Spur des Herzens sich deutlicher abspiegelt, wie in den Augen, dem Angesicht und der Zunge“.« [22]

»Daher wird mit vollem Recht das Herz des menschgewordenen Wortes hauptsächlich als Zeichen und Sinnbild jener dreifachen Liebe betrachtet, mit der der göttliche Erlöser den ewigen Vater und die Menschen alle immerfort liebt. Sinnbild ist es jener göttlichen Liebe, die er mit dem Vater und dem Heiligen Geist gemeinsam hat, die aber doch nur in ihm, als in dem fleischgewordenen Wort, uns durch einen hinfälligen und gebrechlichen Menschenleib geoffenbart wird, denn „in ihm wohnt alle Fülle der Gottheit in leiblicher Einwohnung.“ [23] Sinnbild ist es außerdem jener brennenden Liebe, die, in seine Seele eingegossen, den menschlichen Willen Christi bereichert, und deren Akte von einem doppelten ganz vollkommenen Wissen, dem der seligen Schau und dem eingegebenen oder eingegossenen, erleuchtet und geleitet werden. 24 Endlich – und zwar in mehr natürlicher und unmittelbarer Art – ist es auch Sinnbild der sinnenfälligen Regung, da der Leib Jesu Christi, im Schoße der Jungfrau Maria durch das Wirken des Heiligen Geistes gebildet, die vollkommenste Fähigkeit des Empfindens und Wahrnehmens besitzt, mehr sogar als jedes andere Menschenherz.« [25]

»Damit ist gegeben — fährt die Enzyklika fort —, dass wir mit vollem Recht das Herz des göttlichen Erlösers als bezeichnendes Bild seiner Liebe und als Zeugen unserer Erlösung betrachten und verehren können, wie auch als geheimnisvolle Himmelsleiter, auf der wir aufsteigen zur Umarmung „Gottes, unseres Erlösers“ [26]. Seine Worte und Handlungen, seine Weisungen und Wundertaten, und besonders jene seiner Werke, die eindringlicher seine Liebe zu uns bezeugen – wie die göttliche Einsetzung der Eucharistie, sein bitteres Leiden und Sterben, seine uns gütig geschenkte heiligste Mutter, die für uns gegründete Kirche und endlich der den Aposteln und uns gesandte Heilige Geist – alles dies, sagen Wir, sollen wir bewundern als Beweise seiner dreifachen Liebe. Ebenso sollen wir mit liebender Seele die Schläge seines heiligsten Herzens betrachten, mit denen er gleichsam die Zeit seiner irdischen Wanderschaft abzumessen schien, bis zu jenem letzten Augenblick, in dem er, wie die Evangelisten bezeugen, „mit lauter Stimme rief: Es ist vollbracht, sein Haupt neigte und den Geist aufgab.“ [27] Da stand der Schlag seines Herzens still; seine fühlbare Liebe wurde unterbrochen, bis er selbst im Triumph über den Tod aus dem Grabe erstand. Nachdem aber sein Leib, in den Zustand immerwährender Herrlichkeit eingetreten, wiederum mit der Seele des göttlichen Erlösers, des Siegers über den Tod, vereinigt war, hörte sein heiligstes Herz nie mehr auf, noch wird es jemals aufhören, sich in unerschütterlich friedlichem Schlag zu bewegen, und es wird gleichfalls nie ablassen, seine dreifache Liebe kundzugeben, durch die der Sohn Gottes verbunden ist mit seinem himmlischen Vater und mit der Gesamtheit der Menschen, deren mystisches Haupt er mit vollem Recht ist.«

In der nächsten Ausgabe werden wir die Zusammenfassung der drei letzten Teile dieser bewundernswerten Enzyklika geben: „Die aktive und tiefe Teilhabe der Heiligsten Herzen Jesu am Erlösungswerk des Heilandes“, „Das Aufkommen und progressive Entwicklung dr Verehrung zum Heiligsten Herzen Jesu“ und „Aufmunterung zu einer aufgeklärten Praxis und zur Verbreitung des Kultes zum Heiligsten Herzen Jesu“.

 

Anmerkungen:

*) http://www.vatican.va/content/pius-xii/de/encyclicals/documents/hf_p-xii_enc_15051956_haurietis-aquas.html

1) Jak 1, 17.

2) Joh 7, 39.

3) Vgl. Jes 12, 3; Ez 47, 1-12; Sach 13, 1; Ex 17, 1-7; Num 20, 7-13; 1 Kor. 10, 4; Offb 7, 17; 22, 1.

4) Joh 4, 10.

5) Apg 4, 12.

6) Enz. „Annum Sacrum“, 25 Maii 1899; Acta Leonis, vol. XIX, 1900; pp. 71, 77-78.

7) Enz. „Miserentissimus Redemptor“, 8 Maii 1928; A.A.S. XX, 1928, S. 167.

8) Vgl. A.A.S. XXXII, 1940, p. 276; XXXV, 1943, p. 170; XXXVII, 1945, pp. 263-264; XL, 1948, p. 501; XLI 1949, p. 331.

9) Is 12, 3.

10) Conc. Ephes. can. 8; Vgl. Mansi, „Sacrorum Conciliorum Ampliss“. Collectio, IV, 1083 C.; Conc. Const. II, can. 9, Vgl. ibid. IX, 382 E.

11) Vgl. Enz. „Annum sacrum“; Acta Leonis, vol. XIX, 1900, p. 76.

12) Thomas v. A. Sum. Theol. II-II, q. 2, a. 7; in ed. Leon., Bd. VIII, 1895, p. 34.

13) Dtn 32, 11.

14) Hos 11, 1, 3-4; 14, 5-6.

15) Joh 1, 14.

16) Jer 31, 3; 31, 33-34.

17) Joh 4, 24.

18) 2 Joh 7.

19) Vgl. Luc. 1, 35.

20) Vgl. 1 Cor. 1, 23.

21) Hebr 2, 11-14; 17-18.

22) Sum. Theol. I-II, q. 48, a. 4; ed. Leon. tom. VI, 1891, p. 306.

23) Kol 2, 9.

24) Vgl. Sum. Theol. III, q. 9, aa. 1-3; ed. Leon. tom. XI, 1903, p. 142.

25) Vgl. Ibid. III, q. 33 a. 2, ad 3m; q. 46, a. 6; ed. Leon. tom. XI, 1903, pp. 342, 433.

26) Tit 3, 4.

27) Mt 27, 50; Io. 19, 30.

  

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in
„Catolicismo”, Nr. 68, August 1956, SS. 3f.

 

Dieser Beitrag erschien in deutscher Sprache zuerst im Blog „Plinio Corrêa de Oliveira zum  100. Geburtstag“.

© Nachdruck der deutschen Fassung ist nur mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

Dienstag, 3. November 2020

Dringender Appell zum Widerstand

 Dringender Appell, Widerstand zu leisten gegen den Verrat und den Untergang des Abendlandes, der edelsten Blüte der christlichen Kultur und Zivilisation,

von

Instituto Plinio Corrêa de Oliveira

Das Institut Plinio Corrêa de Oliveira, das im Geist seines Namensgebers sein Werk weiterführt, veröffentlichte am 28. Oktober 2020, folgende Stellungnahme zur Enzyklika „Tutti Fratelli“ und den Äußerungen Papst Franziskus über Homosexualität. Wir bringen sie hier in Deutscher Übersetzung.

Die dreifache Krise infolge des COVID-19, der Unruhen und der Wirtschaftskatastrophe erschüttert die geistigen und materiellen Grundlagen des Westens und der ganzen Welt. Dies ist keine gewöhnliche Krise, denn sie erschüttert unsere abgenutzten Gewissheiten, verändert gleichzeitig unsere täglichen Routinen und schränkt die Freiheit der Kirche ein. Angesichts dieser Krise sind viele ratlos und fragen sich, was ist hier schief gelaufen. Wohin steuert das Abendland? Ist es möglich, das entgegenkommende Chaos zu vermeiden?

Angesichts dieser großen Gefahr, die den Westen bedroht, präsentieren das Institut Plinio Corrêa de Oliveira und seine eigenständigen Schwesterorganisationen in den fünf Kontinenten - bestehend aus Laienkatholiken, die die christliche Zivilisation seit langem gegen die Irrtümer des Kommunismus und des Sozialismus verteidigen - eine Analyse der Gefahren der aktuellen Situation sowie eine Botschaft der hoffnungsvollen Wiederherstellung.

I. Die aktuelle Lage

Die derzeitige Krise zeigt sich auf verschiedene Weisen. Sie alle haben jedoch einen gemeinsamen Zweck: die noch bestehenden Strukturen der westlichen christlichen Zivilisation zu zerstören. Wir könnten sie in drei Hauptkategorien einteilen.

1. Eine Gesundheitskrise, die alle Aspekte des Lebens betrifft

Die Welt ist mit einer verdächtigen Virusepidemie konfrontiert, die ihren Ursprung in China hat und sich von dort aus verbreitet. Dieses Virus zieht vor allem die christlichen Nationen Europas und Amerikas in Mitleidenschaft und verursacht ernsthafte Gesundheitsrisiken sowie tiefgreifende wirtschaftliche, soziale und psychologische Auswirkungen, die sich aus drakonischen Gesundheitsmaßnahmen und Lockdowns ergeben.

Die sogenannte neue Normalität wirkt sich auch auf das Leben von Hunderten von Millionen Menschen aus, mit der Einschränkung der Bewegungsfreiheit, Unterbrechung von Arbeit und Bildung, Verbot oder Einschränkung von Versammlungen, kulturellen Veranstaltungen und schließlich ebenfalls den Zugang zur Sonntagsmesse und zu den Sakramenten.

Die Menschen werden von Technokraten an eine Welt der Traurigkeit, Isolierung und des Subkonsums gewöhnt, ähnlich des dystopischen Albtraums von George Orwells Roman „1984“.

2. Die Pandemie deckt die strukturellen Schwächen unserer globalisierten Welt auf

Eine schwere Wirtschaftskrise steht vor der Tür mit enormen politischen, sozialen, kulturellen und psychologischen Folgen. Analysten von weltweitem Rang sagen voraus, dass es viel schlimmer sein wird als die Weltwirtschaftskrise von 1929.

Die Pandemie enthüllte die monumentale wirtschaftliche Abhängigkeit des Westens - ein schändliches Ergebnis der rücksichtslosen Verlagerung seiner industriellen Basis, insbesondere nach China.

Das Ergebnis ist eine große politische Schwäche des Westens dessen Einfluss sehr erschüttert ist, in einer „multipolaren“ Welt, in der das kommunistische China zunehmend die Rolle des Drachen einnimmt. Viele Autoren kündigen den unvermeidlichen und allmählichen Niedergang der politischen, militärischen und diplomatischen Macht des Westens auf internationaler Ebene an. Die Welt, wie wir sie kannten, scheint ihrem Ende zuzugehen.

3. Unruhen schwächen den Westen noch mehr

Der Westen wird durch Unruhenherde geschwächt, die gleichzeitig auf der ganzen Welt auftreten, als ob sie durch eine gemeinsame Steuerung ausgelöst würden. Zu diesen Punkten gehören:

a) Unkontrollierte Einwanderung, ein importiertes Übel, das die Bildung ausländischer Zysten innerhalb von Nationen begünstigt. Viele Neuankömmlinge - insbesondere muslimische Migranten - weigern sich, sich in das Land, in dem sie aufgenommen werden, zu integrieren und zu assimilieren, was zu einem internen Separatismus führt. Dieses Phänomen verwandelt den Westen in einen multiethnischen, multireligiösen und multikulturellen „offenen Raum“ ohne gemeinsame Identität oder Zielsetzung.

Revolutionärer Aufruhr, gefördert von
der Black Lives Mattter-Bewegung
b) Ein weiterer Schwerpunkt der Unruhen ist das Aufkommen von Forderungen von Minderheiten, die sich diskriminiert wähnen, und von linken Ideologien, die versuchen, alle Überreste und Strukturen unserer christlichen Vergangenheit zu beseitigen. Diese „dekonstruktivistischen“ sozialen Ideale zielen auf die kapitalistische bürgerliche Gesellschaft ab. Viele Linke nutzen rassische und kulturelle Unterschiede, um den Klassenkampf durch Straßengewalt und städtische Zerstörung zu schüren. Ein typisches Beispiel sind die Volksunruhen, die von der Black Lives Matter-Bewegung in den USA geschürt werden.

Diese Unruhen führen unter anderem zu einem Radikalismus, der mit Hilfe der Medien die stille Mehrheit erschreckt und lähmt. In Ländern, in denen diese Mehrheit reagiert, führt die daraus resultierende ideologische Polarisierung zu einer Lähmung demokratischer Institutionen, und viele Beobachter erwähnen sogar die Gefahr eines Bürgerkrieges.

II. Der westliche Mensch angesichts dieses Panoramas

Der Westen ist nicht vorbereitet, sich dieser dreifachen Krise zu stellen. Seine Fundamente sind durch die schreckliche strukturelle Schwäche zerfressen, verursacht durch eine massive Kulturrevolution, wie zum Beispiel die Krise der Familie, die durch die Abtreibung entstandene Kultur des Todes und die aggressive LGBT-Ideologie, die der gesamten Gesellschaft und sogar unschuldigen Kindern auferlegt wurde.

Vor allem ist das Abendland durch eine spirituelle Krise geschwächt. Viele verlassen den Glauben und leben, ohne die Gebote Gottes zu respektieren, und vernachlässigen seine Gnade und das sakramentale Leben. Durch diesen moralischen Verfall geschwächt, beginnen wir, unsere christlichen Wurzeln zu vergessen.

Ohne geistige und soziale Unterstützung reagieren viele auf diese dreifache Krise mit Ratlosigkeit und Unglauben. Viele Psychologen nennen dies ein „kollektives Trauma“. Unsere mächtige, feste, technologisch „perfekte“ und selbstbewusste Welt, wurde durch das neue Coronavirus bis auf die Fundamente erschüttert.

Innerhalb weniger Monate brachen viele Gewissheiten mit der westlichen Wirtschaft zusammen. Solche Gewissheiten nährten in den Massen ein Optimismus des unaufhaltsamen Fortschritts. Heute hat diese Krise das Vertrauen in Medien, Wissenschaft, politische Autoritäten und sogar religiöse Obrigkeiten zerstört.

Der Optimismus, ein charakteristisches Merkmal unserer Zeit, der zwei Weltkriege überstanden hat, verschwindet nun und führt zu einer wachsenden Zukunftsangst.

In diesem besorgniserregenden Kontext beginnen viele, die Prämissen des Westens in Frage zu stellen und fragen sich: Was ist schief gelaufen? Gibt es eine Lösung, ein Licht, das uns in diesem Sturm führen und das Vertrauen in die Zukunft trösten und wiederherstellen kann?

Solche Fragen bringen einen Samen des Schuldgefühls und eine vage Sehnsucht nach der Rückkehr zum verlassenen Weg der Tugend mit sich.

III. Eine immense spirituelle Verwaisung



Inmitten der Krise wäre es gut, zur Quelle der christlichen Kultur zurückzukehren und die spirituellen Werte wiederzuentdecken, die die Grundlage unserer Zivilisation bilden. Aus dieser spirituellen Quelle werden Ordnung, Institutionen und Gnaden kommen, die uns vor dieser dreifachen Krise retten werden. Nur eine Rückkehr der verlorenen Söhne zum Vaterhaus kann die Gesellschaft in dem erforderlichen Umfang und in der erforderlichen Tiefe regenerieren.

Doch unsere Unfähigkeit, mit dieser dreifachen Krise fertig zu werden, beruht auf der Tatsache, dass unsere Gewissheiten, Prinzipien und Werte durch die Krise untergraben wurden, die sich parallel innerhalb der Kirche selbst entwickelte. Diese spirituelle Krise ist viel zerstörerischer, da sie uns die Mittel entzieht, die uns helfen würden, Lösungen zu finden.

In dieser Stunde höchster Gefahr für das Christentum würden die Gläubigen natürlich ihre Blicke auf den Stuhl Petri richten, der Obersten Autorität der katholischen Kirche, um ein Wort des Trostes und der Führung zu hören. Anstatt jedoch sich als Hochburg des Westens zu erweisen, scheint dem Heiligen Stuhl sein eigenes Schicksal gleichgültig zu sein. Manchmal scheint es sogar die Kräfte zu bevorzugen, die den Westen mit zunehmender Intensität angreifen. Der schrecklichste Aspekt der gegenwärtigen Situation ist die immense spirituelle Verwaisung, in dem sich das Abendland befindet.

Betrachten wir diese jüngsten Tatsachen - unter vielen, die angeführt werden könnten -, die die Grundlagen des Glaubens untergraben:

1. Der Katechismus der katholischen Kirche bekräftigt, dass homosexuelle Handlungen „gegen das natürliche Gesetz verstoßen“ und „sie sind in keinem Fall zu billigen“ (Nr. 2357), und eine nachfolgende Erklärung des Vatikans aus dem Jahr 2003 verurteilt „die rechtliche Anerkennung homosexueller Verbindungen“. In einer jüngsten Erklärung von Papst Franziskus heißt es jedoch: „Homosexuelle haben das Recht, Teil einer Familie zu sein (…). Was wir schaffen müssen, ist ein Gesetz das zivile Partnerschaften ermöglicht. Sie haben das Recht, rechtlich abgesichert zu sein.“

2. Um eine multipolare „neue Welt“ aufzubauen, hat Papst Franziskus Fratelli Tutti veröffentlicht, eine Enzyklika, die aus religiöser Sicht die katholische Kirche und die Heilige Schrift mit anderen Religionen und ihren Grundüberzeugungen gleichstellt. Im Namen einer universellen naturalistischen Brüderlichkeit und der entsprechenden „sozialen Freundschaft“ liefert Fratelli Tutti die doktrinären und psychologischen Grundlagen für eine „offene Welt“ ohne Prinzipien und Grenzen, ohne eine definierte Religion, in der Ressourcen für alle gleichermaßen verfügbar wären und Konflikte durch „Dialog“ gelöst werden müssen.

3. Die Enzyklika befürwortet die unkontrollierte Invasion von Migranten im Westen - im Falle Europas handelt es sich hauptsächlich um Muslime. Sie fordert die Länder auf, sich internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen zu unterwerfen, die die globalen Probleme lösen sollen, insbesondere solche, die mit Klima und Umwelt zusammenhängen.

4. Im Gegensatz zur Soziallehre der Kirche schränkt Fratelli Tutti außerdem das Privateigentum und die freie Marktwirtschaft so ein, dass sie in der Praxis die moralische Berechtigung dieser beiden Grundlagen der westlichen Wirtschaft leugnet. Weitere Punkte der Enzyklika geben ebenfalls Anlass zur Sorge. Papst Franziskus wiederholte sie während seines gesamten Pontifikats und wird dies wahrscheinlich während der Veranstaltungen des Global Compact on Education and Economy of Francesco („Franziskus’ Globalem Pakt für Bildung und Wirtschaft“) erneut tun. Zum Beispiel wird er „nachhaltiges Wachstum“ fordern, eine Wirtschaft mit „kohlenstofffreier Energie“ - das heißt Armut als Konsumstandard - und das von linken Volksbewegungen praktizierte Gemeineigentum und Kollektivmanagement.

5. Hinzu kommen die in der Enzyklika Laudato Si und in der Apostolischen Exhortatio Querida Amazonia vorgeschlagenen indigenen Bestrebungen, die die Lebensweise der Indianerstämme als nachhaltiges und gemeinschaftliches Modell darstellen. Ganz zu schweigen von den schrecklichen Anbetungshandlungen von Pachamama im Vatikan. Beide Dokumente bestätigen auf tragische Weise Prof. Plinio Corrêa de Oliveiras Voraussicht der miserabilistischen und tribalistischen Tendenzen von Sektoren der Kirche, in dem Buch Revolution und Gegenrevolution, Ausgabe von 1976, und in der Arbeit Indigener Tribalismus, das missionarisch-kommunistische Ideal für Brasilien im 21. Jahrhundert von 1977 (Bild links).

6. Die Passivität der Hierarchie während der aktuellen Gesundheitskrise wurde deutlich, als viele kirchliche Autoritäten weit über die zivilen Verordnungen hinausgingen. Als erstes zwangen sie für den Empfang der Kommunion ausschließlich die Handkommunion und später haben sie sogar die Feier der heiligen Messen untersagt. Zum ersten Mal in der Geschichte der Kirche feierte der katholische Klerus Ostern ohne Gläubige. Viele von diesen kehrten nicht mehr zur Kirche zurück, was den zunehmenden Abfall vom Glauben noch verschlimmert.

IV. Hat man das Recht, einem Papst zu widerstehen,
der die Christenheit im Stich lässt?

Wie der eigene Name schon sagt, ist die katholische Kirche universell. Ihre Mission ist es, alle Völker zu taufen und sie zu lehren, das zu beachten, was Unser Herr Jesus Christus geboten hat (Mt 28,19-20). In diesem Sinne beschränkt sie sich nicht auf dieses oder jenes geografische Gebiet, ethnische Zugehörigkeit oder Kultur. Seit zweitausend Jahren ist die abendländische christliche Zivilisation die sichtbarste und dauerhafteste Frucht des Apostolats der Kirche. Die Heiligkeit ihrer Lehre, der evangelisierende Geist, die philosophische und theologische Tiefe, die Einrichtung von Krankenhäusern, Universitäten, Wohltätigkeitswerken und die blühenden Auswirkungen in Wirtschaft, Künsten und Wissenschaften veranlassten Papst Leo XIII., das mittelalterliche Christentum folgendermaßen zu beschreiben:

„Es gab eine Zeit, wo die Weisheitslehre des Evangeliums die Staaten leitete. Gesetze, Einrichtungen, Volkssitten, alle Ordnungen und Beziehungen des Staatslebens waren in dieser Zeit von christlicher Klugheit und göttlicher Kraft durchdrungen. Da war der Religion Jesu Christi in der Öffentlichkeit jene Auszeichnung gesichert, wie sie ihr gebührt; da blühte sie überall unter dem wohlwollenden Schutz der rechtmäßigen Obrigkeiten und Regenten, da waren Kirche und Reich in glücklicher Eintracht und durch gegenseitige Freundesdienste miteinander verbunden. Diese Staatsordnung trug über alles Erwarten reiche Früchte, die noch nicht vergessen sind. Hierfür gibt es unzählige Zeugnisse aus der Geschichte, welche durch keine Arglist der Feinde verfälscht oder verdunkelt werden können.“ (Enzyklika Immortale Dei, Nr. 21)

Die Vorgängerpäpste von Papst Franziskus, erkannten die abendländische christliche Zivilisation immer als „die einzig wahre Ordnung unter den Menschen“ an (RGR, Teil I, Kap. VII, 1, E) und versuchten, sie zu schützen. Was für eine verkommene Mutter wäre die Kirche, wenn sie diese Ordnung in Todesgefahr sehen und ihr den Rücken kehren würde? Schlimmer noch wäre es, wenn sie mit ihren Feinden diese Ordnung bis zur Vernichtung angreifen würde. Wenn die Kirche dies tun würde, würde sie sich wie ein Mietling verhalten, der die Herde den gefräßigen Wölfen ausliefert, die sie verschlingen wollen. Leider ist dies die Haltung vieler unserer höchsten kirchlichen Autoritäten.

Angesichts eines solchen apokalyptischen Szenarios stellt sich in den Seelen unzähliger Katholiken eine schmerzhafte Frage: Ist es erlaubt, zu reagieren und die die christliche Zivilisation, ihre religiösen und zeitlichen Traditionen mit großem Eifer zu verteidigen, selbst wenn sie den Richtlinien hoher Behörden widerspricht? Ist es rechtmäßig, sich der Politik von Papst Franziskus zu widersetzen, die die Integrität, Sicherheit und kulturelle Identität des Abendlandes bedroht?

Wir fürchten nicht, in einem Zustand des Widerstands zu verbleiben, weil Papst Paul VI. und zahlreiche kirchliche Autoritäten implizit - durch ihr Schweigen - die moralische Berechtigung der Erklärung der TFP zur Entspannungspolitik des Vatikans gegenüber kommunistischen Regimen von 1974 anerkannten. Das Dokument wurde verfasst von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira und von allen damals weltweit existierenden TFPs unterzeichnet und veröffentlicht. Darin heißt es:

»In diesem kindlichen Akt sagen wir dem Hirten der Hirten: Unsere Seele gehört Euch, unser Leben gehört Euch. Befehlt uns, was Ihr wollt! Befehlt uns nur nicht, dass wir die Arme verschränken vor dem roten Wolf, der uns angreift! Dem widersetzt sich unser Gewissen.

Ja, Heiliger Vater - fahren wir fort -, der hl. Petrus lehrt uns, dass es wichtiger ist, „Gott zu gehorchen als den Menschen“ (Apg 5, 29). Ihr habt den Beistand des Heiligen Geistes und seid sogar - unter den vom Vaticanum I bestimmten Bedingungen - vom Privileg der Unfehlbarkeit gestärkt. Dies schließt nicht aus, dass in bestimmten Bereichen und Umständen die Schwäche, der alle Menschen unterworfen sind, Euer Handeln beeinflussen oder sogar bestimmen kann. Einer davon ist, vielleicht sogar recht eigentlich, die Diplomatie. Und hier befindet sich Eure Entspannungspolitik gegenüber den kommunistischen Regierungen.

Was ist da zu machen? Die Zeilen der vorliegenden Erklärung würden nicht ausreichen, um die Liste all der Kirchenväter und -lehrer, Moralisten und Rechtslehrer aufzuzählen - viele von ihnen wurde zur Ehre der Altäre erhoben -, die die Rechtmäßigkeit des Widerstandes bestätigen. Ein Widerstand, der keine Loslösung ist, keine Empörung, keine Anmaßung, keine Unehrerbietigkeit. Er ist im Gegenteil Treue, Vereinigung, Liebe, Unterwerfung.«

Vortrag von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira im Auditorium St. Michael der TFP
in São Paulo in den 70er Jahren

Das Banner mit der Aufschrift „WIDERSTAND“ bezieht sich auf das Manifest:
„Die Entspannungspolitik des Vatikans gegenüber den kommunistischen Regierungen
Für TFP: schweigen oder Widerstand leisten?


V. Widerstand

Widerstand bedeutet, dass wir die Katholiken ermutigen werden, ihre Liebe zur abendländischen christlichen Zivilisation zu bekräftigen und ihr Erbe und ihre Kultur zu verteidigen. Darüber hinaus werden wir daran arbeiten, sie mit noch größerem Glanz und Stärke wiederherzustellen, damit das Abendland die Weltführung wiedererlangt, die es verdient, nicht weil es westlich ist, sondern weil es katholisch ist. Die abendländische christliche Zivilisation ist aufgebaut auf einer zweitausendjährigen Vergangenheit und hat ihr Zentrum in Rom, dem Stuhle Petri.

Widerstand bedeutet, westliche Politiker und Völker zu ermutigen, die tiefgreifenden Gründe für ihren Niedergang zu erkennen, die in Revolution und Gegenrevolution, das Meisterwek von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira, dargelegt werden, und von ihm vorgeschlagenen Mittel anzuwenden, um das Abendland von dieser existenziellen Krise zu befreien.

Widerstand leisten bedeutet, uns nicht mit der Vernichtung des Abendlandes abzufinden. Denn wie der brasilianische katholische Denker uns in demselben Buch lehrt: „Wenn die Menschen sich zur Zusammenarbeit mit der Gnade Gottes entschließen, ereignen sich die Wunder der Geschichte: So kam es zur Bekehrung des römischen Reiches, zur Entstehung des Mittelalters und zu der von Covadonga ausgehenden Rückeroberung Spaniens. Alle diese Ereignisse sind das Ergebnis zahlreicher Wiedererweckungen von Seelen, für die auch ganze Völker empfänglich sind. Diese Art von Wiedererstehen erweist sich als unbesiegbar, denn ein tugendhaftes Volk, wenn es Gott in wahrer Liebe anhängt, ist nicht zu überwinden.“

Widerstand bedeutet, unsere Analyse und unser Urteilsvermögen mit Respekt auszudrücken, angesichts der Äußerungen wie die der Enzyklika Fratelli Tutti oder die Gutheißung der rechtlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften durch Papst Franziskus, was einem tödlichen Schlag gleichkommt, auf das, was noch übrig ist von der abendländischen christlichen Zivilisation.

Prof. Plinio Corrêa de Oliveira
Widerstand leisten bedeutet, mit kindlicher und respektvoller Ehrlichkeit den gefährlichen Widerspruch zwischen der privilegierten Behandlung des roten China durch den Heiligen Stuhl - dessen kommunistisches Regime es nicht verurteilt - und der Verachtung von Papst Franziskus für die großen Länder Europas und Amerikas anzuprangern. Er greift rücksichtslos die Souveränität und das Wirtschaftssystem dieser Länder an, die auf freiem Unternehmertum und Privateigentum beruhen und völlig im Einklang mit dem Naturgesetz, den Zehn Geboten und der zweitausendjährigen Lehre der Päpste stehen, wie sie im Obersten Lehramt der Heiligen Mutter Kirche zu finden ist.

Widerstand leisten bedeutet, mit unbezwingbarem Vertrauen zu verkünden, dass jenseits der geistigen Stürme, der materiellen Herausforderungen und aller Angriffe ihrer Feinde, das Abendland und die christliche Kultur und Zivilisation sich wieder aufrichten werden, um die prophetischen Worte Unserer Lieben Frau in Fatima zu erfüllen: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren!“

28. Oktober 2020


UNTERZEICHNER

Instituto Plinio Corrêa de Oliveira (Brasilien)

Asociación Civil Fátima la Gran Esperanza (Argentinien)

Australian TFP, Inc.

Österreichische Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum

Canadian Society for the Defence of Christian Civilization (Kanada)

Acción Familia por un Chile Autentico, Cristiano y Fuerte

Centro Cultural Cruzada (Kolumbien)

Sociedad Colombiana Tradición y Acción (Kolumbien)

Circulo Beato Pio IX (Ecuador)

Société Française pour la Défense de la Tradition, Famille, Propriété (Frankreich)

Fédération Pro Europa Christiana (Frankreich)

Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum e.V.

Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e.V.

Irish Society for Christian Civilisation (Irland)

Associazione Tradizione Famiglia Proprietà (Italien)

Stichting Civitas Christiana (Niederlande)

Sociedad Paraguaya de Defensa de la Tradición, Familia y Propiedad (TFP – Paraguay))

Tradición y Acción por un Peru Mayor

Philippine Crusade for the Defense of Christian Civilization, Inc.

Fundacja Instytut Edukacji Spo?ecznej i Religijnej im. Ks. Piotra Skargi (Polen)

Instituto Santo Condestável (Portugal)

Family Action South Africa

Tradición y Acción (Spanien)

Helvetia Christiana (Schweiz)

Tradition, Family, Property–United Kingdom

American Society for the Defense of Tradition, Family, and Property (U.S.A.)

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Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google-Übersetzer in

https://ipco.org.br/urgente-apelo-para-resistir-a-traicao-e-ruina-do-ocidente-fina-flor-da-civilizacao-crista/

eingesehen am 30. Oktober 2020

 

Diese Deutsche Fassung ist zuerst erschienen im Blog Plinio Correa de Oliveira.

© Nachdruck der deutschen Fassung ist nur mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.

 

Samstag, 31. Oktober 2020

Der heiligste Namen Mariens


12. September: Fest des heiligsten Namens Mariens.

An diesem Tag, im Jahr 1683, als König Johann Sobieski (Bild oben) mit seinen Polen die Mohammedaner besiegte, die Wien belagerten und das Christentum bedrohten, dehnte der selige Papst Innozenz XI. dieses Fest zum Dank für die Fürsprache der Gottesmutter auf die ganze Kirche aus.

In früheren Zeiten betrachtete man den Namen als eine Art Symbol der Person, aus der sich seit langem die Verwendung von Initialen entwickelt hat, was irgendwie ein Symbol für den Namen ist.

Der Name ist das Symbol der psychologischen, moralischen, spirituellen, tieferen Realität der Person. Und aus diesem Grund muss der heiligste Name der Gottesmutter, wie auch der Allerheiligste Name Jesu, als symbolischer Name der erhabenen Tugenden Unserer Lieben Frau betrachtet werden, symbolisch für ihre Berufung, für das, was sie wirklich ist.


Der Name unserer lieben Frau ist die Bestätigung dieser inneren Herrlichkeit, die Bestätigung ihrer inneren Prädikate. Und aus diesem Grund wäre der Name Marias die Äußerung - natürlich symbolisch - von allem, was in Ihr erhaben ist. Wenn wir diesen Namen feiern, feiern wir die Herrlichkeit, die Unsere Liebe Frau im Himmel, auf Erden und im gesamten Universum hatte, hat und haben wird.

Was ihre Herrlichkeit im Himmel betrifft, so heißt es bereits: Sie ist die Königin aller Engel und aller Heiligen und steht unvergleichlich, unermesslich über allen Kreaturen. Damit ist sie in der geschaffenen Ordnung der Kegel, in dem alles sich vereinigt, und daher unsere Vermittlerin bei Gott, unserem Herrn. Die Herrlichkeit, die sie damit hat, ist einfach unaussprechlich, da sie das Ergebnis ihres Zustands als Mutter des Erlösers, unseres Herrn Jesus Christus, ist.

Auf Erden - darüber müssen wir viel nachdenken -, auf Erden muss auch Unsere Liebe Frau verherrlicht werden. Auf das Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto wird geantwortet: Sicut erat in principio et nunc et semper et et secula saeculorum, Amen - wie es war im Anfang, so auch jetzt und in Ewigkeit, Amen. Das Normale ist, dass Unsere Liebe Frau auf Erden verehrt wird und dass der heiligste Name Mariens auf unaussprechliche Weise verherrlicht werden sollte.

Stellen wir uns eine Welt wie die Christenheit vor, in der in allem der Geist des Heiligen Ludwig Grignion von Monfort wehte. Stellen wir uns vor, dass in der ganzen Christenheit die Jünger des hl. Ludwig Grignion das Salz der Erde wären und wirklich den Ton der Frömmigkeit Unserer Lieben Frau wiedergäben, dann verstehen wir, was die Herrlichkeit Unserer Lieben Frau in der Welt sein würde. Es wäre unvergleichlich mehr als heute!

Wir sehen die Muttergottes wie sie von der Heiligen Kirche verherrlicht wurde, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als der „Progressismus“ begann. Diese Herrlichkeit schien uns immens, aber es war nichts im Vergleich zu der Herrlichkeit, die sie haben sollte, und das wäre eine Herrlichkeit im Geist des hl. Ludwig Grignon. Und diese Herrlichkeit Unserer Lieben Frau müssen wir leidenschaftlich lieben, denn es ist unerträglich, dass Unsere Liebe Frau nicht die Herrlichkeit hat, die sie haben sollte. Es ist einfach das Abscheulichste, Schrecklichste, dass das Laster, das Verbrechen, dass die Revolution, dass das Böse in den Menschen, dass im Endeffekt der Teufel es schafft, so die Herrlichkeit Mariens zu verringern, die sie von den Menschen erhalten sollte.

Und wir sollten in Bezug auf die Herrlichkeit Unserer Lieben Frau als Kinder im Hause der Mutter eifrig sein. Stellen wir uns vor, ob ein Kind sich im Haus seiner Mutter wohl fühlen kann, wenn es sieht, dass der Mutter die ihr zustehende Aufmerksamkeit verweigert wird ... Wie können wir uns in einem Land wohl fühlen, das der Herrschaft Unserer Lieben Frau geweiht ist, wenn wir sehen wie die Ehrerweisungen und Aufmerksamkeiten, auf die sie Anspruch hat, abgelehnt werden? Dies muss für uns ein ständiger Anlass der Traurigkeit sein ... viel mehr als Traurigkeit, der Empörung, der enormen Empörung darüber, dass die Königin nicht von jedem in der Rolle anerkannt wird, in der sie es sein sollte.

Unsere Liebe Frau der Hoffnung, die Macarena
(Sevilla - Spanien)

Bitten wir die Muttergottes, dass sie unsere Sühne über die Verletzungen annehme, die ihr zugefügt wurden und die sie ständig erleidet. Und möge sie unsere Seelen für eine vollständige Wiedergutmachung bereiten. Aber wir müssen eine Gewissensprüfung durchführen und uns fragen, ob unsere Wiedergutmachung so ist, wie sie sein sollte, und ob wir nicht auch Sühne anbieten sollten ... für den Mangel unserer Sühnebereitschaft.

Und das ist ein Punkt, über den wir viel nachdenken müssen. Weil wir die Muttergottes nicht oberflächlich um Vergebung für das bitten können, was andere getan haben, ohne um Vergebung für das zu bitten, was wir auch tun, als ob wir uns ihrem Thron ohne Schuld nähern könnten, als wären wir geklärt und die anderen wegen Schuld angeklagt! Bitten wir sie daher, die Wiedergutmachung für die schlechte Sühne ihrer armen Diener zu akzeptieren.

Wie würde die perfekte Wiedergutmachung aussehen? Sie würde aus einer vollen Liebe herrühren, einer perfekten Vorstellung von allem, was die Muttergottes darstellt, einer perfekten Vorstellung von allem, was sie ist. Weil es nicht nur eine theoretische Vorstellung ist, sondern ein praktische, lebendige Vorstellung, ein konkreter Begriff, den man dafür haben muss.

Und dann sollten wir uns fragen, ob uns tagsüber - wenn wir arbeiten, wenn wir eine Zeitschrift ansehen, wenn wir zum Beispiel ein Buch lesen - der Eifer für die Herrlichkeit Gottes und die Herrlichkeit Unserer Lieben Frau uns wirklich verschlingt. Oder ob es keine Zeiten gibt, in denen wir schwach und dürftig sind, in denen unsere persönlichen Interessen, unsere Fragen der Selbstliebe, unsere Probleme mit tausend Problemen der Anfälligkeit und dergleichen den Eifer, den wir für die Herrlichkeit Unserer Lieben Frau haben sollten, nicht beeinträchtigen und nicht trüben. Denn wenn sie einwirken, wenn wir zu viel an uns denken und wenig über sie nachdenken, wird unsere Sühne nicht so sein, wie sie sein sollte.

Und hier kommt wieder die Gelegenheit, sich an unseren Schutzengel und unsere Schutzheiligen zu wenden und sie zu bitten, sich uns anzuschließen, um unserer Sühne einen Wert zu geben, den sie an sich nicht hat, um sie in eine angemessene, gerade, befriedigende Wiedergutmachung zu verwandeln. Ich würde daher vorschlagen, dass wir beten, dass unsere Sühne gut sei und dass wir uns darauf vorbereiten, perfekte Sühneleister zu sein.

Ich habe die größte Hoffnung, wenn diese Dispositionen zum Altar Unserer Lieben Frau gebracht werden, zur Folge haben wird, dass sie uns reichliche Gnaden spendet und dass ihr Lächeln, wenn nicht unsere Sühne, zumindest unsere Demut erwirkt. Und diese Demut können und müssen wir zu ihren Füßen legen.

Dieser Text ist die Abschrift einer Konferenzaufzeichnung von Prof. Plinio Corrêa de Oliveira an Mitglieder und Mitarbeiter von TFP am 11.09.1964. Der gesprochene Stil wurde deshalb beibehalten, und vom Autor im Nachhinein nicht überprüft.

 

Aus dem Portugiesischen mit Hilfe von Google Übersetzer in

https://www.pliniocorreadeoliveira.info/DIS_SD_19640911_santissimonomedemaria.htm#.X1s4LrHVIdU

Deutsche Fassung zuerst erschienen im Blog Plinio Correa de Oliveira.

© Nachdruck der deutschen Fassung ist nur mit Quellenangabe dieses Blogs gestattet.